Nur noch vor Zeugen vögeln?

Alle Welt scheint sich einig, dass Dominique Strauss-Kahn politisch erledigt wäre, selbst wenn sich die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe (einige Erwägungen dazu im Artikel “Strauss-Kahn pour Président?” sowie im anschließenden Kommentarstrang) als haltlos erwiesen.

Das finde ich schon ziemlich heftig.

Wieder ein Beweis dafür, das man es inzwischen für selbstverständlich hält, einen behaupteten Vergewaltiger beruflich-gesellschaftlich zu vernichten, selbst wenn sich herausstellen sollte, dass er die Tat gar nicht begangen hat.

Ich will in diesem Zusammenhang nicht im besonderen auf den Fall Kachelmann eingehen, wohl aber nochmal auf den Fall Assange in Schweden.

Obwohl die Aussagen der Weiber dort widersprüchlich waren, dann zurückgezogen wurden, dann wieder irgendwie erneuert, von einer Vergewaltigung im herkömmlichen Sinne nicht einmal laut “Opferaussagen” die Rede sein konnte, eine der Grazien auf ihrem Blog ihre Männerverfolgungsphantasien offen ausgelebt und zu gnadenloser Verfolgung von Männern mit allen Mitteln aufgerufen hatte, die Frauen irgendwie enttäuschen, strengte die schwedische Staatsanwaltschaft per internationalem Haftbefehl ein Auslieferungsverfahren an, das von Großbritannien nicht zurückgewiesen wurde, obwohl dort das schwedische Unrechts-Recht so gar nicht gilt.

Und anstatt dass sich alle Vernunftbegabten dieser Welt, die noch einen Rest Gerechtigkeitssinn mit sich herumtragen, gegen das Verhalten jener Femosubjekte gestellt und Assange in Schutz genommen hätten, muss der Mann bis heute mit dem Vorwurf herumlaufen, er sei ein möglicher Vergewaltiger.

Abartig ist das.

Und natürlich wird das Beispiel Schule machen.

Gelegenheit macht Diebe.

Und anstatt dass die schwedische Staatsanwaltschaft sich nach dem Auffliegen des Komplotts folgerichtig um die beiden merkwürdigen Tanten gekümmert hätte und den naheliegenden Verdacht untersucht, dass es sich vielleicht um eine weitergespannte Verschwörung gehandelt haben könnte, nahm sie das Verfahren gegen Assange munter wieder auf.

Das ist Weltvollidiotenkabinett pur.

Aber ein sehr gefährliches.

Kann man bald nur noch vor vertrauenswürdigen Zeugen vögeln, um halbwegs sicher zu gehen, dass man hinterher nicht lebenslänglich als mutmaßlicher Vergewaltiger gilt, oder gar als unschuldig Verurteilter nach Knast sein Restdasein fristen?

Sollten Sie ein testikelverfluchter Heteromann sein, so lachen Sie jetzt lieber nicht.

Es möchte Ihnen eines Tages noch vergehen.

(Die Pornoindustrie wird sich freuen. Sich zuhause einen runterholen gilt im Abendland bislang nicht als Vergewaltigung und ist daher – noch – relativ sicher. Es drohen da nicht einmal Unterhaltsansprüche. Allerdings sollte man zu diesem Behufe dringend darauf achten, dass die Putzfrau hinterher kein frisches Sperma findet.)

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14 Antworten zu “Nur noch vor Zeugen vögeln?”

  1. Dominique Strauss-Kahn, Chef des IWF, wurde letzte Woche verhaftet, weil er versuchte, das amerikanische Volk Soziale Sicherheit Geld zu stehlen, um den Euro zu finanzieren, nach Familie Rothschild Quellen.

    Der Vorwurf der Vergewaltigung geg……en ihn war fast sicher ein Fall von Einklemmung durch eine Agentin, obwohl ich mir sicher kein Beweis dafür jemals gefunden werden.

    Die nächste Phase im Kampf gegen die hohen finanziellen Gangster wird erwartet, dass Goldman Sachs und Morgan Stanley, aber die Schließung dieser kriminellen Unternehmen werden nur Zeichen einer Zwischenphase im Kampf gegen die kriminellen Elemente in den Zentralbanken des Westens konzentriert Ziel nach White Dragon Society Quellen.

    Das Endergebnis ist sicher eine historische Veränderung der Art nicht für Tausende von Jahren gesehen werden, wenn überhaupt.

    Schlecht aus dem englischen Übersetzt von Google-Translator. Originaltext, hier:
    http://benjaminfulford.net/2011/05/17/the-arrest-of-imf-chief-dominique-strauss-kahn-signals-new-phase-in-financial-war/

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Marco Ciro Rullo

    Naja, man versteht per Maschinenübersetzung immerhin in etwa, was Fulford sagte.

    Der hat aber schon ziemlich viel erzählt, wenn ihm der Tag lange wurde.

  3. Hannes sagt:

    Naja, das ist ja nicht die erste Geschichte dieser Art, welche man von Strauss-Kahn hört. Ist natürlich heftig, dass man nach einer solchen Behauptung sozial im Abseits steht. Andererseits versuchen sich die Männer natürlich auch so gut wie möglich rauszureden. Und da es meist keine Zeugen gibt, wohl generell ein schwieriges Thema. In diesem Fall spricht allerdings vieles gegen Strauss-Kahn und ich kann die Verhaftung absolut nachvollziehen. Dass er sich jetzt plötzlich auf einvernehmlichen Geschlechtsverkehr rausreden will hat wohl damit zu tun, dass sie vermutlich DNA Spuren finden werden. Und anders kann er das dann wohl nicht mehr erklären. Merkwürdig finde ich eher, dass es Seiten gibt, die ihn jetzt in Schutz nehmen wollen.

  4. Lesezeichen sagt:

    Najaaa….

    wenn ich aber lese, dass er nun verschiedene Versionen auspackt, dann kommen mir durchaus Zweifel am “Komplott”.

    Ich bin ja ansonsten sehr vorsichtig, weil eine Vergewaltigung offensichtlich ein probates Mittel ist, um berühmte und/oder unliebsame Männer aus dem Verkehr zu ziehen ;)

    Aber hier bekommt das ganze nun doch ein Geschmäckle.

    Erst war er angeblich nicht da, hatte schon ausgecheckt und nur seinem vergessenen Handy hinterhertelefoniert. Zur Tatzeit war er angeblich mit seiner Tochter essen – und es gab angeblich Zeugen.

    Und nun wollte sie das so, das Zimmermädchen? Es war einvernehmlich?!?

    Das klingt nicht gut. Das klingt gar nicht gut.

    Bin gespannt auf die nächste “offizielle” Version.

    neugiert ;) das Lesezeichen

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Hannes

    Dass er jetzt GV zugibt, ist mir neu.

    Ich gehöre jedenfalls nicht zu denen, die DSK in Schutz nehmen wollen.

    Der Kerl war mir noch nie sonderlich sympathisch.

    @ Lesezeichen

    Ich bin auch gespannt auf die nächste “offizielle” Version.

    Es wird immer doller.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Nun, dem sicherlich anfälligen DSK ein wenig Avancen machen, damit er sich mal wieder als der Größte fühlen kann, als vermeintlich dummes kleines Hotelhorn, sich dann womöglich noch ein wenig zieren, zur Steigerung des Reizes, zur Tarnung noch 500 Mäuse verlangt, auf dass der angejahrte Schwerenöter nicht merke, was läuft, um ihn danach in die Pfanne zu hauen, unter den Fingernägeln etwas Hautspuren, das ganze eben ein bisschen wild, wie es alte Maurer und Bänkerböcke mögen, das wäre nachgerade ein Klassiker.

    Es ist aber selbstverständlich auch nicht unwahrscheinlich, dass so ein allmachtswahnhafter Hochfinanzabzocker mal wieder seinen Hosenstall nicht unter Kontrolle hatte.

    Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden wir nie erfahren, wie es wirklich war.

    Fragt sich aber doch, ob die Dame aus Guinea bald verselbstmordet werden wird oder einen tragischen Unfall erleiden.

    Auch das passte zu einem Klassiker dieser Art.

    Tote sagen nichts mehr.

    Und: Viele, die zurecht nicht viel vom ruinösen Spiele der Blankfeins, Ackermänner, Strauß-Kahns usw. halten, werden sich jetzt wahrscheinlich sagen, dass es diesem Kerl gerade recht geschähe, wenn er am Schluss wegen einer nicht begangenen Vergewaltigung im Amiknast verschimmelt.

    Dem schließe ich mich aber ausdrücklich nicht an.

    Zumal es äußerst unwahrscheinlich ist, dass er in diesem Falle deswegen weggespert wird.

  7. Armin sagt:

    Interessantes Thema. Bezüglich Fulford pflichte ich bei, das er schon viel erzählt hat und man immer eine Art Mischung aus Facts und Erfindung/Uebertreibung bei ihm zu finden scheint. Andererseits ist ein Framing im vorliegenden Fall durchaus plausibel.

    Eine mögliche Variante:
    Dieser Herr hat das schon oft getan aber wurde bis jetzt immer beschützt. Jetzt war jedoch der Moment politisch oportun, in zu framen – und ‘man’ hat die Gelegenheit genutzt, oder gar gefördert.

    Mein – auch aus vielem Lesen verschiedener Standpunkte – herauskristallisiertes Bauchgefühl sagt mir, dass sowohl was dran ist an der Vergewaltigung wie auch am Komplott gegen ihn.

    Meiner persönlichen Ansicht nach ist es doch gerade eine verbreitete Technik von ‘Geheimorganisationen’, immer etwas in der Hand zu halten, womit man jemanden (Mitglied oder Feind) erpressen – bzw. eben framen – kann, wenn es Grund dazu gibt. Jedenfalls macht das die Mafia so… also ist es naheliegend, dass andere geheime Pyramidchen ähnlich funktionieren.

    Aber eben, solange man im Dunkeln fischt ist man meist erst am Ende gescheiter…

  8. Armin sagt:

    “Nur noch vor Zeugen vögeln?”

    Dann müssen wir vielleicht die japanischen Massenvögelanlässe übernehmen. Nur noch mit mindestens 100 Paaren zusammen.

    Bei Julian Assange könnte es sich doch auch wieder um eine Kombination halten. Er hat sich unschön benommen, die Dame wollte schon vorher sich rächen, hat dann aber oportune Unterstützung bekommen. Aus einem etwas drängelnden JA, der halt kein Pràservativ gebrauchen wollte (der Trottel…) wurde so ein Vollvergewaltiger…

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin (erster Kommentar)

    Sehr interessante Interpretation.

    @ Armin (zweiter Kommentar)

    In Frankreich soll das Vögeln mit Kondom á la Anglaise heißen…

    Und: Ja, die Japse scheinen zu wissen, wie man sich wirksam vor Schwedinnen schützt.

  10. Föhnix sagt:

    @ Armin & Magnus

    Ich denke auch, dass Geheimdienste ein Arsenal an “persönlichen Vernichtungswaffen” für wichtige politische Protagonisten bereit halten.

    Leider finde ich den aufschlussreichen Artikel nicht mehr, den ich vor längerer Zeit über intime Geheimdienstmethoden gelesen habe. Jedenfalls gehörte früher das “Zuführen” von gefügigen Sexpartnern nebst Filmen des Resultats zum Standardrepertoire. In den prüden USA mag das auch immer noch genügen, aber in “liberaleren” Ländern lockt man mit einvernehmlichen sexuellen Eskapaden niemanden mehr hinterm Ofen vor. Nicht einmal wenn geschlechtsreife Minderjährige beteiligt sind, das kann man derzeit in Italien studieren.

    Am besten gefiel mir in besagtem Artikel eine Anekdote, wonach ein frisch gewählter südostasiatischer Präsident Opfer einer solchen dienstlichen Aktion wurde, in der man ihn beim Sex mit mehreren weiblichen Honigtöpfen filmte. Hernach spielte man ihm das pikante Video vor, in der festen Absicht ihn mit der Geheimhaltung desselben gefügig zu machen. Seine überraschende Reaktion stellte allerdings eine Zäsur für das weltweite Schlapphutwesen dar. Er bedankte sich für die Aufnahme und bat um eine Kopie, um das Werk seinen Landsleuten vorspielen zu können, die sicher sehr stolz auf ihren potenten Präsidenten seien.

    Das zeigt anschaulich, dass die klassischen Honeypots überholt sind, also mussten schärfere Waffen her: konstruierte Sexverbrechen. Wenn man einmal die bekannten und politisch relevanten Fälle der letzten Jahre durchgeht, findet sich immer ein unmittelbar bevorstehendes Ereignis von politischer Bedeutung. Bei Assange die Veröffentlichung der US-Depeschen, bei Tauss eine medien- und terrorpolitisch wichtige Bundestagsabstimmung, bei Strauss-Kahn die Euro-Verhandlungen. Alles nur Zufall?

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Föhnix

    Sarkozy dürfte jedenfalls nicht derjenige gewesen sein, der DSK hingehängt haben könnte. Seine Macht erstreckt sich nicht auf das NYPD.

    Strauss-Kahn könnte den Euro unter chinesischer Beteiligung gegen den Dollar verteidigen haben wollen.

    Es geht jetzt ans Eingemachte.

    Unter der gezeigten Oberfläche der trauten “Illuminati” mögen sich tiefe Risse auftun.

    Jeder will schließlich seinen Arsch retten.

    Noch eins zum Zimmerservice: Latscht in einem solchen Hotel die Putzfrau einfach in die Suite, wenn ein Gast wie DSK, der laut Le Figaro (gute, zweiflige Reportage grade dort gelesen) extra in der Personalumkleide auch noch mit Bild als besonders wichtig ausgehängt war, oder wer auch sonst sie bezahlt, einfach da rein, um sauber zu machen, wenn der Gast noch nicht ausgecheckt hat?

    Wieso bekommt DSK kein Rasierzeug, so dass er beim Haftprüfungstermin nicht aussieht wie ein Latin Lover, sondern wie ein abgerissener Opa, oder ist es dem inzwischen schon egal, wie er aussieht?

    Es stinkt an allen Ecken und Enden.

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Hier noch Paul Craig Roberts auf RT, der meint, dass ihm noch in keinem Hotel der Welt die Reinemachfrau einfach ins Zimmer gelatscht sei, plus weiteren interessanten Einschätzungen:

    http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/paul-craig-roberts-uber-dsk-und-warum-er-abgesagt-wurde-video-rt-interview/

  13. Föhnix sagt:

    @ Magnus

    Ich würde Sarkozy nicht gänzlich ausschließen. Zum NYPD wird er sicher kein direkten, wohl aber indirekte Kontakte haben.
    http://www.voltairenet.org/article157870.html

  14. Der müde Joe sagt:

    Die Fragen gehen am Kern der Sache vorbei.

    Es sollte heißen: cui bono?

    Er stand auf der Abschussliste wegen den zügellosen GR-Rettungen. In Szene gesetzt, eben.

    Sowas auf sich zu projezieren, führt zu keinem Schluss! Es zu verallgemeinern ebenso wenig.

    Cheers

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