Unerhört: Magnus Wolf Göller fördert das wahre Christentum

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einst Christen dazu aufriefe, ihren wahren Glauben zu verteidigen.

Und doch geschah es.

(Nachtrag 13.50 h)

Kurz nach Veröffentlichung dieser Beichte lachte mir Nietzsche laut eins ins Ohr und meinte, ich sei zwar ein hilflos romantischer Tor, aber ihm darin als stets unermüdlich verunglückender Schelm ein rechtes Vergnügen bei der Draufschau.

Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen.

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48 Antworten zu “Unerhört: Magnus Wolf Göller fördert das wahre Christentum”

  1. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einst Christen dazu aufriefe, ihren wahren Glauben zu verteidigen.”

    Das schließt mit ein, daß es innerhalb des Christentums zwar einen wahren Glauben, aber auch einen Glauben gibt, der so wie es aussieht, völlig in die verkehrte Richtung geht.

    Diese Bipolarität ist aber für einen wahren Nachfolger von Jesus nicht annehmbar. Entweder hü oder hott, beides zusammen geht nicht. Oder ist Liebe mit Hass vereinbar, oder ist es die Wahrheit mit der Lüge?

    Jesus selbst hat nie das Wort “Christen” für seine Anhänger bzw. seine Nachfolger in den Mund genommen. In der Bibel werden jene, die zu Ihm gehören, d.h. die seine von Ihm gepredigte Nächstenliebe leben wollen, Jünger genannt.
    Er selbst hat mal gesagt: “Werdet Vorübergehende!” (Thomas Evangelium - Apokryphen).
    Finde ich gut, denn unser irdisches Dasein ist ja nur vorübergehender Natur.

    Nachdem ich jetzt von einer “höher gestellten” Person unserer Gesellschaft vernommen habe, wie christlicher falscher Glaube geht, hat mich das doch sehr erschüttert. Was eigentlich auch für jeden anderen wahren Nachfolger von Jesus bedeuten müßte: Die Bezeichnung “Christ” für einen Nachfolger von Jesus, eher nein Danke!

    Um sich als wahre Nachfolger Jesu von denen, die Nächstenliebe verkehrt predigenden, vollkommen abzulösen, könnten “Christen” sich vielleicht wieder so nennen, wie Paulus als Saulus gesagt hat:

    Apostelgeschichte 9,2und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er etliche Anhänger des Weges fände, Männer und Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führte.

    Besser noch: “Anhänger des richtigen Weges”.

    Die Bezeichnung “Christen” haben sich auch die wahren Nachfolger von Jesus NICHT selbst gegeben:

    Apostelgeschichte 11:26 Es begab sich aber, daß sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde beisammen blieben und eine beträchtliche Menge lehrten, und daß die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.

    Wer nannte sie also so? Der Name wurde ihnen zugetragen. Man wollte sie mit Namen kenntlich machen, denn was einen Namen hat, kann man viel besser bekämpfen. Das hat Nero und ein gewisser anderer Kaiser mit Namen Domitian dann auch getan und viele andere Feinde von Jesus und dessen Sympathisanten nach ihm ebenso.

  2. Lesezeichen sagt:

    @ Karl-Josef Malo

    Interessantes Statement. Sind wir Christen nun Nachfolger von Jesus im Sinne von folgen, im Sinne von gehorchen?

    Oder sind wir Nachfolger im Sinne von folgen, von “auf dem Weg folgen”, hinterhergehen?

    Oder sind wir Nachfolger im Sinne von Nachfahre, Erbe, Staffelläufer?

    Darüber ließe sich bestimmt stundenlang philosophieren, diskutieren, nachdenken.

    Womit ich beim nächsten Thema wäre ;) :

    ” …Nachdem ich jetzt von einer “höher gestellten” Person unserer Gesellschaft vernommen habe, wie christlicher falscher Glaube geht, hat mich das doch sehr erschüttert….”

    Ohne hier unter die Erbsenzähler und Linsenstapler zu gehen, aber für mich ist die Äußerung der höher gestellten Person nicht mal falscher christlicher Glaube, sondern gar keiner.

    Ich bin bestimmt keine Fundamentalistin und sehe vieles, was aus der Überlieferung stammt, kritisch und auch teilweise anders, bzw habe andere Erklärungen. Es gibt aber Grundregeln des christlichen Glaubens, die einfach nicht auslegbar oder diskutierbar sind.

    Das bedeutet, dass hier C draufsteht wo nicht C drin ist. Eine Mogelpackung quasi.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

    *heute pingelig ;)

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef & Lesezeichen

    Sehr interessanter Gedanke, dass der Name erst zur Kennzeichnung und damit Ausgrenzungsmöglichkeit benutzt worden sein könnte.

    Und, Punkt zwei, die “Grundregeln des christlichen Glaubens, die einfach nicht auslegbar oder diskutierbar sind” interpretiere ich als die grundlegende Botschaft der Liebe und auch (das mag meine Deutung sein) des Maßes.

    Ich sage es noch einmal, und ohne Ironie: Wären die meisten Christen so wie Ihr (Verzeihung, Lesezeichen, ich habe Sie jetzt in ein indirektes Du hineinsubsumiert), so hieße ich mich wohl immer noch nicht selber einen, da mein Licht zunächst woanders herkommt, wäre aber des Händels mit Anhängern dieser Religion weitestgehend enthoben.

    Die christliche Botschaft ist nicht schlecht.

    Wenn sie sich vom Alten Testament eindeutig und klar trennt.

  4. Lesezeichen sagt:

    Das Du geht schon in Ordnung :)

    Bezüglich des Alten Testaments kann ich nur sagen, dass es für mich keine Rolle spielt und wenn, dann eher untergeordnet im Sinne vom Aufzeigen einer historischen Entwicklung.

    Jesus selbst hat vieles aus dem Alten Testament korrigiert bzw. sogar drastisch damit gebrochen, z.B. die Feindesliebe. Eine der größten Herausforderungen überhaupt.

    Ich glaube sogar fest daran, dass genau das auch Aufgabe Jesu war. Es ging nicht “nur” um die frohe Botschaft, um die Erlösung. Es ging auch darum, der menschlichen Fehlinterpretation ein Ende zu setzen.

    “Du sollst dir kein Bild machen” ist eine der Grundregeln des Glaubens. Das kann man nun als Machtgehabe interpretieren, oder aber als eine der sinnvollsten Aufforderungen überhaupt, weil Menschen in Gott menschliche Züge hineininterpretiert haben - dies übrigens immer noch tun - und so permanent zu Fehlschlüssen kommen. Gott ist nicht von dieser Welt, aber unser “dreidimensionales Denken” lässt es gar nicht zu, ihn auch nur annähernd zu verstehen oder sogar, dass wir uns in ihn hineinversetzten.

    Also interpretieren wir - und das geschieht eben menschlich. Daraus folgen menschliche Deutungshoheiten mit menschlichen Machtgebilden, Eigenschaften, Launen. Daraus z.B. entstehen dann Bilder vom rächenden Gott, an den ich z.B. nicht glaube. Jemand, der so großartiges, in sich positives, schafft, der ist kein rächendes Wesen.

    Da war es notwendig, dass Jesus kam. Durch Jesus wurde Gott menschlich greifbar.Man konnte und kann ihm folgen, nicht nur in der Lehre, sondern auch auf seinem Weg. Er hat dann auch genau das getan, was notwendig war, nämlich Fehlentwicklungen korrigiert und die Interpretationen gestoppt, die Pharisäer verjagt und den wahren und vor allem konsequenten Glauben gepredigt. Dieser ist nämlich - nüchtern betrachtet - sogar sehr logisch und sehr konsequent.

    Was ich damit sagen will, ist, dass man sich nicht am Alten Testament festhalten sollte, um dem christlichen Glauben nicht folgen zu können.
    Der christliche Glaube beruht auf Freiwilligkeit. Es passiert nichts, wenn wir nicht glauben, es fehlt dadurch kein Brötchen auf dem Teller. Zweifel sind ebenso erlaubt, wie die Umkehr immer möglich ist.

    Das war mein Wort zum Sonntag ;)

    herzlichst

    das Lesezeichen

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Sehr schön!

    Besonders gefällt mir: “Jemand, der so großartiges, in sich positives, schafft, der ist kein rächendes Wesen.”

    Das dachte ich mir auch immer, dass es nur so sein könne.

    Ich habe es aber wohl noch nie so kurz und treffend in Worte gefasst.

  6. Karl-Josef Malo sagt:

    Liebes Lesezeichen,

    mit Deiner Pingeligkeit kann ich mich sehr gut anfreunden.

    “Nachfolger im Sinne von gehorchen?”

    Freiwillig zu gehorchen ist gut und deutet darauf hin, daß jemand das voll akzeptieren kann, was ihm aufgetragen wird. Eine Sache mit Zwang zu verbinden, so daß der Betroffene, falls er dann aber doch nicht dem Wunsch eines anderen nachkommt, schon damit rechnen muß, bei Nichtbefolgen bestraft zu werden, macht die Freiwilligkeit, das Gehorchen als in Ordnung befinden und letztendlich auch die Liebe zum “Auftraggeber” zunichte.

    “Nachfolger im Sinne von Nachfahre, Erbe, Staffelläufer?”

    Staffelläufer - das hieße und so machen es leider viele Gläubige, sich als Elitekämpfer um die Liebe Gottes zu bemühen und dann auf andere herabzusehen, weil sie sich auch schon mal menschlich verhalten. Die 10 Gebote sind zum Zusammenleben von Menschen, das Beste was es gibt. Aber sie immer perfekt einzuhalten, ist so gut wie unmöglich. Um es den Menschen noch einfacher zu machen, sagte Jesus, wir sollen den ehren, der das hier alles geschaffen hat, dadurch, daß wir niemandem, also keiner lebendigen Seele etwas antun, von dem wir nicht wollen, daß es uns selbst angetan wird. Einfacher geht eine goldene Regel nun wirklich nicht.
    Wir sind alle Nachfahren von anderen Menschen und wahrscheinlich sogar von dem ersten Menschen, doch “erben” ist nicht das richtige Wort, denn uns gehört im Grunde gar nichts von den materiellen Dingen auf dieser Welt hier.

    Matthäus 21,31Welcher von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zöllner und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr!

    Niemand ist ohne Sünde - geht gar nicht anders. Meine Meinung ist, es kommt auf das Wörtchen “eher” oben im Vers an.

    “Nachfolger im Sinne von folgen, von “auf dem Weg folgen”, hinterhergehen?”

    Kommt am ehesten hin, denke ich.

    Jakobus 4:14 Und doch wißt ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist es, der eine kleine Zeit sichtbar ist und darnach verschwindet.

    Ein Mensch kann den ganzen Keller voll Gold liegen haben, was er dadurch erhalten hat, weil er anderen das Leben schwer gemacht hat. UND? Kann er etwas davon mitnehmen, wenn sein Leben hier auf dieser Welt zu Ende geht, was ja auch sehr plötzlich der Fall sein kann?

    Die Lehre von Jesus ist anscheinend ZU EINFACH, als daß sie von wirklich JEDEM Menschen begriffen werden könnte. ;)

    Auch herzlichst,

    Josef

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    In gewisser Weise wäre es ja auch theo-logisch, wenn man einen gerade dahin schickte, wo des Rachegedankens am gnadenlosesten gefrönt wird.

    Oder, dass sich eben genau dort einer zeigen muss, der diesen Unfug in aller Tiefe erkennt.

    Das wäre dann psycho-logisch.

    Dass man auf der Gestalt des Jesus Christus grausige Institutionen aufgebaut hat, vermag ihn selbst nicht zu entwerten.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Nazarener den Alten Bund mit dem Rachegott gar nicht erneuern wollte.

    Sondern eine andere, dauerhaft tragfähige transzendente Verbindung schaffen.

    Jedenfalls ist nicht offenbar, dass er einen derartigen Bockmist herausschwatzte wie Mohammed.

    Diesem Jesus kann man fast nicht böse sein.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Ja, ich habe auch einige Laster.

    Und, wie Du richtig sagst, das vollkommen saubere Leben gibt es nicht.

    Man begehrt eben doch manchmal Nachbars Esel, oder gar dessen Weib (das einen vielleicht auch dahingehend selbst verlockt hat).

    Die Frage besteht darin, ob die Gier uns beherrscht, oder ob wir stetig versuchen, sie nicht die Oberhand über unser Selbst gewinnen zu lassen.

    Wahre Lust hat mit Gier so viel gemein wie Nietzsche mit einem halbverhungerten Laufkäfer.

    Wir müssen stets die richtige Verbindung aus Strenge und Milde gegen uns selbst wie gegen andere suchen.

    Dann gehen wir richtig.

    Zu uns selbst wie mit anderen.

  9. Lesezeichen sagt:

    Im Volksmund heißt es so schön:

    Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür.

    Nichts anderes sagt auch Jesus. Gott weiß genau, welche “menschlichen” Schwächen wir haben (auch hier wieder der Hinweis auf den Materialfehler :D ). Aber wenn jeder erst einmal bei sich selber anfängt, ist schon viel gewonnen.

    “Die Lehre von Jesus ist anscheinend ZU EINFACH, als daß sie von wirklich JEDEM Menschen begriffen werden könnte.”

    So ist es.

    Das Problem, das wir mit uns herumschleppen, sind die menschlichen Interpretationen und auch Verfehlungen aus der Vergangenheit, die sehr oft den einzelnen daran hindern, sich mit Jesus und dem Glauben auseinander zu setzen. Man muss es ja auch nicht, denn es passiert einem ja nichts.

    Geht es noch freier? Ich glaube kaum.

  10. Lesezeichen sagt:

    @Magnus

    “Diesem Jesus kann man fast nicht böse sein.”

    Dem stimme ich sehr gern zu. Ich möchte sogar das “fast” ersatzlos streichen, denn Jesus selbst hat nichts verbrochen. Er wollte vielmehr mit Dingen brechen, die uns Menschen vom Glauben und damit von Gott wegführen.

    Wenn sich jeder einfach nur an die - wenigen - Gebote Gottes halten würde, hätten wir alle es sehr gut auf dieser Erde.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich meine, dass es vor germanisch-runischem Hintergrunde allemal genauso frei geht. (Ich will hier keine Konkurrenz setzen.)

    Allerdings daher kein Wunder, dass das Christentum so stark von germanischen Symbolen geprägt wurde, dass man Jesus geradezu als Wodans Jünger ansehen könnte.

    Vom Nikolaus und dem Weihnachtsbaum und der Wintersonnwende als Wiedergeburt des Lichts bis hin zu Hase und Eiern an Ostern (etc. pp): germanisch-heidnische Symbole.

    So gesehen ist es mir egal, wer Jesus war.

    Mag er auch aus Abrahams Schoß gekrochen sein: er landet als verkappter Hugin.

  12. Lesezeichen sagt:

    Möglich,

    aber ich hab*s persönlich nicht so gern mit der germanischen Vielgötterei. Das mag ja alles interessant sein, aber schon allein die vielen, verschiedenen Zuständigkeiten empfinde ich als extrem störend und anstrengend. Da gefällt mir ein Ansprechpartner für alles doch viel besser ;)

    Sehr schön hat das übrigens Jürgen Becker erklärt in “Ja, was glauben Sie denn?” Köstlich. Ich könnte mich jedesmal wieder darüber belachen.

    http://www.youtube.com/watch?v=DbF3jyeBFUQ

    Dass es lokale Vermischungen mit Sitten und Gebräuchen gibt, ist völlig logisch und unvermeidlich. Ich sehe da auch nichts schlimmes daran. Wir persönlich vermischen das auch jedes Jahr, weil eines unserer Kinder 2 Tage vor Weihnachten Geburtstag hat. Da wir das aber immer peinlichst genau getrennt haben, wurde zwei Tage vor Weihnachten Geburtstag gefeiert. Die Luftballons und Luftschlangen blieben über Weihnachten aber hängen. Weihnachten ist ja auch eine Geburtstagsfeier und so sind wir stillschweigend davon ausgegangen, dass Jesus nichts gegen ein paar Luftballons einzuwenden hat.

    Willkommen auf der Erde :D

  13. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Vom Nikolaus und dem Weihnachtsbaum und der Wintersonnwende als Wiedergeburt des Lichts bis hin zu Hase und Eiern an Ostern (etc. pp): germanisch-heidnische Symbole.”

    Soweit richtig Magnus, aber was hat das alles mit Jesus zu tun? Es wurde von der Kirche nur alles mehr oder weniger gekonnt vermischt, um über alle zusammen, den Nachfolgern von Jesus UND den Heiden, Macht ausüben zu können. Und es funktioniert bis heute, ziemlich jedenfalls.

    “Mag er auch aus Abrahams Schoß gekrochen sein: er landet als verkappter Hugin.”

    Was soll das sein, ein “verkappter Hugin”?

    In einem alten Lexikon von 1974 fand ich diese Bemerkung zu Jesus: “Das urchristliche Kerygma auf den Lehren Jesu und den Erlebnissen der Apostel bei der Erscheinung des auferstandenen Jesus beruhend, bekannte und verehrte Jesus als Jesus Christus, den Kyrios 2 und Sohn Gottes, begriff sein Leben als Mitte der Heilsgeschichte und endgültige Offenbarung des alttestmentarischen Gottes….”

    “Ich meine, dass es vor germanisch-runischem Hintergrunde allemal genauso frei geht. ”

    Worum es letztendlich und hauptsächlich geht, die die Sache mit der Auferstehung von Jesus. Gibt es in der germanisch-runischen Geschichte auch so einen Mann, der von den Toten wieder auferstanden ist?

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    In der germanisch-runischen Geschichte, soweit nicht von Christen über viele Jahrhunderte hinweg mit buchstäblich allen Mitteln ausgemordet, gibt es Odins Hängeopfer.

    “Mir selber mich selbst”.

    (Havamal, Edda)

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef & Lesezeichen

    Es mag auch sein, dass Jesus vor Abram, Moses, David (das war der sechssternheilige Hebräer, der seinen Offizier meuchlings in den Tod schickte, um dessen geile Alte abzugreifen und mit ihr Salomo zu zeugen) sowie seinen Anhängern doch nicht mehr zu retten ist.

    Der hagere Kerl, der da in europäischen Kirchen, die auf Thingplätzen errichtet, mit blonden langen Haaren und blauen Augen blutend über den Altären hangt, schafft es vielleicht doch nicht gegen das Alte Testament, Päpste, Freimaurer, und was sich sonst noch vor und um ihn an Grausem und Gesindel versammelt hat.

    Es wäre vielleicht auch ein bisschen viel verlangt.

    Betrachtet man mal nüchtern, wie Christen heute quer durch die Beete ihren moslemischen und jüdischen Konkurrenzgläubigen begegnen, so komme ich nicht umhin, lieber Josef und liebes Lesezeichen, dass ich da eine Verschwommenheit, eine oft völlig unterwürfige Wachsweichheit sehe, gegenüber zwei Religionen, die nun wirklich das weniger erquickliche Südosterbe verkörpern.

    Grobschlächtig, archaisch, frech kommen sie daher, und der Christ windet sich, eiert und jammert.

    Und traut sich eher noch wider den nichtabrahamitischen Heiden, Agnostiker, oder Sonstnochwas, der ihm nichts Übles will und nichts neidet, denn sich seine politisch-abrahamitisch-korrekte Nase bei den anderen Abrahamiten blutig zu rennen.

    So gesehen, tut mir leid, auch das sagen zu müssen, ist der typische Christ heute vor allem eins: feige.

    Man darf dem Religionsstifter allerdings abnehmen, dass er die Untugend der Feigheit nicht gepredigt hat; und doch ist sie heute Kennmal eines Großteils der Christen.

    Vielleicht ist Jesus wirklich nicht zu retten.

    Es liegt an seinen Gefolgsleuten, hier eine Wende zu erzielen.

  16. Lesezeichen sagt:

    Hehe ;)

    angenommen, es wäre so, so würde mich doch interessieren, wie denn eine erfolgreiche, christliche Strategie auszusehen hätte? Eine Strategie, die nicht in den Geruch kommt, ständig andere missionieren zu wollen - eben das, was man den Christen immer so gerne vorwirft.

    Kritik üben ist das eine. Alternativen aufzeigen das andere.

    Ansonsten habe ich da so meine eigene Theorie.

    Ich denke, dass es die Vermischung von Kirche und Staat in Deutschland ist, die die Christen ins Stolpern bringt. In den letzten Tagen habe ich eine Statistik gelesen, nach der - so sie denn stimmt - ca. 40 Prozent der Deutschen mittlerweile Atheisten sind. Hinzu kommen die unterschiedlichen, nicht-christlichen Glaubensrichtungen, was dann letztlich bedeutet, dass der christlich orientierte Teil der Bevölkerung in der Minderheit ist.

    Dann kommt noch dazu, dass viele Angehörige des christlich orientierten Bevölkerungsteils religiös nicht aktiv sind. Sie sind zwar Mitglieder und zahlen ihre Kirchensteuer, aber damit hat es sich dann auch.

    Ich denke, dass es genau diese Konstellationen sind, die dafür sorgen, dass die aktiven Christen zurückgedrängt werden, Kruzifixe in den Schulen abgehängt werden und die Religion durch die sogenannte Ethik ersetzt werden, während gleichzeitig für Muslime Gebetsräume geschaffen werden müssen. Toleranz verquer.

    Ist Jesus zu retten?

    Die Frage stellt sich nicht, denn Jesus muss nicht gerettet werden. Die Frage ist, ob die Menschen gerettet werden bzw. gerettet werden wollen. Da Menschen nun mal freie Wesen mit einem denkenden Kopf sind, wird es jedem selber überlassen bleiben, ob er sich mit Gott, Jesus und dem Glauben wahrhaftig auseinandersetzt, oder es als unnötig erachtet. Jedem obliegt es selbst. Es gibt da keine Vorschrift und leider schieben viele die Probleme einfach auf “die Kirche”, ohne zu sehen, dass es eigentlich um sie selber geht. Glaube und Kirche können nämlich im Extremfall gar nichts miteinander zu tun haben, je nachdem.

    Also….

    Wie sieht es nun aus mit Strategievorschlägen? Ich bin gespannt.

    herzlichst

    das Lesezeichen

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    “Jesus retten” war natürlich ein kleiner metonymischer Scherz meinerseits: es ging selbstverständlich darum, wie die Christen sich in ihrem Glauben retten könnten.

    Ich will jetzt mal weniger auf die meist schädlichen Kirchen eingehen, auch nicht auf die bedenklichen staatlichen Verwicklungen, sondern mich auf grundsätzliche Strategievorschläge konzentrieren.

    1. Das Alte Testament muss endlich als das benannt und gehandelt werden, was es ist: weit überwiegend ein Haufen perverser, genozidaler, schwarzmagischer Geschichten.

    2. Folglich kann es keine “judaeo-christliche” Kultur geben.

    3. Dem Muselmanismus muss in aller Klarheit widersprochen werden. (Obwohl ich kein Christ bin, finde ich es verrückt, die beiden Religionen auf eine vergleichbare Stufe geistiger Entwicklung zu stellen. Der Islam mag, nach dem Gemetzel, mit dem er begann, vielleicht etwas mehr Ordnung und Rechtssicherheit in eine archaische Kameltreibergesellschaft gebracht haben, sieht aber für Frauen, Christen und Juden Mindermenschenrechte vor und für Leute wie mich prinzipiell gar keine. Damit verwirkt er jede Berechtigung, als ein anständiger Glaube akzeptiert zu werden verlangen zu können.)

    4. Es kam in einem anderen Strang auf, passt aber auch hierher: Das Abendmahl ist abzuschaffen. Symbolischer Kannibalismus kann einfach kein gutes Glaubenssymbol sein. Egal, wie sehr dieses Ritual metaphorisiert interpretiert wird, wie viel Scholastik man zu seiner Rechtfertigung aufbieten mag: Es bildet eine schwarzmagische Symbolik auf und sendet die entsprechende Botschaft schon in Kinderherzen.

    5. Der Papst muss weg. Diese Strategie ist selbsterklärend.

    6. Christen müssen sich für eine gerechte Geldordnung einsetzen. Soweit ich weiß, hat Jesus das laut Überlieferung sehr deutlich gemacht, als er der Wucherer Wechseltische im Tempel umstürzte.

    7. Das Irreführungs-, Aushorch- und Demütigungsritual der Beichte gehört abgeschafft. Wer beichten will, tut das vor seiner Frau oder vor einem Freund oder direkt vor Gott.

    8. Geistheilschulen werden gegründet (die christlichen Wissenschaftler beschäftigen Geistheiler, mit mehr oder weniger Erfolg), deren Schüler durch reale Leistungen zeigen, was gute (christliche) Sammlung, Bündelung und Ausrichtung geistiger Kraft bewirken kann.

    9. Neue Formen des Gebets werden statthaft. Also z. B. stehend mit schräg nach oben gereckten Armen, direkt in den Himmel. Besondere Daten des lunisolaren Kalenders werden nicht mehr nur verschämt-versteckt genutzt (Ostern), sondern offen gefördert. Ein christliches Sommersonnwendfest wäre eine konsequente Folge. Mindestens ähnlich gut feiern wie die Heiden, oder noch besser gleich mit ihnen.

    10. Nicht nur Jesus oder der Papst dürfen karikiert werden, Odin, Zeus, Buddha und der Dalai Lama, sondern auch Mohammed, Allah, Jahwe, David und sonstwer. Das ist Meinungs- und hiemit Glaubensfreiheit.

    11. Onanie als Sünde gehört abgeschafft. Nach der gültigen Regel sind dadurch 98% der Jugendlichen derer sündig und 2% doppelt sündig, nämlich obendrein der Lüge.

    12. Der Zölibat wird abgeschafft. Klerikale Kinderschänder werden wie jeder andere Kinderschänder weltlich hart bestraft. Ihre Förderer bzw. andere, die sie decken, ebenso.

    13. Rückkehr zur Lutherbibel / King James Bible. Genaue Studien bezüglich richtiger/falscher Übersetzungen. Kein Dulden weiterer Umhunzungen, Verharmlosungen usw.

    14. Aufhebung jeder erblichen Sünde / Schuld.

    15. Förderung der Wissenschaften und der Freien Rede als christlichen Wegen zu Gott.

    16. Klare Abgrenzung zur Freimaurerei.

    17. Akzeptanz von Astrologie, I Ging, Runen, Reinkarnationstheorie usw. im Sinne von 15.

    18. Eindeutige Nichtakzeptanz der Knabenbeschneidung (die zwar nicht hierzulande, aber in den USA auch bei Christen sehr häufig).

    19. Akzeptanz der Prostitution. Gesellschaftliche Besserstellung und Schutz von Huren.

    20. Konsequenter Schutz von Kinderseelen vor Indoktrination und Übergriffen durch Fanatiker in den eigenen Reihen, durch den Staat oder Privatfirmen.

    Das fiel mir gerade spontan ein; man sieht, dass die Liste nicht systematisch geordnet ist.

    Sicherlich auch noch nicht vollständig.

    Herzlichst

    M.W.G.

  18. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen und @ Magnus

    Lesezeichen: “Glaube und Kirche können nämlich im Extremfall gar nichts miteinander zu tun haben, je nachdem.”

    Ich weiß nicht wie Du es für Dich siehst Lesezeichen, aber meinen Glauben kann ich mit der Kirche nicht in Einklang bringen. So gehöre ich denn auch keiner Kirche und noch nicht einmal einer der Freikirchen an. Meine Großmutter wollte mal an einem Mittwoch in die Kirche beten gehen. Da sagte ihr der Pastor, sie solle doch am Sonntag wiederkommen. Meine Großmutter ist nie wieder in eine Kirche gegangen. Wenn ich mit Gott ganz bewußt in Verbindung treten will, dann kann ich das tun, wann und wo immer ich will, in jeder Situation und in jeder Lage. Denn die ganze Schöpfung und alles was darinnen ist, kommt von Gott. Gott hätte uns nicht so geschaffen wie wir sind, wenn Ihm das nicht gefallen hätte.
    Als Jesus die 5000 Menschen mit Essen aus dem Nichts (bzw. aus der Schöpfung) versorgt hat, soll uns damit verdeutlicht werden, daß alles im Grunde eins ist und uns Gott so auch mit allem versorgen kann und es auch tut, wenn wir nur Vertrauen zu Ihm haben, indem wir an Ihn glauben. Es gibt keinen Verlust, selbst dann nicht, wenn jemand sein materielles Leben verliert. Denn Gott hat ein Sicherheitsnetz aufgespannt und niemand fällt durch, seit der Erlöser Jesus in diese Welt hier gekommen ist. Und wie ich bisher erfahren und gehört habe, hat noch jeder Gott auf irgend eine Art anerkannt, selbst dann, wenn er gesagt hat, Ihn gäbe es nicht. Denn indem er Gott negiert, muß er Ihn zuvor ja auch als tatsächlich vorhanden anerkannt haben. Selbst so jemand wie Nietzsche, der den Satz prägte “Gott ist tot”, gibt damit zu, daß es auch für Ihn einen Gott gibt, selbst wenn er persönlich Ihn für tot hält.
    Die Gottestöter haben es bisher noch nicht einmal geschafft, den Sohn Gottes aus den Köpfen der Menschen wieder entfernt zu bekommen. Und es werden sehr deftige Versuche dazu unternommen, wie man an der “Osterschrift 2011″ von “Der Kristall” (bitte selbst danach googeln) sehen kann.

    “Ist Jesus zu retten?
    Lesezeichen: Die Frage stellt sich nicht, denn Jesus muss nicht gerettet werden.”

    100 % Zustimmung von mir Lesezeichen!

    Magnus: “So gesehen, tut mir leid, auch das sagen zu müssen, ist der typische Christ heute vor allem eins: feige.

    Da möchte ich Dir auch gar nicht widersprechen Magnus. Ich habe gemerkt, daß man als Nachfolger von Jesus Ungläubige wie auch viele “Christen” gegen sich hat. Da ich aber schon immer ein untypischer Freigeist gewesen bin, ist mir das egal.

    Matthäus 18,20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

  19. Lesezeichen sagt:

    Genau da haben wir den Salat, den ich vorher ansprach. ;)

    Du hast weniger Probleme mit dem Christentum, als mit der römisch-katholischen Kirche - und die hatte ich auch. Deswegen bin ich übrigens ausgetreten und trotzdem überzeugte Christin.

    In der Liste fehlt übrigens der Exorzismus, der für mich letztlich der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte. Allein unter Johannes Paul II hat die rk ungefähr 30.000 Exorzismen durchgeführt.

    Ich muss die Quelle noch einmal heraussuchen, aber es gibt - soweit ich weiß - 27 katholische, von Rom unabhängige, Kirchen. Das nur mal so als Zwischenruf.

    Die altkatholische Kirche hat z.B. den Papst nicht. Sie kennt auch kein Zölibat - bzw. es ist freiwillig. Wer so leben möchte, darf es natürlich. Der Pfarrer der deutschen Gemeinde, wo wir uns zugehörig fühlten, hat 5 Kinder. Das altkatholische Abendmahl kennt auch keinen Kannibalismus. Es ist eine Feier unter der Präsenz Jesu Christi. Kein Mensch wird verspeist.

    Dass Kinderschänder nach Gesetz bestraft gehören, steht für mich außer Frage und dass Beschneidungen nicht nur den Menschen, sondern auch seine Würde verletzen ebenso.

    Ich war seit der Grundschule nicht mehr offiziell beichten. Meine Beichte geschieht im tiefen Gebet zu Gott im Sinne von Reflexion “Was war gut, was war schlecht?” Ich bete, wo ich will und wann ich will. Das kann sogar im Bus oder in der S-Bahn sein. Niemand merkt etwas davon, ich knie nicht, habe keine Hände gefaltet und bin trotzdem ganz bei der Sache :)

    Nicht zuletzt wegen der Beichte bin ich übrigens Katechetin geworden. Ich weiß um dieses unglückliche Thema und wollte größtmöglichen Einfluss auf das nehmen, was unseren Kindern erzählt wird. Ich kann mich noch sehr gut an meinen eigenen Kommunionunterricht erinnern, als ich mich über viele Stunden mit unserem Pfarrer gestritten über Schuld uns Sühne gestritten habe.

    Deswegen halte ich trotzdem Kirche und Gemeinde für unverzichtbar. Denn nur indem ich mich dort einbringe, kann ich etwas verändern. Außerdem gibt eine solche Gemeinschaft auch Halt und Geborgenheit, es ist ein gutes Sozialgefüge.

    Wobei ich zugeben muss, dass mir das in Kanada deutlich leichter gefallen ist, als in Deutschland. Dort sind die Strukturen anders. Man wird freiwilliges Mitglied einer Gemeinde und zahlt dort - anonym - seinen Beitrag. Von diesen Einnahmen wird alles bestritten. Die Pfarrer haben dort auch noch weltliche Berufe, was dem Glauben wirklich nicht schadet.

    Im Gegensatz dazu steht Deutschland und dort insbesondere die rk-Kirche (über die Protestanten kann ich leider nicht viel sagen). Die verkrusteten Strukturen - und auch die Pharisäer dort, die es tatsächlich heute auch noch gibt - erschweren vieles bzw. machen es sogar teilweise unmöglich. Konnte ich in der einen Gemeinde mich noch quasi ungebremst als Katechetin einbringen und auch Kinderwortgottesdienste halten, offen mitgestalten, so war das in einer anderen Gemeinde gar nicht möglich. Der dortige Pfarrer, ein alter Mililtärpfarrer, hielt alles unterjocht, was zwei Beine hatte. Unter uns: ein furchtbarer Mensch.

    Ich habe kein Problem mit den Naturwissenschaften. Eher das Gegenteil ist der Fall. Mit Hilfe der Naturwissenschaften lässt sich vieles aus dem Glauben sogar noch besser erklären - siehe mein Hinweis auf die Dimensionen und die Evolution.

    Wenn ich die Liste lese, so stelle ich fest, dass es sich ausschließlich um menschengemachte Dinge handelt, die aber für den Glauben an Gott völlig irrelevant sind.

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Durch den Glauben an Gott und seine Gesetze werden die Dinge klar und man sieht die Menschen so wie sie sind, als Menschen eben - mit all ihren Fehlern und Schwächen.

    “Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.”

    Der “Logos” ist aber gleichzeitig das Wort und aber auch der Vernunftgedanke und die logische Struktur der Welt als Gottes Schöpfung. Betrachtet man unseren Lebensraum, unseren Aufbau, die DNA bis hin zum kleinsten Atom, so kann man dem kaum widersprechen.

    Ergo: Nicht auf die Menschen hören, sondern auf Gott.

    :D

    herzlichst

    das Lesezeichen

  20. Lesezeichen sagt:

    Korrektur:

    als ich mich über viele Stunden mit unserem Pfarrer über Schuld und Sühne gestritten habe.

    Eine edit-Funktion wäre nicht schlecht ;)

  21. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    Mal ehrlich, magst Du wirklich ein Leben nach so einer Auflistung? Denn wo dann Übertretung, da auch wieder Bestrafung und wir hätten dasselbe Schema wieder in grün.

    Wie wäre es denn, die 10 Gebote wirklich als Grundregeln für alles zu machen, denn unsere von Menschen gemachten Gesetzesbücher quellen ja schon längst über vor Unweisheit, Intoleranz und Abtötung der Nächstenliebe.

    “9. Ein christliches Sommersonnwendfest wäre eine konsequente Folge.”

    Warum willst Du von Menschen die Sonne anbeten lassen, anstatt den lebendigen Gott?

    “13. Rückkehr zur Lutherbibel / King James Bible.”

    Es ist eigentlich unmöglich, die Worte Gottes so in eine andere Sprache zu übersetzen, daß nicht doch etwas davon verfälscht wird, was wirklich von Gott gemeint ist. Um ein tieferes Verständnis für die Schrift zu bekommen, muß man einfach “guten Kontakt” zu Gott haben. Ich benutze die Schlachter 2000, das Konkordantes NT, sowie Teile des AT als Konkordanz und hin und wieder schaue ich auch in die alte Lutherbibel. Ob ich guten Kontakt zu Gott habe? - Ich hoffe es!
    Und soll das bedeuten, Du Magnus, möchtest wieder die Bibel lesen? :)

    “19. Akzeptanz der Prostitution.”

    Hurerei widerspricht dem, was in den 10 Geboten steht. Eher sollte die Partnerschaft zwischen Mann und Frau und das Familienleben wieder ins Zentrum des gesellschaftlichen Geschehens rücken.

    “5. Der Papst muss weg. Diese Strategie ist selbsterklärend.”

    Meinst Du, er hätte nichts dagegen abzutreten? Und was ist erst mit jenen Leuten, die hinter dem Papst stehen? Damit hast Du Dir aber ganz schön etwas vorgenommen Magnus. In der Tat, feige darf man dann nicht sein. Aber da beginnen leider die Probleme schon, denn die Leute sind feige. Man hat sie zum feige sein erzogen.

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ja, wenn Christen vernünftig sind, komme ich normalerweise prima mit ihnen aus.

    Immerhin habe ich von Dir keinen grundsätzlichen Widerspruch geerntet, außer jenes berechtigten, dass der ganze von mir angesprochene Mist schwerlich von einem liebenden Gotte herrühren kann, sondern Menschenwerk ist.

    Dem ist nichts entegenzuhalten: Aber genau deshalb müssen Menschen sich darum kümmern, dass dieser Augiasstall ausgemistet wird.

    So wie ich Dich und Josef verstanden habe, meint auch Ihr nicht, dass Gott das für uns besorgen wird oder irgendwie sollte.

    Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, wie Ihr Euren Glauben hier jeweils erklärt.

    Glaubwürdig.

  23. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Ich konnte Lesezeichen auf ihre explizite Nachfrage hin ja schwerlich Strategien ansagen, die ich selber für negativ orientiert halte.

    Wenn ich sage “Abgrenzung” oder “Nichtakzeptanz” ist das nicht im Sinne von Verboten gemeint, sondern einer klaren Haltung.

    Meinst Du etwa, ich wollte z. B. Moslems verbieten?

    Ich muss mir aber nicht alles widerspruchslos bieten lassen; da war auch Euer geistiger Leitstern meines Wissens sehr deutlich.

  24. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Das mit der Edit-Funktion wäre schön, ist aber recht unpraktikabel.

    Eine solche Möglichkeit müsste ich entweder allgemein vergeben, was zu einem Tohuwabohu führte (jemand hat sich schon auf einen Alttext bezogen, der aber plötzlich nicht mehr so dasteht z.B.), oder sie irgendwie elitär vergeben, was ebenso problematisch wäre.

    Dann korrigiert man sich doch lieber transparenterweise in einem Nachtragskommentar; es ist ja keine Schande, mal einen Fehler zu machen.

  25. Lesezeichen sagt:

    Magnus,

    “..So wie ich Dich und Josef verstanden habe, meint auch Ihr nicht, dass Gott das für uns besorgen wird oder irgendwie sollte…”

    Nein, das wird er nicht tun. Warum sollte er auch? Freiheit ist nicht teilbar und mit Verantwortung unmittelbar verknüpft. Genau das macht es für uns ziemlich schwer. Es wäre so leicht, wenn man sich die einfachen Dinge herauspicken könnte und die Schwerstarbeit Gott wieder überlassen könnte. Das geht eben nicht.

    Das Problem ist, wie übrigens auch Karls posting zeigt, dass der menschengemachte Unsinn das Christentum zerfleddert und damit schwächt. Im gleichen Atemzug erstarken radikale Religionen, wie z.b. der Islam, weil man dort zusammenrückt. Dieses Zusammenrücken erfolgt zwar mehr oder weniger zwangsweise, aber das ändert am Ergebnis nichts.

    Hinzu kommt, dass diese radikalen Glaubensrichtungen unter dem Deckmäntelchen der Toleranz von kirchenfeindlichen Gruppierungen gefördert werden.

    Das Christentum als Gemeischaft der gewollt selbstständig denkenden Menschen muss sich wieder zusammen finden und diesen Trend sehe ich aktuell leider nicht. Jetzt kommt wieder mein schlauer Vater ins Spiel, der seit Jahrzehnten bekennt, dass er TROTZ der Kirche in der Kirche ist, weil die zunehmende Zersplitterung dafür sorgt, dass ein guter Glaube in die Bedeutungslosigkeit abrutscht. Er hat leider Recht mit seiner Einschätzung.

    @Karl

    ” “19. Akzeptanz der Prostitution.”

    Hurerei widerspricht dem, was in den 10 Geboten steht. Eher sollte die Partnerschaft zwischen Mann und Frau und das Familienleben wieder ins Zentrum des gesellschaftlichen Geschehens rücken.”"

    Völlig richtig. Ich setze da sogar noch einen drauf.

    Ich halte die Hurerei in erster Linie für menschenverachtend und zwar für beide Teile. Im weiteren halte ich sie für zerstörerisch, weil sie eine der elementarsten Dinge in unserem Leben angreift, die Bindungsfähigkeit.
    Ich bin nicht prüde und unsere Kinder haben wir auch weder durch Windbestäubung noch durch Knollen bekommen :D , aber ich bin mehr und mehr davon überzeugt, dass durch die - m.E. übertriebene - Sexualisierung der Gesellschaft eben nicht zu Entspannung und Erleichterung führt, sondern vielmehr das Gegenteil der Fall ist. Wir zerstören unsere Bindungsfähigkeit, denn Sexualität ist mehr als eine Pizza vom Büdchen. Wenn ich sehe, dass immer mehr Menschen darunter leiden, nicht den richtigen Partner zu finden, dann komme ich doch ziemlich ins Grübeln und sehe da deutliche Zusammenhänge.

  26. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen

    “Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.”

    Es gibt eine bessere Version dieses Verses:

    Johannes 1,1 Zu Anfang war das Wort, und das Wort war zu Gott hingewandt, und wie Gott war das Wort.
    (Konkordantes NT auf http://www.bibel-aktuell.org )

    4.Mose 14,10…Aber die Herrlichkeit des HERRN erschien bei der Stiftshütte allen Kindern Israel.

    Wie geht das, wenn Gott doch unsichtbar für uns Menschen ist? Denn Gott ist Geist!

    Josua 23,3ihr aber habt alles gesehen, was der HERR, euer Gott, getan hat an allen diesen Völkern vor euch her; denn der HERR, euer Gott, hat selbst für euch gestritten.

    Für das Wort “gestritten” steht woanders “gekämpft”. Ein Gott der Liebe streitet nicht und er kämpft auch nicht, und persönlich schon gar nicht. Ist der Gott des AT deshalb körperlich so nahe bei den Menschen gewesen, weil sich im AT hin und wieder jemand auf den “Gottesthron” geschwungen hat, wo er aber gar nicht hingehört?
    Einem naiven Volk kann man alles als “Gottheit” unter die Nase schieben und dafür lassen dann junge Männer sogar ihre Vorhäute.

    Irgendwie seltsam: Hosea wurde von Moses Josua genannt und dessen Vater Nun war (?) auch der Jephtah, und dieser Jephtah soll der Sohn einer Hure gewesen sein…..(Richter 11, 1 Nun war Jephtah, der Gileaditer - Schlachter Bibel 1951 auf http://www. bibel-aktuell.org ).
    Mit dem Wörtchen “Nun” scheinen die Übersetzer an dieser Stelle gewaltige Probleme gehabt zu haben, denn war es nun ein Männername (Nun) oder ein zeitliches Ereignis wie “jetzt”? Oder lese und verstehe ich einfach das was ich lese anders als andere? Oder wollte man da einfach etwas verklären, was nicht jeder wissen darf?

    Nun steht für:
    - in der ägyptischen Mythologie eine Gottheit, siehe Nun (Ägyptische Mythologie)
    - in der Bibel den Vater von Josua, Nachfolger von Mose, siehe Nun (Bibel)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nun
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nun_%28Hebr%C3%A4isch%29
    “Der Name des Buchstabens hat gleichzeitig die Bedeutung „Fisch“.”

    2.Mose 33,11 Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet; und wenn er wieder ins Lager zurückkehrte, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte.

    Warum wich er nicht aus der Hütte?

    In der Bibel stehen ganz schön spannende Geschichten. Und in jeder Übersetzung stehen die Worte und Sätze ein wenig anders, was alles noch komplizierter macht.
    So wie auch die Sache, als Gott zur Betrafung des Volkes Schlangen über das Volk in der Wüste ausschüttete und Moses von Ihm dann aber den Auftrag bekam, eine “eherne Schlange” (ein Götzenbild!) herzusstellen, durch deren bloßes Anblicken, der (oder die) von einer Giftschlange Gebissene, dann schnell wieder gesundete (4.Mose 21, 6-9). Warum hat Gott nicht einfach wieder die Giftschalngen aus der Wüste verschwinden lassen, anstatt ein Götzenbild von Moses herstellen zu lassen?

  27. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Es geht mir keineswegs um Förderung der Prostitution und des sexuellen Hedonismus.

    Ich selber habe mir bisher nie Sex gekauft.

    Es geht mir dabei darum, dass Prostitution nicht abzuschaffen ist, sondern sich vielleicht eines Tages weitgehend erledigt.

    Es geht um den Schutz der Frauen, um das ausbeuterische Milieu, das die Frauen herabsetzt und ihnen auch noch den Großteil ihres Verdienstes nimmt.

    Wenn Nächstenliebe kein hohles Wort sein soll, gilt es, hier zu helfen.

    Dies ist eine gesellschaftliche Aufgabe, an der sich nicht nur Christen beteiligen sollten, sondern alle.

    Sie hat nichts damit zu tun, Prostitution auszuweiten.

    Erfüllte Sexualität wird eher von mehr Menschen zu erreichen sein, wenn schon die Huren weniger unterdrückte Wesen sind.

    Davon bin ich fest überzeugt.

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    “Das Christentum als Gemeischaft der gewollt selbstständig denkenden Menschen muss sich wieder zusammen finden…”

    Das sind hehre Worte.

    Diese Deine Definition (ob die Christen schon einmal zusammengefunden hatten, lasse ich mal außen vor) nenne ich jetzt mal ganz salopp recht keck.

    Aber sie gefällt mir: ein also einfacher wie intelligenter, potentiell durchschlagender Ansatz.

    Jedenfalls hast Du das bislang beste Strategem geliefert, dem Christentum aus seiner Misere zu helfen.

    Mit diesem Hebel bewegte das Christentum die Erde dann eben doch.

  29. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen und @ Magnus

    ““..So wie ich Dich und Josef verstanden habe, meint auch Ihr nicht, dass Gott das für uns besorgen wird oder irgendwie sollte…”

    Nein, das wird er nicht tun. Warum sollte er auch?”

    Wie lest und versteht Ihr die folgenden Verse?

    Offenbarung 17,16-17 Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, diese werden die Hure hassen und sie einsam machen und nackt und ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen. Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben, seine Absicht auszuführen und ihr Reich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes erfüllt sein werden.

    Hat da wem Gott einen Auftrag erteilt?

    Und ist das mit Nächstenliebe möglich oder ‘liebet auch Eure Feinde’?

    Man kann ja auch jemand zu Tode lieben. Im letzten Sommer sind bei uns am See wieder Enteriche (Erpel) über ein einzelnes Weibchen hergefallen und dabei ist das arme Tier ertrunken.

  30. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus und @ Lesezeichen

    ““Das Christentum als Gemeinschaft der gewollt selbstständig denkenden Menschen muss sich wieder zusammen finden…”

    Das sind hehre Worte.”

    Und wie ich in letzter Zeit vermehrt feststellen durfte, eine sehr schwierige Angelegenheit. Denn allen mit denen ich mit Selberdenken kam, die drehten mir dann den Rücken zu.

  31. Lesezeichen sagt:

    Ein schwieriges Thema,

    ich glaube, dass man durch die Legalisierung der Prostitution keinen Fortschritt erreicht hat, sondern vielmehr auch die schäbige Behandlung der Prostituierten gleich mit erlaubt hat.

    Außerdem wurde der “Beruf” der Prostituierten durch die Legalisierung salonfähig, was m.E. ein Unding ist. Ich würde meine Tochter jederzeit unterstützen, wenn sie Krankenschwester oder Automechanikerin werden wollte, aber den Berufswunsch Hure würde ich mit allen meinen Möglichkeiten bekämpfen.

    Und am Anstieg der Ausübenden kann man auch nicht vorbeisehen. So hat die Stadt Dortmund den Sperrbezirk auf die ganze Stadt ausgedehnt, weil die Zahl der Straßenprostituierten rapide von ca 60 auf über 700 angestiegen ist.

    http://www.rp-online.de/landtagswahl/nachrichten/Bezirksregierung-schliesst-Dortmunder-Strassenstrich_aid_994634.html

    Wo ist die Verbesserung der Situation?

    Es gäbe durchaus Möglichkeiten, nur würden die wahrscheinlich als Rückkehr in die Prüderie gedeutet, was nicht der Fall ist. Ich denke aber, dass vieles durch eine übertriebene (!!!)Sexualisierung der Gesellschaft von Kindesbeinen an hervorgerufen wird. Wir machen uns unglaublich viele Gedanken über unser Essen, wieviele E-Nummern darin sind, was gesund ist und was nicht, bilden tausende von Ökotrophologen aus, die wir auf die Gesellschaft loslassen, demonstrieren gegen Gen-Food, gegen Massentierhaltung und Antibiotika etc. Aber gegen die seelische Vergiftung durch Bilder und Texte stehen wir nicht auf. Dabei wird genau dadurch die Sucht nach dem Kick gefördert, wo es dann eben nicht mehr nur um die schnelle Nummer am Straßenrand geht, sondern eben auch um übertriebene bzw. falsche Vorstellungen, extreme Phantasien etc. Kurzum um Dinge, wo der “normale” Sex eben nicht mehr ausreicht.

    Eine Legalisierung bringt m.E. keinerlei Verbesserung der Situation. Die Köpfe müssen wieder zurechtgesetzt werden.

  32. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Selberdenken ist heutzutage - ob für Christen oder Nichtchristen - mitunter gar ein Offizialdelikt, jedenfalls dann, wenn man die Früchte eigener Gedanken auch noch äußert.

    Dafür nur den Rücken zugedreht zu bekommen, ist noch die milde Ausprägung der Sache.

  33. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich sähe sicherlich keinen meiner Söhne lieber als Strichjungen, denn Du Deine Tochter als Hure, das ist klar.

    Und eine “Zurechtsetzung der Köpfe” ist selbstverständlich die erste Wahl.

    Aber realistischerweise - meines Erachtens - nicht die alleinige.

    Guter Sex macht auch einen Riesenspaß: Diese Botschaft muss auch ein entwickelteres Christentum im Repertoire haben.

    Sie kann allerdings sehr wohl eben eher nicht zur Hure führen.

    Das allgemeine Maladmachen von Treue und gar Heterosexualität an sich, wie allenthalben wahrzunehmen, ist in der Tat ein Greuel.

    Trotzdem bin ich dazu, wie auch bezüglich hier noch nicht erwähnter Rauschmittel, der lange überprüften Meinung, dass nur Legalisierung in Verbindung mit Aufklärung helfen wird.

    Wer Huren schlägt, wandert umso konsequenter in den Knast.

    Wer unsauberen Stoff verkauft, ist mindestens wegen grob fahrlässiger schwerer Körperverletzung dran. Wusste er’s, so ist es vorsätzliche, arglistige schwere Körperverletzung aus niederen Beweggründen. Im Extremfall ist es versuchter oder erfolgter Totschlag oder Mord.

    Da hört die Mafia schnell auf, zu lachen.

    Denn dadurch werden richtige und vernünftige Paragraphen gegen sie angewandt.

    Schon wer nur unnötig lungenruinöses Steinmehl unters Gras mischt, um das Verkaufgewicht zu erhöhen, womöglich sonst einen Gammel einbringt, ist knallhart dran.

    Da gibt es so wie sonst auch dann kein Grüß Gott.

    Während so etwas zurzeit locker durchgeht und man andererseits Millionen harmloser Kiffer kriminalisiert und jagt.

    Das ist für mich in diesem Zusammenhang gewollt selbständig gedacht.

  34. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Eine Legalisierung bringt m.E. keinerlei Verbesserung der Situation. Die Köpfe müssen wieder zurechtgesetzt werden.”

    Wie wäre es denn, einen einzigen großen Resetknopf für alles Schlechte auf der Welt zu drücken?

    Ich glaube nicht, daß die Menschheit in ihrer derzeitigen Situation der, tut mir echt Leid jetzt, gewollten Verblödung und Totalbeeinflussung “von oben”, überhaupt noch selbst dazu in der Lage ist, etwas grundsätzlich zu ändern. So läßt man denn alles laufen, bis zum großen Knall, der so wie es aussieht, wirklich unvermeidlich auf uns zuzukommen scheint. Erst aus einem großen Tohuwabohu heraus, könnte dann etwas volkommen Neues entstehen.

    1.Mose 1,2Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

    Vielleicht bleibt es diesmal auch finster für immer?

    Mein inneres Gefühl sagt mir schon länger, seit rund 4 Jahren jetzt schon, es kommt etwas Großes auf uns zu. Ob an der Sache mit 2012 doch etwas dran ist?
    Was für mich persönlich noch dazu kommt ist, daß mich mein inneres Gefühl bisher noch nie getäuscht hat.

    Was ganz sicher ist, es stimmt etwas gewaltig nicht auf unserem blauen Planeten hier.

  35. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Ja, es stimmt etwas ganz gewaltig nicht auf unserem Blauen Planeten.

    Und irgendeine Sause wird es 2012 auch geben, das ist bei dem Investitionsvolumen praktisch sicher.

    Aber erst wenn Du jetzt auch noch daran glaubst, dass nur ein Tohuwabohu Abhilfe schaffen könnte, dann haben die Investoren gut lachen.

  36. Lesezeichen sagt:

    Magnus, ich verstehe nicht, wieso man dem Christentum immer die Prüderie an sich unterstellt. Wenn ich so zurückdenke, dann fanden sich in den Gemeinden, in denen wir lebten, gerade unter den gläubigen Gemeindemitgliedern die Familien mit den meisten Kindern. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es dort unlustig zuging. ;)

    Nur gehört es eben dort in die Ehe.

    Jede Form von Gewalt gegen Menschen wird nach Anzeige bestraft. Insofern sind für mich die Huren eigentlich rechtlich voll abgedeckt.

    Vor ein paar Jahren habe ich mal in der Emma - ich bekenne, dass ich auch dieses Magazin von Zeit zu Zeit ganz gerne las ;) - einen Artikel über die legale Prositution gelesen, der mich sehr nachdenklich stimmte. Dort kamen Prosituierte zu Wort, die bestätigten, dass sich nach der Legalisierung die Kundschaft verändert hat, Perversionen und Gewalt zu- und nicht abgenommen haben. Sie schoben es auf die Legalisierung, weil dadurch bei den Kunden der Eindruck entstanden ist, dass sie nun machen können, was sie wollen, denn es ist ja erlaubt.

    Selbst wenn ich diesem Artikel nun eine gewisse Emma-Färbung unterstelle, so lässt er mich doch ziemlich nachdenklich zurück.

    Mein primärer Ansatz wäre auch nicht bei hiesigen Huren, denn da unterstelle ich mal, dass sie genau wissen, was sie da tun. Meine Sorge gilt den Mädchen, die aus anderen Kulturkreisen, z.B. Afrika, mit Versprechungen nach Europa geholt werden, um sie dann regelrecht einzuknasten. Sie werden mit Voodoo-Druck von Frauen aus ihrem eigenen Kulturkreis in Schach gehalten. Sollten sie versuchen auszubrechen, würde ihren Familien etwas ganz schlimmes zustoßen.

    Vor ein paar Jahren fuhren wir durch die Toscana auf der langen Landstraße nach Siena. Dort saßen diese Mädchen in jeder (!!!) Parkbucht, morgens abgestellt, abends abgeholt. Wenn sie Glück hatten, wurde ihnen noch ein Stuhl zur Verfügung gestellt. Diese Mädchen genießen auch durch eine Legalisierung keinerlei Schutz, weil die Gefahr nicht in Europa sondern im Heimatland droht.

    Zur Legalisierung von Drogen gibt es da wie dort stichhaltige Argumente. Was Erwachsene mit sich anstellen, kann mir da egal sein, aber wenn es Jugendliche betrifft, bin ich skeptisch.

  37. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Diese Botschaft muss auch ein entwickelteres Christentum im Repertoire haben.”

    Das hieße aber, die Lehre Jesu zu verfälschen. Hat Jesus so etwas in der Art wie Du meinst gepredigt oder uns vorgelebt? Ich wüßte nicht.

    1.Johannes 2:16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und das hoffärtige Leben, kommt nicht vom Vater her, sondern von der Welt,

    Uns soll damit gesagt werden, das wirkliche Leben beginnt für uns erst NACH dem irdischen Leben. Darauf sollen wir uns freuen und uns darauf vorbereiten. Das ist aber leider dann auch das, womit Ungläubige nichts anfangen können, weil sie zu sehr an ihrem derzeitigen Leben hier auf der Welt hängen. Und das es “danach” aber viel, viel besser weitergeht, dazu ist eben eine gehörige Portion Glauben nötig und damit tun sich sehr viele Menschen sehr schwer.

    Sogar Petrus verstand seinen Lehrer Jesus in dieser Beziehung (zuerst) nicht und Jesus sagte ihm ins Gesicht:

    Matthäus 16:23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Hebe dich weg von mir, Satan! Du bist mir zum Fallstrick; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!

    Ein echter Nachfolger Jesu zu sein, bedeutet weit mehr als zu sagen, ich bin ein “Christ”. Das sollte jedem klar sein, wenn er Jesus und seine Lehre wirklich verstehen will. Aber jene Menschen, die es verstanden haben, sind und werden immer die größte Gefahr für das derzeitige und evtl. zukünftige Establishment darstellen. Jesus hatte die Fähigkeit die Massen in Bewegung zu setzen. Würde so etwas heute wieder passieren, aber es passiert ja nicht, dann hätten wir bald das Reich Gottes auch auf Erden. Trotzdem, diese Hoffnung bleibt uns und dafür lohnt es sich, dem Jesus die Schuhe hinterher tragen zu dürfen.

  38. Lesezeichen sagt:

    Karl,

    “…1.Johannes 2:16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und das hoffärtige Leben, kommt nicht vom Vater her, sondern von der Welt,…”

    und hier irrt der gute Johannes, denn wir sind genau so konzipiert, dass es Spaß macht, sich zu vermehren. Nur gehört es eben in die Ehe, was übrigens sinnvoll ist, um insbesondere den Kindern ein sicheres Gefüge zu bieten, damit sie behütet aufwachsen können.

  39. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Aber erst wenn Du jetzt auch noch daran glaubst, dass nur ein Tohuwabohu Abhilfe schaffen könnte, dann haben die Investoren gut lachen.”

    Glaube ist dafür nicht notwendig, man sieht und hört doch was so vor sich geht. Es ist Wahl und die meisten gehen brav hin um ihr Kreuzchen zu machen, es ist Volkszählung und alle geben brav Antwort, 9/11 - alle wissen es ist Lüge, trotzdem läuft alles so weiter wie bisher, morgen könnte Krieg sein und dann werden auch alle wieder brav dabei mitmachen - so sind die Menschen. Oder willst Du mir sagen es ist anders, als ich sage?

    Eigentlich ist das große Tohuwabohu schon da. Es wird nur immer noch schlimmer. Praktisch lebt die Welt in Finsternis. Jetzt muß nur einer kommen, der sagt: Es werde Licht! Man kann nur hoffen, die Menschen fallen dann nicht auf den falschen Heilsbringer herein, der die freie Liebe predigt, die es nur für Geld über einen Chip in der Haut gibt.

  40. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Vieles sieht sehr böse aus und ist es auch.

    Aber wir sind alle noch da, und nur eine Minderheit der Menschen will die absolute Scheiße herbeiführen (mit Verlaub).

    Wir müssen selbst handeln.

    Vielleicht kommt dann sogar noch einer dazu.

  41. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Nur gehört es eben in die Ehe, was übrigens sinnvoll ist, um insbesondere den Kindern ein sicheres Gefüge zu bieten, damit sie behütet aufwachsen können.”

    Falls Du es noch nicht bemerkt hast, die Familie und Paarbeziehung befindet sich in unserer Gesellschaft in der Auflösung. Lesezeichen hat davon oben irgendwo schon gesprochen und wenn ich mir die Leute so ansehe, alleine die ich kenne, eine gesunde Familie? - Fehlanzeige! Oder es ist zumindest schon eine wahre Seltenheit.

    “und hier irrt der gute Johannes, denn wir sind genau so konzipiert, dass es Spaß macht, sich zu vermehren.”

    Johannes irrt nicht. Zum Vermehren ist nicht viel Spaß notwendig, alles andere ist Lust ausleben und ist genau das wovon Johannes spricht. Aber das was Du Spaß nennst, das werden sie den Menschen in der Zukunft auch noch zu versauen wissen. Das Endprodukt sollen willige Ameisenarbeiter sein und damit hat es sich dann.

  42. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Ich habe einstweilen keine Paarbeziehung mehr, aber glücklicherweise noch daherstammende Familie.

    Die ich weiland gerne mit viel Spaß mitschuf.

    Die Zerstörung der Familie - auch in Verbindung mit Sexuellem - ist das Zerstörungsprogramm an sich.

    Mindestens eines der Zerstörungsprogramme an sich.

    Da bin ich völlig Deiner und Lesezeichens Meinung.

  43. Lesezeichen sagt:

    Karl, wir wären alle nicht hier, wenn es nicht Lust bereiten würde, sich zu vermehren.

    Nichts gegen den Johannes, aber vielleicht hat er es mit der Askese etwas zu sehr übertrieben ;) .

    Selbst in der rk-Kirche ist man mittlerweile bereit, zuzugeben, dass Sexualität eben nicht nur zu Vermehrungszwecken existiert, sondern eben auch ein wichtiges Element in der Bindung zwischen Mann und Frau ist. Alles andere ergibt - auch im Hinblick auf unsere Lebenserwartung - keinerlei Sinn.

    Ich stimme zu, was die sexuelle Überreizung der Gesellschaft anbetrifft. Das ist schon teilweise Seelenvergiftung, was da betrieben wird und m.E. eine der Ursachen für massive Fehlentwicklungen. Da sähe ich auch wirklichen Handlungsbedarf.

  44. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Wir müssen selbst handeln.”

    Wir sind doch schon dabei!

    “Vielleicht kommt dann sogar noch einer dazu.”

    Du bist ein wahrer Optimist. Du, Lesezeichen und ich, wir gehen in den Schuhen des Zimmermanns. Du bist ein Runenfan, Lesezeichen hat keinen Namen und ich fahre kein Auto. Wie weit werden wir da wohl kommen?
    Der Weg ist ein Nadelöhr und ich kann aus uns Mücken keine Kamele machen.
    Was haben wir uns da nur für ein Kreuz aufgeladen?

    Der Papst ist Gondel gefahren und die Gondeliere haben sich darum gestritten, wer ihn kutschieren darf - das ist die derzeitige Situation in der Gesellschaft.
    Ist das Nächstenliebe?
    Als wirklich guter Christ, hätte der Papst die Gondeliere kutschieren müssen.
    Als Jesus Nachfolger, der er aber nicht ist, hätte der Papst nicht die Gondel genommen, sondern er wäre einfach übers Wasser gegangen.

  45. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    Ich war zwölf, da schon stand für mich fest, nie Kinder hier in diese kaputte Welt setzen zu wollen.

    Warum nicht? Mit zwölf hatte ich schon genug von diesem allen hier.

    Der weitere Text hier, ist der Selbstzensur zum Opfer gefallen.

  46. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Bei mir schien ab mit acht Jahren schon lange Zeit fast alles wie am Ende.

    Ich habe mir dann die Welt aber doch noch länger angeschaut und schließlich gerne Kinder in sie mithineingesetzt.

    Resignation ist Satans (den hole ich selten) Ambrosia.

  47. Lesezeichen sagt:

    Ich weiß nicht…

    ich find’s gar nicht so schlimm hier. :D

    Natürlich gibt es immer Dinge zu verbessern, aber wir leben nicht mehr im Mittelalter, die Pest und ähnliches haben wir hinter uns gelassen, wir müssen auch nicht mehr bei Schnee und Eis ins Herzhäuschen nach draußen.

    Ich denke, unsere Vorfahren hatten da mehr Grund zur Endzeitstimmung. Wenn ich bedenke, dass ich sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits von unehelichen Kindern (der Liebe) abstamme und beide Ur-Großmütter unabhängig von einander zur etwa gleichen Zeit, Anfang des 20. Jahrhunderts beschlossen, genau dieses Kind nun zu bekommen und großzuziehen, dann denke ich, dass ich etwas von dieser Kämpfernatur abbekommen habe ;).

    Es wird schon werden. Irgendwas geht immer und wenn eine Tür zugeschlagen wurde, geht woanders ein Fenster auf.

    :D

    das Lesezeichen

    *heute positiv :)

  48. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Genau.

    “Irgendwo gohd emmer widder a Dierle uff (Türchen auf), Magnus.”

    So redete meine Oma zu mir, als ich schon erwachsen war und wieder einmal in recht unerfreulicher Lage.

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