Ich bekam von Leser FJK zu “9/11 als Menetekel einer Kultur der Feigheit” eben eine Zuschrift, die mich zum Weiterdenken veranlasste.
Um nicht alles dort Gesagte wiederholen zu müssen, kopiere ich jetzt ausnahmsweise mal zunächst meine komplette Antwort hier herein (Eigenkopie dürfe legal sein):
“Magnus Wolf Göller sagt:
1. Juni 2011 um 09:43 (Bearbeiten)
@ FJK
Bei mir hat es nach 9/11 auch ein paar Monate gedauert, bis mir Zweifel an der offiziellen Version kamen.
Ihre persönliche Lage kann ich gut nachvollziehen.
“Alle Freunde und auch einige Kollegen, ja sogar meine eigene Familie halten mich seither für einen Spinner. Außerdem bekomme ich Meldungen serviert wie: … wäre das nicht eine interessante neue Verschwörungstheorie für dich hihihihi …”
Das ist natürlich bitter.
Ich denke mir aber manchmal, dass Leute, die so agieren, dies auch deshalb tun, um gewissermaßen einen Blitzableiter zu haben.
Dass zumindest manche von ihnen schon tief drunten spüren, dass etwas nicht stimmt, aber große Angst vor den Konsequenzen entsprechender Erkenntnisse haben.
Und sich selber deshalb erst recht zeigen müssen - über Sie als selbststabilisierten Beweis - , wie es einem ergeht, der den offiziellen Humbug nicht glaubt.
Immerhin diente und dient die 9/11-Lüge seit bald zehn Jahren als Hauptrechtfertigung für sämtliche von den USA begonnenen Kriege.
Und die Leute wollen, abgesehen von der sozialen Ausgrenzung, dem potentiellen wirtschaftlichen Ruin, vor allem eines nicht: sich als leichtgläubig erkennen, sich ihre eigene Eselei eingestehen.
Erkennen, wie sie zu willfährigen Werkzeugen gemacht wurden, wie leicht es war, ihnen den Verstand abzuschalten.
Bei vielen solcher Zeitgenossen darf man daher mit einigem Fug bezweifeln, ob deren psychologische Lage wirklich besser ist.
Ohne Ihnen belehrende Ratschläge erteilen zu wollen, rege ich daher an, dass Sie - oder andere in ähnlichen Umständen - das bei guter Gelegenheit einmal ansprechen.
Zuerst wahrscheinlich unter vier Augen gegenüber dem vermutlich Undümmsten.
Oder, grade erst recht, einmal kurz und knapp vor versammelter Mannschaft.
Mal sehen, wer dann über diese These lauthals gut lacht.
Grüße Sie, und vielen Dank für den Zuspruch!”
Den Grundgedanken erweiternd, halte ich es für eine erwägenswerte Idee, Leute, die einem “Verschwörungstheorien” (die selbstverständlich auch blödsinnig sein können) gar noch zum Extrahohn und Spotte selber ins Haus tragen, mal zu fragen, weshalb sie sich denn solche Mühe gäben, sich mit allerlei Unfug zu befassen, bloß, um einem diesen reinzujubeln.
Ob sie einen als verschwörungstheoretisierenden Vollblödmann denn inzwischen so liebgewonnen hätten, dass sie gar nicht mehr davon lassen könnten, diesen mit allen Mitteln und unter derlei Aufwand runterzuputzen.
Ob sie denn inzwischen selber verschwörungstheoriesüchtig geworden seien, darüber, dass es offenkundig ein solches Vergnügen bereite, so einen Verschwörungstheoretikerdummbatz zu verulken, was eben am besten zu gelingen scheine, wenn man ihn dergestalt hämisch füttere.
Was eben zu der bedenklichen Folge führe, dass man sich mit immer mehr Verschwörungstheorien befasse, da die eigene Gier nach überlegenem Runterlassen eines anderen anscheinend nur auf diesem Wege zufriedenstellend befriedigt werden könne.
Dass sie in diesem Sinne bereits bedenklich infiziert seien und bei entsprechender Verschlimmerung vielleicht mal einen Arzt aufsuchen sollten.
Oder dringend einen harten Selbstentzug machen, bevor diese Sucht die Kontrolle über ihre Psyche vollends übernähme.
Antiverschwörungtheoretikerhedonismus, solcherlei Vergnügungssucht sei nämlich inzwischen ein immer weiter um sich greifendes, gefährliches Massenphänomen.
Mediziner nennten es das “Antikonspirationssyndrom”, manche auch “Antikonspirationitis”: die Terminologie sei noch nicht eindeutig festgelegt, da, wie in der Wissenschaft üblich, wenn eine Krankheit noch nicht eindeutig erforscht, sich noch zwei Schulen gegenseitig bekämpften.
In Fachkreisen werde auch bereits heiß darüber diskutiert - siehe auch diese Seite - , ob diese psychische Erkrankung tatsächlich auf noch rätselhafte Weise ansteckend sei.
Ob sie sich schonmal überlegt hätten, wie viel ihnen plötzlich fehlte, wenn sie keinen Verschwörungstheoretiker (oder neuerdings -fan) mehr zur Verfügung hätten, ihre Manie an den Mann zu bringen.
Ob sie auf Cold Turkey vielleicht sogar einen bestellten und bezahlten, ihres größten intellektuellen Spaßes nicht plötzlich entraten zu müssen.
Undsoweiterundsofort.
Tags: Antikonspirationitis




















