Bilderberger 2011: Weshalb sie antreten müssen

Es wäre für die Bilderberger das Einfachste, dieses Jahr vom 9. bis zum 12. Juni in der Schweiz schlicht nicht anzutreten.

Denn – sollten sie nicht kurzfristig umbuchen, was bei dem Sicherheitsaufwand aber schwierig ist, und finden wird man sie daher doch – Sankt Moritz droht für die Gruppe ein mediales Desaster zu werden.

Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltfinanz- und Realkrieger den Schwanz einkneifen werden, trotzdem auf unter 10 %.

Denn ihre Macht beruht auch ganz wesentlich auf der Symbolik ihrer Macht, dass sie ein “privates”, nichtöffentliches Treffen einberufen können, an dem eben keinerlei öffentliches Interesse besteht, wie etwa an einem Popkonzert oder einem Fußballspiel, und die Steuerzahler des jeweiligen Landes für den ungeheuren Sicherheitsaufwand bezahlen müssen, dass sie der Bevölkerung des jeweiligen betroffenen Ortes die Beschränkungen, die damit einhergehen, eiskalt auferlegen können, ungefragt und ungehört, damit zeigen, wo der Hammer hängt.

Sich selbst, und inzwischen, da es die Bilderberger ja endlich auch öffentlich gibt, auch der Normalbevölkerung, dem billigen Pöbel, die eigene Allmacht zu demonstrieren, über jedem Gesetz stehend, ist psychologisch eminent wichtig.

Man darf auch die vielen Unterbilderberger der zweiten und dritten Reihe nicht vergessen, die keinesfalls auf die Idee kommen dürfen, dass das Volk plötzlich etwas zu sagen habe und die Gewichte sich verschöben.

Das untergrübe die Magie der Macht.

Deswegen – so paradox das oberflächlich betrachtet klingen mag – wurde schon letztes Jahr die Verharmlosungsstrategie hochgefahren, dergestalt, dass jeder, der die Bilderberger irgendwie für einen entscheidenden verschwörerischen Klub hält, der sich jeder demokratischen Kontrolle entziehe, lächerlich gemacht werden soll.

Dies ist aber natürlich eine Gratwanderung.

Es ist äußerst heikel, die Veranstaltung einerseits alswie ein Kaffeekränzchen einiger weniger netter Honoratioren darzustellen, andererseits die Magie der Macht aufrechtzuerhalten und das gemütliche Beisammensein der harmlosen Gutmenschen von hunderten Polizisten, Geheimdienstlern usw. schützen zu lassen.

Wir sehen also eine Situation, die jedem Spindoktoren in deren Diensten graue Haare wachsen lassen muss.

Daher können wir auch darauf setzen, dass Fehler gemacht werden.

Und wir können kräftig nachhelfen, dass das auch geschieht.

Indem wir die Gesslerhüte der Jetztzeit auf unsere Art grüßen.

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9 Antworten zu “Bilderberger 2011: Weshalb sie antreten müssen”

  1. wo treffen sich die Schwaben ?

  2. Hinweis vom zeitgeist-Facebook-Admin: In Stuttgart am kommenden Freitag, den 3.6.: http://www.facebook.com/event.php?eid=224808327530130

  3. ich meinte St. Moritz…

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gabi Mango

    Gut möglich, dass sich sogar ein Gelbfüßler hertraut.

    Es gibt selbst hinter Pforzheim nette, intelligente Leute.

    Vielleicht kömmen auch noch Chatti, Francones und Bajuvares über den Sprachlimes.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Gabi Mango

    Wo sich die Schwaben in Sankt Moritz treffen, wird am Freitag ein Gegenstand unserer generalstabsmäßig ausgeheckten Superverschwörung sein.

  6. qyxote sagt:

    ich bin ja eigentlich die Gabi und eigentlich auch nicht und hätte gerne ne Info, selbst , wenn ich nicht in S vorbeikommen können sollte, aber vielleicht komm ich ja doch und hätte ggfalls sogar ne MFG anzubieten…

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ qyxote

    Wenn Du tatsächlich ‘ne MFG hast, dann ruf mich bitte an!

    Gilt auch für alle anderen, vielleicht können wir hier ja etwas vermitteln.

    0711 / 66 48 70 28

    Gruß

    Magnus

  8. Dude sagt:

    Sollte noch jemand nach Übernachtungsmöglichkeiten ausschau halten, empfehle ich diese Seite
    http://www.wearechange.ch/main/index.php/Blog/Bilderberg-Konferenz-2011-in-der-Schweiz-We-Are-Change-ist-vor-Ort.html
    Darin enthalten sind Camping, Gruppenunterkünfte, Ferienwohnungen, Backpackers, Hotels und die Jugendherberge

    Und für diejenigen, die sie noch nicht kennen
    http://bilderberg-transparency.org/

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