Sucht die CIA Schreibtischtäter als NOB?

Ich muss, da ich meinen Lesern noch treuer bin, als selbst der CIA, gestehen, dass mir zwei merkwürdige Verdächte gekommen sind.

Vielleicht habe ich mich instrumentalisieren lassen; wenn man mit Langley kooperiert, weiß man schließlich nie: Die Stellenausschreibung im Vorgängerartikel (‘Stellenangebot: CIA sucht neuen Bösewicht (“NOB”)’) könnte ein Halbfake gewesen sein, der selbst mich vorübergehend hinters Licht führte.

Ein Halbfake (das sind die besten) deshalb, weil zwar die Stelle vakant ist, aber in Wirklichkeit kein phantomiasischer Terroristenführer gesucht wird, diesmal, sondern ein veritabler Schreibtischtäter.

Einer, der die unsinnigsten Verschwörungstheorien so geschickt und über geheime Leaks verbreitet, dass er zum US-Enemy Number One taugt.

Nachdem Julian Assange zum einen eine öffentliche Figur, zum anderen schon zuwenig alert zu wissen, dass man nicht ungestraft schwedische Feministinnen durchpimpert, ist vielleicht endlich die Dichterchance des Jahrhunderts gekommen.

Wer also Lust am Fabulieren mitbringt, ein Faible für Verschwörungstheorien, weiß, dass Plausibilität kein wirkliches Kriterium darstellt, was sich tagtäglich in den Schafsmedien erweist, eine gehörige Portion Chuzpe und kreativen Geist einzusetzen weiß, der dürfte gefragt sein.

Der antiamerikanische, konspiratiologische, harte Texter wird zum Feind über alles.

ER ist es, der den heroischen Kampf von Navy Seals und den Alldatenabzug über Google & Cie erst rechtfertigen wird, die Enderlösung des Planeten von unabhängigem menschlichem Geiste.

Sputen Sie sich: Sie könnten zum größten NOB aller Zeiten avancieren.

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