Der Geldverkäufer

Der Weltuntergang traf mich völlig unvorbereitet, mitten in dunkler Nacht.

Gut, ich hatte gerade einen meiner etwas kafkaeskeren Träume, durch lange Flure und in Amtszimmer der seltsamsten Art, stets mit unnützem, ungeordnetem Gepäck beladen, gleichzeitig bierdurstig und mit Harndrang, aber es gab eigentlich sonst nichts Außergewöhnliches, das für traumatische Alarmstimmung hätte sorgen mögen.

So kam er gleich einem Ninja.

Unsichtbar, von allen anderen üblichen Gefahren abgelenkt, traf mich der Schuft, der sich durch seine häufige Ankündigung jeglicher Wahrnehmnung listig entzogen hatte.

Röhrend lachte er meiner Hohn.

Meiner Pflichten selbst gegenüber den gestrengsten Torwächtern nicht mehr achtend, fand ich schließlich – eine nicht abschätzbare zeitlang stupefakt – wieder zur Rede, meinem letzten habbaren Pfrieme: “DU kommst jetzt? HIERHER?”, stammeldonnerte ich.

“Wo sollte ich dich denn sonst abholen?”, entgegnete er lächelnd.

“Etwa bei deinem fahrenden Ritter? Auf dass du noch vermeintest, mit mir in Gleichnissen verhandeln zu können? Denkst du etwa, ich wüsste nicht, wie schlecht du Kafka kannst?”

Er ließ ein paar Felsen – die langen Flure und Korridore waren weg – um uns herum bersten, dass sie als Nichtmehrfindlinge hinfortdopsten.

Da kam mir die Erleuchtung.

Er redete immer noch mit mir.

“Kannst du das auch mit mir, bin ich ein Fels, den du mit leichter Hand zu sprengen hier? Oder bedarfst du etwa meiner Dienste, dass du dich um mich so lange bekümmerst? Schaffst es wohl nicht allein, waswas?”

Der Weltuntergang begann zu vibrieren, zittern und beben. Er sah gar nicht mehr gut aus.

Bevor ich ihm mein Bedauern ob meines rüden Umgangstons aussprechen konnte, meinte er noch mit saurer Miene, er habe jetzt erstmal anderweitige Geschäfte zu erledigen, bevor er sich mit Sicherheit vollends um mich kümmern werde.

Und verschwand.

Ich glaube – und diesen Luxus leiste ich mir nur seltenst – , dieser Typ ist im Grunde ein mieser kleiner Vertreter, erzählt allen alles, bläst sich auf, bis er platzt.

Schließlich hat er nicht einmal mich geschafft, und das in erbärmlichster Position meinerseits.

Wahrscheinlich wollte er mir nur Geld verkaufen.

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65 Antworten zu “Der Geldverkäufer”

  1. Karl-Josef Malo sagt:

    Wirklich schöner Artikel, oder kurz WSA. ;)

    Ich spielte mit mir selbst Assoziationskette zum Thema Weltuntergang und das kam dabei heraus:

    Asso was? Ich habe mir gestern eine Assoziation eingefangen, seitdem habe ich den Zwang, alles miteinander verbinden zu müssen was geht, sogar selbst dann, wenn es nicht geht.

    Wenn wir erst einmal den ersten Weltuntergang hinter uns gebracht haben, dann wird uns unser Planet beim nächsten Mal bestimmt noch viel, viel leichter aus den Händen gleiten.

    Vor dem Weltuntergang noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen, ist weise, aber ein Schild daran zu befestigen, worauf steht, nach dem Weltuntergang von dessen Frucht nicht essen zu dürfen, das ist fast göttlich.

    Wer keine Antenne für etwas hat, dem wird der Empfang immer schwerfallen.

    Rundweg positiv, Kreuzweg negativ; Einweg gut, Mehrweg besser.

    Gestern war ich älter als heute, morgen werde ich jünger sein als übermorgen.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Vielleicht können wir die Show ja gemeinsam auf Armageddon-TV moderieren und dabei selber ein hübsches Sümmchen verdienen.

    Wenn er wiederkommt, werde ich ihm meine Fähigkeiten mal für eine Unze Gold pro Minute anbieten.

  3. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    Mit Dir gemeinsam eine Show aufzuziehen, doch, daran hätte ich schon Interesse. Du fährst und ich lenke? Oder ist es Dir anders herum lieber? Und sag mal, was machen wir hier denn zur Zeit, wenn nicht schon eine Show für andere Leser?

    Die Sache mit dem Gold, solltest Du Dir aber besser abschminken, denn wozu braucht jemand, der die Elemente beherrscht und Wunder tun kann, etwas von dem, von dem Du meinst, daß er es für wichtig hält?

    Der Wiederkommende hat gesagt, daß er uns vor dem Zorn Gottes bewahren wird, jedenfalls jene, die an Ihn glauben. Was meinst Du, was der Zorn Gottes ist?

    Ich denke, Jesus würde zu Dir sagen, Du denkst noch zu weltlich und nicht göttlich. Kennst Du die Stelle denn nicht, wo Er das zu Petrus sagt?

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Das mit dem Gold war in der Tat nur eine Finte, damit wir den Auftrag kriegen.

    Du weißt: Was nix kost’ is’ nix wert.

    Ein von uns moderierter Weltuntergang hätte sicherlich super Einschaltquoten.

    Du lässt die Engel fluchen, und ich hole Thors Hammer dazu und den Fenriswolf.

    Das wird eine Mordsgaudi!

  5. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    Okay! Ist also abgemacht zwischen uns. Am 21.12.2012 werde ich (falls ich dann noch leben sollte) (hier) zur Stelle sein und dann legen wir beide los. Oder ab?

    “Du weißt: Was nix kost’ is’ nix wert.”

    Ich denke, da irrst Du jetzt aber sehr.

    Offenbarung 22,17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; wer will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

    Hast Du gelesen? UMSONST!

    Außer Du bist der Meinung, das was Jesus über das ewige Leben sagt, wäre Unsinn. Dann ist aber Nietzsche auch nicht in Walhalla, und mit wem wollen wir uns dann darüber unterhalten, ob Gott tot ist oder ob er es nicht ist?

    Machen wir gleich mal die Probe aufs Exempel für 2012.

    Zur Sache der fluchende Engel:

    Matthäus 12:34 Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

    Matthäus 23:25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reiniget; inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!

    Sprüche 17:4 Ein Boshafter horcht auf falsche Mäuler, ein Lügner leiht verderblichen Zungen sein Ohr.

    Jetzt kommt Dein Einsatz. Wo bleibt Dein Hammer? Oder hast Du etwa schon wieder Thors Hammer irgendwo verlegt?

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Thaddäus 24:1 Ein Unmäßiger steiß auf eine Schafsherde. Er wollte sie alle erschlagen, denn mind schienen sie ihm auf dieser Welt. Da erbarmte sich der Herr seiner und sprach: “Neidest du denn der Schafe Weide?”

    Und

    Deuteronomicus 6:28: Der Unmäßige zeugte Schafsban; dieser zeugte Lammpoi, Keulon und Kottlach; Lammpoi zeugte Karreon, Ragot und Gulosch; Keulon zeugte Shemhamrosmanorasch, Knobladonai und Weinakuk; Kottlach zeugte Tophschmoran, Soßuch und Konakabram.

  7. Karl-Josef Malo sagt:

    Lieber Magnus,

    Du schlägst nicht mit Thors Hammer zu, Du BIST Thors Hammer!

    In der Aufzählung Deiner Tatsachen, fehlt aber das Kotelett und die Gurke.

    Was ich jetzt wieder für mich herausgefunden habe, darüber berichtet ich hier besser nicht. Will Dir aber verraten, es traf mich auch wie ein Hammerschlag.

    Betreff unsere gemeinsame Armageddon-TV Show:
    Eigentlich könnte man sagen, der Weltuntergang geschieht praktisch täglich mindestens einmal. Wir brauchen also gar nicht bis 2012 zu warten.
    Aber wenn Weltuntergang zur Gewohnheit wird, dann kann man ihn auch gleich vergessen. Oder was meinst Du?

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Du bist ein rechter Spielverderber.

    Ich habe in der Tat schon lange keine Nacht mehr durchgezecht, um meinen täglichen Weltuntergang gesichert abzuwenden.

    Wie schnell doch die Nachlässigkeit Sünde gebiert.

  9. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    Besser ein Spielverderber, als der Weisheit Trugschluß.

    Wenn Du mal beichten möchtest, wegen Deiner Zecherei, ich kenne da jemand aus dem Netz der Kommunikation, der hält sich selbst für 100 Prozent unfehlbar. Der nimmt Dir bestimmt auch gerne alle Deine Weinflaschen ab.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Niemand hat es je geschafft, mir alle meine Weinflaschen abzunehmen.

    Und ich bin enttäuscht: Ich dachte, Du hättest mir einen, der mir alle Weinflaschen bringt.

    Du willst mich doch nicht etwa vom Abendmahl ausschließen?

  11. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    wie käme ich denn dazu, Dich vom Abendmahl ausschließen zu wollen. Du bekommst sogar einen extra Becher Wein. Oder auch zwei, oder drei, oder vier……

  12. Karl-Josef Malo sagt:

    Das muß ich jetzt aber noch hinterher schicken:

    Matthäus 11:19 Des Menschen Sohn ist gekommen, der ißt und trinkt; da sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sünder Freund! Und die Weisheit ist durch ihre Kinder gerechtfertigt worden.

  13. Lis Minou sagt:

    “…wie käme ich denn dazu, Dich vom Abendmahl ausschließen zu wollen. Du bekommst sogar einen extra Becher Wein.”

    Wein, ganz genau. Oder schmeckt das Zeug sehr nach Eisen? Müsste es doch, um zu erlösen. Und dann noch das Fleisch, wieder die Veganer Variante: Eine Oblate. 2000 Jahre letztlich tödliche Verarschung leichtgläubiger Menschen. Romantische Fiktion. Und sie tötet weiter….

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lis Minou

    Wenn Du wirklich etwas willst und kannst, dann werde konkret und erzähle mehr.

    Oh: Wenn Sie wirklich etwas wollen…Unachtsamkeit meinerseits, nächtlicherweis zu entschuldigen bitte.

  15. Lis Minou sagt:

    Wer da trinket mein Blut und isset mein Fleisch wird haben das ewige Leben, steht sinngemäss in der Bibel der Jesusanbeter. (Wobei Blut auch Blut meint, das wirkliche, dauerhafte Fleisch (der Inkarnation des “heiligen Geistes”) jedoch feinstofflich ist.]

    Laut Lehre von der Transsubstantion verwandelt sich beim “Abendmahl” Messwein in Blut und Oblaten in Fleisch eines Dekarnierten. Welches es gar nicht mehr gibt. Selbst wenn es die vorgebliche Wirkung zu des Nazareners Zeit gehabt hätte, weil er gewesen wäre, was behauptet wird.

    Aber egal. Nehmen wir das Absurde an: Dann verwandelte sich der Wein spätestens im Mund zu Blut, die Oblate wandelte sich in Energie.

    Anstatt sich um ihre seelische Höherentwicklung und Evolution zu wahrer Grösse zu kümmern, haben sich Christen auf die Authentizität dieses Rituals verlassen. Welches im besten Falle eine Art Gleichniszauber darstellt, durch den sie auf ihren Gott(essohn) treffen und Gelegenheit zum echten Abendmahl bekommen könnten, aber da war ja was, von wegen “zum Himmel aufgefahren”…

    Also für Sterbliche eine meistens fatale Botschaft, die Evangelien. Wein und Oblaten sind machtlos gegen den “Beinheinrich”.

    Gesiezt zu werden nervt mich echt. Also keine Ursache.

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lis Minou

    Ich finde das Abendmahl in seiner Symbolik auch ziemlich daneben.

    Aber wenigstens verschneiden die Christen nicht ganz konkret die Zipfel unschuldiger Knaben, so wie Juden und Moslems.

  17. Lesezeichen sagt:

    “..Wer da trinket mein Blut und isset mein Fleisch wird haben das ewige Leben, steht sinngemäss in der Bibel der Jesusanbeter…”

    Das stimmt nicht.

    Die Altkatholiken feiern die Eucharistie unter der Präsenz Christi. Die Verwandlung in Blut und Fleisch gibt es nicht bzw. wird abgelehnt.

    Gleiches gilt für die Anglikaner.

    Nur so….

  18. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lis Minou und @ Magnus

    Wenn ich mir das so durchlese was Ihr geschrieben habt, dann kommt in mir der Verdacht hoch, daß Ihr den Jesus und seine Lehre immer noch nicht verstanden habt.

    Lis Minou: “Laut Lehre von der Transsubstantion verwandelt sich beim “Abendmahl” Messwein in Blut und Oblaten in Fleisch”

    Wie Du schon selbst bemerken müßtest, steht da gar nichts von Lehre des Jesu, sondern und wenn Du danach eine Internetsuchmaschine befragt, dann kommt so etwas hier:

    “Transsubstantionslehre der Katholiken: – Brot und Wein sind materiell Brot und Wein. Substanz aber ist Leib und Blut Christi. …”

    Es ist also die Lehre der Katholiken.

    Magnus: “Ich finde das Abendmahl in seiner Symbolik auch ziemlich daneben.”

    Nachdem, was ich oben versucht habe zu verdeutlichen und was die Katholiken betrifft, da stimme ich Dir zu. Aber leider verkennst Du die wahre Symbolik, die von Jesus gemeint ist.

    Das was Lis Minou für sich verstanden hat, was das Abendmahl ausmachen soll, hat dazu geführt den Nachfolgern Jesus etwas Negatives anzulasten, nämlich sogar falls erforderlich die Durchsetzung seiner Lehre fälschlicherweise Blut und sogar Menschenleben kosten lassen zu dürfen – also das Gegenteil von dem, was Jesus mit Nächstenliebe betitelt.

    Lis Minou: “Anstatt sich um ihre seelische Höherentwicklung und Evolution zu wahrer Grösse zu kümmern, haben sich Christen auf die Authentizität dieses Rituals verlassen.”

    Wenn ich mit meiner Familie oder anderen zusammen esse und dabei einen Schluck Wein trinke, Freude am Essen habe und Liebe zwischen uns spüre, und dabei auch kein Tier für unser Mahl ins Gras beißen mußte, dann fühle ich Jesus zwischen uns und ich brauche KEIN extra Ritual daraus zu machen, denn alles ist Gott, er ist in uns und wir sind in Ihm. Und das dann auch vor und nach so einem “Abendmahl” weiterhin in die Tat und auch mit anderen der Lehre Jesu entsprechend umzusetzen zu versuchen, das nenne ich gelebte Nächstenliebe.

    Lis Minou: “aber da war ja was, von wegen “zum Himmel aufgefahren”…”

    Mich würde interessieren, wie Du Dir den Himmel vorstellst. Wohin meinst Du gehst Du, geht Dein Geist nach Deinem irdischen Ableben hier? Jesus hat uns klarmachen wollen, daß wir alle “ein Leib und ein Blut” sind, und daß wer seinem Nächsten etwas Böses antut, er/sie sich quasi damit selbst in sein eigenes Fleisch schneidet.

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Da haben die Altkatholiken und Anglikaner den Katholiken und Lutheranern deutlich etwas voraus.

    @ Josef

    Ja, “das Abendmahl” ist möglichst jeden Tag zu feiern, ob Christ oder nicht.

  20. Lis Minou sagt:

    @ Lesezeichen: Stimmt doch, denn es steht sinngemäss in der “Bibel”, egal, was Anglikaner und Altkatholiken von der Transubstantion halten, sie glauben, das Jesus diese Aussage machte, und einer Lüge werden sie ihn wohl kaum bezichtigen? Also meinen auch sie, sein Blut und Fleisch/Geist habe diese Kraft besessen. Oder dass alles diese Macht hätte, da alles Gottes Fleisch sei. Aber das Universum ist nur Emanation der Gottheit, was zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

    @ Karl Josef: Ein Abendessen im Familienkreis, wieviel positives Gefühl dabei auch in der Luft liegt, ist etwas anderes als DAS Abendmahl, was Teilnehmende zu Ebenbildern (Eidolons) des Erlösers transformieren soll.
    MEIN Geist? Kommt darauf an. Momentan würde mich das Ableben 99,999 %ig eiskalt erwischen und meine Geistseele zunichte werden. Dagegen hilft die vollständige Erleuchtung (aller Chakren) oder die Verwandlung in Christos. Gibt ja auch Inkarnierte von denen.
    Der “Himmel” ist eine höhere Dimension, zu der man aufsteigt, um ewige Glückseligkeit zu geniessen, was sich besonders auf die romantischen Freuden bezieht, wie natürlich auch die geistigen. Den Himmel kann man freilich zeitweise auch auf Erden erleben.

  21. Lesezeichen sagt:

    @ Lis Minou

    Ich finde es immer wieder extrem spannend, wenn mir andere erzählen, was ich glaube, angeblich glaube, oder glauben soll.

    Nichts für ungut ;)

  22. Lesezeichen sagt:

    Mit Lüge hat das gar nichts zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit kirchlichem Alltag in menschlicher Umgebung.

    Die Transsubstantion in der rk-Kirche stammt meines Wissens nach aus dem Mittelalter. Ich muss gestehen, ich kenne mich damit nicht so aus.
    Die Altkatholiken haben sie ganz einfach nicht und mit der Form der Eucharistiefeier, die unter der Präsenz Jesu gefeiert wird, kann ich extrem gut leben.

    Es ist wie Jesus sonst auch sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich unter ihnen.

    Schlicht, einfach, fassbar. Keine Schnörkel, kein Bohei. Einfach so.

    “Da alles Gottes Fleisch ist” ist sowieso falsch. Woher haben Sie das denn?

    Da Gott nicht von dieser Welt ist, besteht er auch nicht aus Fleisch, zumindest nicht aus dem, was wir unter Fleisch verstehen. Wäre auch physikalisch der reinste Blödsinn. Also müssten wir uns wieder unter die Sinnbilder begeben und fragen, was denn damit gemeint sein könnte?

    Aber nicht mehr heute ;)

  23. Lis Minou sagt:

    @ Lesezeichen: Bei “Gottes Fleisch” habe ich die Anführungszeichen unterschlagen. Natürlich meinte ich damit kein tatsächliches Fleisch, sondern die Vorstellung, das Universum sei der Körper der Gottheit. Dies ist eine verbreitete Annahme, beispielsweise in diversen Naturreligionen. Es geht dabei um Involution, die Einfaltung des Göttlichen in die Materie. Evolution bedeutet (und bewirkt) dessen (Wieder)ausfaltung.

    “Es ist wie Jesus sonst auch sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich unter ihnen.

    Schlicht, einfach, fassbar. Keine Schnörkel, kein Bohei. Einfach so.”

    Wo ist dies einfach fassbar? “in meinem Namen versammelt” macht mir schon Kopfzerbrechen. In dem Wort (Jesus Wieauchimmer) selbst namentlich versammelt, oder gesellig zusammen?
    Oder “unter ihnen” – als Geist oder als “dämonischer” Besetzer (bzw. Besitzer, wodurch das “in meinem Namen” Sinn ergibt), der aus Person A zu Person B redet (sonst bräuchte er ja keine zwei Leute)?

    Das christliche NT ist voll von Gleichnissen und absichtlichen Mehrdeutigkeiten. Man findet gute Infos aus älteren Ären darin, unter all dem profanen Dreck verschüttet, der das Werk meines Erachtens aber dominiert. “Jesus von Nazareth” muss wohl ein Schüler des echten Messias des Fische-Zeitalters gewesen sein. Den Vornamen mag er von ihm geklaut haben, dafür gibt es zumindest starke Indizien.

  24. Lesezeichen sagt:

    “Das Universum als Körper” ist ein Widerspruch in sich. Dass Naturreligionen das so sehen, wundert mich nicht, denn es entspringt dem tiefen Wunsch, für alles eine Erklärung parat haben zu müssen bzw. zu wollen. Außerdem klingt es toll :D

    Es gibt wissenschaftliche Schätzungen, wonach Gott entweder in der 12. oder 13. Dimension angesiedelt ist. Da ich mir das nicht vorstellen kann, versuche ich es auch gar nicht erst. Es ist auch für mein irdisches Dasein nicht wichtig.

    Ebenso bin ich bekennend nicht bibelfest, weil auch das für mich persönlich nicht wichtig ist. Es ist auch für meinen Glauben an sich eher von untergeordneter Bedeutung, weil ich der Überzeugung bin, dass man sich Glauben sowieso nicht anlesen oder erlernen kann. Es ist ein Weg, auf den man sich selber begibt, oder nicht. Maßgebend für mich sind z.b. die Gebote und die Bergpredigt. Bei der Auferstehung z.B. gibt es durchaus Bereiche, die schon medizinisch anzweifelbar wären, z.B. der Lanzenstoß, nachdem aus der Wunde “Blut und Wasser” floss. Jeder Mediziner weiß, dass bei einem Toten gar nichts mehr fließt und so bleibt die Überlegung, dass Jesus zu diesem Zeitpunkt evtl (noch) nicht verstorben war. Damit würde auch die Auferstehung ein anderes Gewicht bekommen. Nun wurde all das aber schon so oft übersetzt, dass auch da eine Fehlerhaftigkeit vorliegen kann, oder aber die Möglichkeit, dass Jesus zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich verstorben ist. Auch muss man ehrlicherweise die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass somit die Auferstehung keine wirkliche Auferstehung gewesen ist.

    Aber auch das ist für mich zweitrangig, weil mir da aktuelle Forschungen, z.b. über das sogeannte “kosmische Bewusstsein” ganz andere, interessante Fakten liefern. Klingt esoterisch, ist es aber ganz und gar nicht. Und wenn man sich intensiver damit befasst, kommt man seltsamerweise wieder zur christlichen Vorstellung von “Auferstehung” zurück, was ich wiederum ziemlich spannend finde.

    Deswegen finde ich die Bibel trotzdem durchaus interessant, vor allem unter dem Aspekt der Überlegung, was diejenigen tatsächlich gesehen haben könnten, siehe Ezechiel und sein “Fliewatüt” :D

    “Mitten unter ihnen” heißt schlicht anwesend. Ich persönlich empfinde dann die Gewissheit der Anwesenheit, um es mal dreigedreht auszudrücken ;) – und um es vorwegzunehmen, weil das schon mal gefragt wurde: Nein, ich höre definitiv keine Stimmen.

    Die Probleme, die wir heute damit haben, entstehen durch das extreme Bildungsgefälle. Die Menschen, deren “Protokolle” wir heute in der Bibel lesen, hatten nicht nur einen völlig anderen Bildungshorizont, sondern unterlagen auch noch der Deutungshoheit durch Dritte. Dass es da zu krassen Verschiebungen kommen muss, halte ich für absolut normal. Das ändert aber nichts daran, dass es “ewige Wahrheiten” darin gibt, die sogar heutigen Wissensständen standhalten, bzw. heute sogar leichter erklärbar sind, als früher.

    Gestern abend habe ich in der ZDF Mediathek “Die Hebamme” gesehen, ein Film, den ich jedem nur empfehlen kann. Dort wurde die Problematik der Deutungshoheit, in diesem Fall der rk Kirche, wieder ganz klar hervorgebracht. Die Kirche heute leidet darunter, dass sie diese Allmacht nicht mehr hat und vermag es nicht, diese Lücke durch die Freiwilligkeit zu ersetzen, was ich schade finde. Es wäre eine Chance gewesen und das Potenzial wäre da.

    es grüßt

    das Lesezeichen :)

  25. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lis Minou

    “Das christliche NT ist voll von Gleichnissen und absichtlichen Mehrdeutigkeiten. Man findet gute Infos aus älteren Ären darin, unter all dem profanen Dreck verschüttet, der das Werk meines Erachtens aber dominiert. “Jesus von Nazareth” muss wohl ein Schüler des echten Messias des Fische-Zeitalters gewesen sein. Den Vornamen mag er von ihm geklaut haben, dafür gibt es zumindest starke Indizien.”

    Uff.

    Gleichnisse und absichtliche Mehrdeutigkeiten lasse ich einfach mal gelten.

    Gute Infos aus alten Ären: Die könntest Du hier gerne mal spezifizieren. Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen.

    Dann wüsste ich gerne, wer der echte Messias des Fische-Zeitalters gewesen sein möchte.

    Dessen Jünger Jesus gewesen sei.

    Und natürlich erführe ich auch gerne der Indizien, dass Jesus Jenem den Vornamen geklaut haben könnte.

    Du hast eine schöne Vorhand für Rätselrater und Nüsseknacker geliefert.

    Ich freue mich auf epochale Mär.

  26. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen

    “Auch muss man ehrlicherweise die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass somit die Auferstehung keine wirkliche Auferstehung gewesen ist.”

    Wenn es keine Auferstehung von Jesus Christus gegeben hat, dann löst sich damit unser Glaube sozusagen in Nichts auf. Wenn Du wirklich daran zweifelst Lesezeichen, dann solltest Du Dich wirklich einmal fragen, womit Du Dein “Christ” sein und somit auch Deinen Glauben letztendlich überhaupt verbinden willst.
    Wie Du selbst richtig erkannt hast, wird auch die Bibel sozusagen vom “Widerwirker” eifrig dazu benutzt, um uns von Jesus und letztendlich auch von Gott zu trennen, indem sie immer wieder “überarbeitet” worden ist und sie immer weiter umgeschrieben wird, bis zur Volx-Bibel momentan, um Verwirrung auch unter Gläubigen zu stiften. Doch die Wahrheit läßt sich nicht verfälschen. Deshalb wird uns ja auch empfohlen, zwar alles zu prüfen, aber nur das Gute davon für uns zu bewahren.
    Schon seit den ersten Tagen des “Christentums”, haben sich Menschen vom Bösen leiten lassen, weil sie gespürt haben, daß damit auch Machtgefühle einhergehen können. Der Erste, der seit Jesu Gegenwart auf Erden darauf hereinfiel, war Judas Ischariot. Geld war ihm wichtiger als Jesus zu folgen – er suchte sich den falschen Herrn aus und wenig später schon bekam er dann von dem Lügner seine “Belohnung” dafür. Was immer auch seine sonstigen Beweggründe gewesen sein mögen, aber ohne ihn würde trotzdem in der ganzen Geschichte etwas fehlen. So wie Judas seinen bösen Gedanken gefolgt ist, so schwirren auch uns, bei manchen oft, bei anderen weniger oft, böse Gedanken durch den Kopf. Diesen bösen Geist können wir aber nur mit einem auf einem Felsen gebauten Glauben bekämpfen. Ein Glaube, der auch nur minimal in Erwähnung zieht, daß Jesus vielleicht doch nicht auferstanden ist, der ist auf Sand oder sogar auf Treibsand gesetzt.

    1.Korinther 15:13 Gibt es wirklich keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden!

    1.Korinther 15:14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist also unsre Predigt vergeblich, vergeblich auch euer Glaube!

    Wovon ich glaube, daß am wenigsten darin herumgepfuscht worden ist von Übersetzern der Bibel, ist die Offenbarung des Johannes. Ganz einfach deswegen, weil sie wegen ihrer sehr bildhaften Sprache von so gut wie niemandem wirklich richtig verstanden wird. Warum also sollte man sie dann überhaupt noch umschreiben wollen?
    Kürzlich habe ich irgendwo gelesen, daß die Kirchenoberen gesagt haben sollen, es wäre ein Fehler gewesen, die Offenbarung mit zu den Büchern der Bibel dazuzunehmen. Warum diese Äußerung dieser Leute? Machen sie sich Sorgen, daß doch mal jemand den Durchblick hat, was die Offenbarung im einzelnen und insgesamt wirklich bedeutet?
    Jedenfalls läßt Jesus über den Johannes verkünden, daß er ganz gewiß auferstanden ist.

    Offenbarung 1,18und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs.

    Wer Jesus Christus und seinen eigenen Worten nicht glaubt, der kann auch kein echter Nachfolger von Ihm sein.

    Du sprachest auch irgendwo hier auf dem Blog von Evolution. Entweder hat Gott alles Leben erschaffen, so wie es in der Bibel steht im 1. Buch Mose ODER es hat sich aus dem Nichts heraus von selbst entwickelt, einschließlich dem Menschen. Es gibt nur den einen oder nur den anderen Weg. Ein Weg führt auf jeden Fall von Gott als dem Schöpfer aller Dinge fort.

    Johannes 8:45 Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubet ihr mir nicht.

    Alleine dieser Ausspruch von Jesus sollte jedem sehr zu denken geben.

    Jemand der die Wahrheit sagt, der wurde früher schon und wird auch heute noch als Pest empfunden, denn in unser matriellen Welt ist die Lüge vorherrschend und alle laufen sie wie mit Blindheit geschlagen, den Lügnern, den Wölfen in Schafspelzen brav hinterher. Entweder glaubt man den Lügnern oder aber der Wahrheit und Jesus IST die Wahheit in Person.

    Apostelgeschichte 24:5 Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, als einen, der Zwietracht stiftet unter allen Juden in der ganzen Welt, als einen Anführer der Sekte der Nazarener;
    (Hier im Vers ist jetzt Paulus mit Pest gemeint.)

    Jesus sagte ja, er bringe nicht den Frieden, sondern das Schwert.

    Liebe Grüße

  27. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Man sollte sich in der Tat erst einmal selbst fragen, was man eigentlich will.

    Soweit ich die vier heute noch gültigen Neuen Testamente kenne, gibt es doch schon da mannigfache Abweichungen.

    Also geht es zuvörderst darum, welche Kernbotschaft man für sich herausliest.

    Dabei darf man sich aber nebenher durchaus noch so seine Gedanken machen. Du brachtest ja z.B. schon Hezekiel (AT, ich weiß) ins Spiel.

    Hier liegen fraglos mehrere Schichten übereinander.

    Vom Blickwinkel des eigentlichen Glaubens her halte ich dies aber auch für sekundär, gerade, wenn man das etwas tiefer erkannt hat.

    Dies ist kein Plädoyer für mangelnde philologische, psychologische, naturwissenschaftliche Analyse sowie das Inaugenscheinnehmen möglicher paranormaler Phänomen sowie für die Entsorgung des eigenen Hirns in der Biotonne, begüglich dessen, welche durchaus realistischen Implikationen von daher gegeben sein könnten.

    Das sehen wir wohl ganz ähnlich.

  28. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lis Minou

    “ein Schüler des echten Messias des Fische-Zeitalters”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wassermannzeitalter

    Folgender Satz erklärt eigentlich schon alles:

    “Nach Auffassung von heutigen Esoterikern und Okkultisten, von angloindischen Theosophen und New-Age-Anhängern steht die Welt seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Wassermannzeitalter.”

    Es gibt weder ein definitives Fischezeitalter, noch ein definitives Wassermannzeitalter. Es ist erdacht worden, sonst nichts. Ebenso verhält es sich mit der Tabelle der Zeitalter der Gesteinsschichten, in denen man Dinosaurierknochen gefunden hat und diese Knochen wegen der Gesteinschicht, in der man sie fand, auf eine bestimmte Zeit der Weltgeschichte hin datiert hat und anders herum zu beweisen versucht, die Gesteinschicht nach dem Alter der Dinosaurerknochen bestimmen zu können – was aber nichts anderes ist als ein Zirkelschluß, der absolut gar nichts beweist. Vor allem nicht wie alt die Dinosaurierknochen sind und ebenso wenig, wie alt die Gesteinschichten nun tatsächlich sind. Die Tabellen dieser Art von Altersbestimmung, sind nichts weiter als von Menschen erdacht worden.
    Ein Meeresbiologe wärend einer Fernsehdokumentation sagte mit totaler Ernsthaftigkeit, das Blasloch des Wals hätte sich zu Anfang der Entwicklung dieser Tierart da befunden, wo auch unsere Nasenlöcher sind. Als das Tier aber vom Land ins Meer gegangen wäre, da wären die Nasenlöcher von unten nach oben auf den Kopf gewandert, denn sonst hätte sich der Wal ja um Luft zu holen, immer mal wieder auf den Bauch drehen müssen. Ja ist klar! Wie das wohl ausgesehen haben mag, als sich die Nasenlöcher genau zwischen den Augen des Wals befunden haben? Wahrscheinlich haben seine Augen dann einen Schreck bekommen und sind dann zu beiden Seiten des Kopfes hin verduftet. :)

  29. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “die vier heute noch gültigen Neuen Testamente”

    Welche vier sollen das bitte sein?

    In der biblischen Welt gibt es nur zwei Testamente, das AT und das NT. Gleich werde ich sicher wieder etwas schlauer sein.

  30. Lesezeichen sagt:

    @ Karl

    “Wenn es keine Auferstehung von Jesus Christus gegeben hat, dann löst sich damit unser Glaube sozusagen in Nichts auf.”

    Überhaupt nicht und ich denke, ich bin das beste Beispiel dafür.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass es das NICHT gegeben hat, sondern dass die Bibel voller Widersprüche steckt, weil sie von Menschen geschrieben wurde, die Deutungshoheiten unterlagen. Wenn ich genau diesen Teil der Kreuzigung wörtlich nehmen soll, dann muss ich nach aktuellem medizinischen Wissensstand davon ausgehen, dass etwas nicht stimmen kann.

    Das ändert aber nichts, wirklich gar nichts an der Wahrheit, die Jesus verkündet hat. Und wenn ich dann widerum wissenschaftliche Erkenntnisse betrachte – siehe kosmisches Bewusstsein oder Gedächtnis – dann ergibt es trotzdem einen Sinn. Dann ergibt z.B. auch einen Sinn, dass Menschen in ihrer Glaubenshaltung wie Kinder sein sollen.

    “…Wenn Du wirklich daran zweifelst Lesezeichen, dann solltest Du Dich wirklich einmal fragen, womit Du Dein “Christ” sein und somit auch Deinen Glauben letztendlich überhaupt verbinden willst….”

    Siehst du und darin unterscheiden wir uns. Es geht nicht um Zweifel, sondern um Fragen und ich bin der Ansicht, dass Fragen nicht nur zulässig, sondern gewollt sind. Wir wurden so konzipiert und genau so haben wir es geschafft, uns weiterzuentwickeln. Wir könnten es jetzt schaffen, aus dem drohenden Rächergott den liebenden Schöpfergott werden zu lassen, aus dem Glauben durch Druck den Glauben durch bewusste Hinwendung entstehen zu lassen.

    Mein Christsein verbinde ich damit, dass ich der Lehre Jesu folgen kann, und zwar unabhängig davon, ob es nun bei der Auferstehungsgeschichte ggf. Übertragungsfehler gegeben haben könnte oder nicht. Ich habe keinerlei Zweifel an Gottes Schöpfung, sage aber auch, dass sie sich mit der Evolutionslehre nicht beißt – was uns die rk Kirche immer wieder nahelegen möchte. Sie kennt nur entweder oder. Ich bin der Meinung, dass es eine reine Frage des Betrachtungswinkels ist. Sobald ich meinen Betrachtungsraum verlasse, stellen sich die Dinge anders dar.

    Mit der Offenbarung des Johannes habe ich im Moment auch noch meine Probleme. Da für mich das Problem des Weltuntergangs aber aktuell nicht unmittelbar ansteht, gewähre ich mir da auch noch etwas Zeit mit meiner Auseinandersetzung damit.

    Ich halte es für gewollt, dass wir selbstständig denkende Wesen sind. Alles andere ergibt für mich keinen Sinn. Denkprozesse in meinem dreidimensionalen Raum dauern etwas länger, als bei höhergestellten Wesen und so glaube ich, dass Gott mir die Zeit dazu lässt, ebenso wie er weiß, dass Zweifel kommen. Jesus selbst hat in seiner höchsten Not gezweifelt, wie wir wissen. Es ist möglich, weil wir menschliche Wesen sind und genau das dazugehört.

    Ich hoffe, dass nun alle Klarheiten beseitigt wurden ;)

  31. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Also gut: Die vier Evangelien.

  32. Lesezeichen sagt:

    @Magnus,

    “…Dies ist kein Plädoyer für mangelnde philologische, psychologische, naturwissenschaftliche Analyse sowie das Inaugenscheinnehmen möglicher paranormaler Phänomen sowie für die Entsorgung des eigenen Hirns in der Biotonne, begüglich dessen, welche durchaus realistischen Implikationen von daher gegeben sein könnten….”

    Dem möchte ich gern zustimmen.

    Für mich war ein Ereignis da besonders ausschlaggebend. Eigentlich war es eher ein Spiel bzw. eine Aufgabe, die wir Katechetinnen während der Vorbereitungsarbeiten für den Kommunionunterricht bekommen haben.

    Es handelte sich um ein simples Blatt mit einem Kreis darauf. Dieser Kreis war in ganz viele Segmente unterteilt und auf jedem Segment stand ein Glaubenssatz. Wir bekamen Buntstifte und sollten nun mit Farben markieren von “Glaube ich unbedingt” bis “Kann ich gar nicht glauben” – die ganze Palette. Die Farbgebung war für die einzelnen Kategorien vorgegeben.

    Am Ende stellte sich heraus, dass jeder etwas anderes glaubt bzw. im Glauben ebenso seine Schwerpunkte hatte, wie im Zweifel. Jeder Kreis hatte seine individuelle Farbverteilung. In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich das Ergebnis heraus, dass genau das eben auch so gewollt ist bzw. von selbstständig denkenden Menschen erwartet wird.

    Nur die Auseinandersetzung mit einem Thema bringt uns weiter.

  33. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Also geht es zuvörderst darum, welche Kernbotschaft man für sich herausliest.”

    Wie wäre es damit?

    Matthäus 22,36 Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? 37Jesus sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.» 38Das ist das erste und größte Gebot. 39Ein anderes aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» 40An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

    Wenn das von allen Menschen gleichermaßen eingehalten würde, auch in Bezug auf die Tiere, die auch lebendige Seelen sind, dann wäre Sabbat. Dann wäre der Himmel auch auf Erden erreicht.

  34. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Sehr schön.

    Vielleicht schaffst Du es noch, dass Josef sich weniger an Einzelheiten klammert.

    Ich möchte anhand der obigen Zitate noch einwerfen, dass diese sehr gut zu einer allgemeinen Reinkarnationslehre bzw. -theorie passten (der ich insgesamt weder anhänge noch grundsätzlich ablehnend gegenüberstehe).

    Als ich vor gut zwanzig Jahren mit einem (naturwissenschaftlich geprägten) Kommilitonen und engen Freunde bei bestem fränkischen Spätburgunder, den wir uns allerseltenst leisten konnten, über das Reinkarnationsprinzip philosophierte, waren wir der ketzerischen Ideen nicht faul, wovon eine lautete, dass es möglicherweise Teilreinkarnationen geben könne oder manche reinkarnieren könnten, während andere ob ihres – grob gesagt – fortgesetzt sturen Idiotentums dem Verlöschen anheimfielen: aber nicht im ersehnten Nirvana.

    Das waren noch die unbeschwerten, guten, lustigen alten Zeiten.

    Nachtrag: Das mit dem Idiotentum war nicht auf Dich gemünzt. Dich lässt Gott sicher noch einmal hierher, wenn er lieb ist und das beeinflussen kann.

  35. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen

    Glaube mir, ich bin auch ein Nervtöter, wenn es um Fragen zur Bibel geht und was die widersprüchlichen Aussagen darin betrifft. Johannes der Täufer wird gefragt im Johannesevangelium, ob er der verheißene Elia wäre, er sagt nein und aus dem Matthäusevangelium geht hervor, daß er es doch ist. Eventuell wußte es Jesus einfach besser???

    “Überhaupt nicht und ich denke, ich bin das beste Beispiel dafür.”

    Du glaubst also nicht daran, daß Jesus von den Toten auferstanden ist?

    “nach aktuellem medizinischen Wissensstand” werden Menschen verstümmelt (bei Operationen), vergiftet (Chemotherapie) und verbrannt (Strahlentherapie). Ich kenne Leute, die im Krankenhaus arbeiten und ich weiß also, was da so alles läuft. Und übrigens, es gibt Fälle, wo Menschen sozusagen dem Tod geweiht waren, weil sie voller Krebs gewesen sind und plötzlich war von dem Krebs nichts mehr zu finden, und die Mediziner können sich nicht erklären warum und wieso. Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als man sieht oder anfassen kann. Davon bin ich persönlich überzeugt.

    “Das ändert aber nichts, wirklich gar nichts an der Wahrheit, die Jesus verkündet hat.”

    Was Jesus als Wahrheit verkündet hat, ist, daß es ein Leben nach dem Tod gibt und daß auch in diesem Leben hier mehr möglich ist, als wir denken, wenn wir nur wirklich glauben und keine Kleingläubigen sind.

    Was soll das sein, dieses “kosmische Bewusstsein oder Gedächtnis” ? Und es paßt auch nicht damit zusammen, “dass Menschen in ihrer Glaubenshaltung wie Kinder sein sollen”. Denn ich habe noch nie Kinder über so etwas sprechen hören.

    “Wir wurden so konzipiert und genau so haben wir es geschafft, uns weiterzuentwickeln.”

    Ich bin der Meinung, die Menschen haben sich verstandes- bzw. vernunftsmäßig nicht weiterentwickelt, sondern eher zurückentwickelt.

    “Wir könnten es jetzt schaffen, aus dem drohenden Rächergott den liebenden Schöpfergott werden zu lassen”

    Ich bin der Meinung, daß der Schöpfergott nie ein Rächergott gewesen ist, und in einem meiner Beiträge zum Thema, habe ich das auch zu belichten versucht. Wenn Gott Geist ist und dazu die Liebe ist wie in der Bibel steht, dann muß der “Gott”, der andere zum Töten benutzt, ein billiger Abklatsch von dem echten und einzig wahren Gott sein. Anders paßt das einfach nicht zusammen. Denn ich glaube nicht, daß wir es mit einer schizophrenen Gottheit im Himmel zu tun haben, dafür aber mit einem Lügenbold von erschlichener Gottheit hier auf der Erde. Mag er auch Zauberkräfte haben, um alle prima täuschen zu können, doch der Unterschied zwischen Jesus und das was gesamtbiblisch Gott ausmachen soll, ist einfach zu krass. Das Böse ist in uns Menschen, was heißt, wir müssen unsere eigenen Dämonen besiegen (lernen). Jesus hat das gut gekonnt, vor allem auch auf andere bezogen. Die Menschen sonst könnten das auch, wenn sie wirklich wollten, aber sie wollen anscheinend nicht. Die Frage ist, warum nicht?

    “Ich habe keinerlei Zweifel an Gottes Schöpfung, sage aber auch, dass sie sich mit der Evolutionslehre nicht beißt”

    Gott erschuf alles so wie es ist, schon ganz zu Anfang. Als Beispiel, der Mensch war von Anfang an komplett fertig. Die Evolutionlehre sagt, der Mensch hat sich zu dem was er heute ist, langsam aus Bakterien in der Ursuppe entwickelt. Na, wenn das kein sich Beißen ist.

    “die rk Kirche immer wieder nahelegen möchte. Sie kennt nur entweder oder.”

    Das stimmt nicht! Der Vatikan ließ sogar verlauten, daß er an Außerirdische glaubt und die rK hat nichts dagegen, daß in den Schulen die Evolutionstheorie gelehrt wird. Die rK sind außerdem Sonnenanbeter (deshalb ist der Sonntag auch deren Ruhetag, und nicht der 7. Tag in der Woche – Samstag, wie es von Gott uns aufgetragen worden ist) also Götzenanbeter, was ebenfalls total unbiblisch und damit gegen Gottes Wille ist.

    “Mit der Offenbarung des Johannes habe ich im Moment auch noch meine Probleme.”

    Ich immer weniger.

    “Da für mich das Problem des Weltuntergangs aber aktuell nicht unmittelbar ansteht”

    Es wird (vermutlich gar) keinen Weltuntergang geben.

    “Ich halte es für gewollt, dass wir selbstständig denkende Wesen sind.”

    Völlige Zustimmung!

    “Gott mir die Zeit dazu lässt, ebenso wie er weiß, dass Zweifel kommen”

    Ja, das wußte er und er hat sogar vorausgesagt, daß so große Zweifel aufkommen werden, daß sich sogar die wahren Kinder Gottes davon verführen lassen könnten. Deswegen hat er uns den Verstand gegeben, alles zu prüfen und dann eine Entscheidung für uns ganz persönlich treffen zu können.

    “Jesus selbst hat in seiner höchsten Not gezweifelt, wie wir wissen.”

    Du meinst sicher: “Eli, Eli, lema sabachthani?”.

    Du mußt das im Gesamtzusammenhang sehen. Die Hebräer haben eine ganz andere Denkweise wie wir und auch eine ganz andere Art sich anderen über Schriftliches mitzuteilen. Da Problem tauchte erst richtig auf, als versucht worden ist, das gesprochene Wort der Aramäer niederzuschreiben. Es stand mal schön irgendwo so:

    “Dann sollten Sie nicht übersehen, dass Sie es mit einem hebräischen Text zu tun haben, der nicht auf den Grundlagen der griechisch abendländischen Denkens zu verstehen ist. Dem hebräischen Denken ist unsere Logik fern. Wenn Sie sagen, wenn a=b und b=c dann ist a=c, dann ist das für den Hebräer noch lange nicht so.”

    Um es Dir so versuchen zu erklären:

    Psalm 22,1Dem Vorsänger. Auf «Hindin der Morgenröte». Ein Psalm Davids. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Du bist weit entfernt davon, mir zu helfen, zu hören auf die Worte meiner Klage! 2Mein Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht, und auch des Nachts habe ich keine Ruhe.

    Wer ist wirklich, oder wen hat Jesus wirklich mit diesem Satz ansprechen wollen? Denn ich bin überzeugt davon, daß Gott seinen Sohn auch nicht für einen Augenblick alleine gelassen hat, und Jesus andererseits genau gewußt hat, daß sein Vater die ganze Zeit über bei Ihm gewesen ist.
    Es war ein Hinweis von Jesus auf das was anderen blüht, die den einzig richtigen Weg verlassen:

    Offenbarung 14:11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und keine Ruhe haben Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt!

  36. Lesezeichen sagt:

    @ Karl

    “…Wie das wohl ausgesehen haben mag, als sich die Nasenlöcher genau zwischen den Augen des Wals befunden haben? Wahrscheinlich haben seine Augen dann einen Schreck bekommen und sind dann zu beiden Seiten des Kopfes hin verduftet….”

    Es könnte sich auch um das erste prähistorische Facelifting gehandelt haben. Immerhin haben wir das heute wieder. Je mehr geliftet wird, umso mehr wandern die Augen in Richtung Hinterkopf :D

  37. Lesezeichen sagt:

    Magnus, möchtest du immer wieder geboren werden?

    Ich nicht.

    Der Gedanke daran stresst mich schon. Gegen eine weitere Runde hätte ich vielleicht nichts einzuwenden, vor allem dann, wenn ich dort ansetzen könnte, wo ich aufgehört habe. Das hätte was, denn ich hätte genug Neugier für ein zweites Leben. Aber dann…

    Immer wieder? Das empfinde ich eher als Fluch denn als Segen.

    Murmeltiertag forever?

    Soviel Rotwein kann man ja gar nicht trinken, um das dann zu ertragen

    ;)

  38. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ja, in der Tat eine schreckliche Vorstellung, so ein Reinkarnationshamsterrad.

    Man schleppte ja auch immer – mit Verlaub – allen alten Scheiß nochmal mit sich herum.

    Kein Wunder, dass viele, die daran glauben, bloß noch weg ins Nirvana wollen.

    Aber vielleicht kann man ja auch woanders mal (ziemlich) neu anfangen.

    Dieser Reiz deutete sich oben indirekt schon an.

    Und zum Wein: Man müsste schon stets in bestem Nebbiolo, Spätburgunder, Sauvignon (rot und weiß), Merlot, Tempranillo, Riesling, Silvaner, Weiß- und Grauburgunder, Semillon nicht zu vergessen, täglich baden können, um eine solche Aussicht halbwegs zu ertragen.

    Es sei denn, man tränke und dächte sich dabei stets wirksam hinauf.

    Das wäre eine vielleicht erwägenswerte Option.

  39. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Wenn Sie sagen, wenn a=b und b=c dann ist a=c, dann ist das für den Hebräer noch lange nicht so.”

    Ich habe versucht bzw. bin immer noch dabei, mich mehr und mehr an die Denkweise der Hebräer heranzutasten. Dann so anders die Offenbarung des Johannes zu lesen und versuchen zu verstehen, hat mich in der Tat ein ganzes Stück vorangebracht und so nebenbei macht es sogar noch großen Spaß in a nicht gleich c zusehen, obwohl a=b und b=c ist. Dir meine ich, müßte diese Sache zumindest auch interessant erscheinen.
    So lassen sich vielleicht auch die vielen scheinbaren Unstimmigkeiten, bei dem Versuch die Bibel in unsere Sprache zu übersetzen, besser erklären. Die Germanen lebten wie Du sicher weißt, was Sanitäranlagen usw. betrifft, auch noch lange hinter dem Mond, da hatten die Römer und Griechen längst ihr Äquadukt.
    Gott wußte schon ganz genau, warum er sich einen Aramäer als Sohn ausgesucht hat. :)
    Was eine malerische – und naturnahe Spache angeht, haben die es einfach drauf. Diese aramäische (bzw. hebräische) Sprache ist sogar so malerisch, daß sie selbst die Worte zuerst nur gesprochen, aber nicht aufgeschrieben haben.
    Paulus gibt uns sogar einen besonderen Hinweis zur Kunst der Ver- und Entschlüsselung dieser Sprache.

    Galater 3:1 O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden war?

  40. Lesezeichen sagt:

    Karl, ich antworte jetzt etwas kürzer.

    Mein Hinweis auf die Medizin bezog sich darauf, dass definitiv nichts mehr fließt, wenn jemand tot ist. Wenn ich also die Bibel diesbezüglich wörtlich nehme, dass “heraus floss Blut und Wasser” so stimmt, dann war der Tod noch nicht eingetreten. Das schließt nicht aus, dass er zu einem späteren Zeitpunkt eintrat. Es schließt auch nicht aus, dass es sich um einen Übersetzungs- bzw. Übertragungsfehler handelte.

    Zum kosmischen bzw. endlosen Bewusstsein kann man einiges im Internet lesen.

    Was die Schöpfungsgeschichte anbetrifft, so gebe ich dir durchaus recht. Aus Gottes Perspektive betrachtet, befinden wir uns mitten im Schöpfungsakt, nenne es Anfang, während es aus unserer Perspektive, aus menschlicher Sicht, eine Entwicklung über Jahrtausende gibt. Das meine ich mit Betrachtungswinkel. Sobald man eine Dimension erreicht hat, in der die Zeit keine Rolle mehr spielt, weil sie keine vergängliche Größe mehr ist, gibt es kein gestern und kein morgen mehr. Da wir aber Vergänglichkeit haben, haben wir sowohl ein Zeitempfinden als auch eine Entwicklung. Es ist doch ganz einfach und in sich schlüssig. Schöpfung ist doch nicht einfach nur ein Hinwerfen. Das macht auch keinen Sinn, weil wir uns den ständig sich verändernden Lebensbedingungen anpassen müssen.

    Zu den Kindern:

    “…Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. …” Markus 10, 13 – 16

    Hier werden wieder die Forschungsergebnisse zum ewigen Bewusstsein interessant, denn diese Untersuchungen in Nahtoderfahrungen haben ergeben, dass der Zugang zu diesem ewigen Bewusstsein umso wahrscheinlicher bzw. leichter ist, je jünger die Betroffenen sind.

    Ich finde diese Erkenntnis durchaus spannend und frage mich, was ich daraus schließen sollte?

    So ist das mit den Naturwissenschaften. Wir erfinden sie nicht, sondern wir kommen ihnen auf die Spur bzw. entdecken die Gesetzmäßigkeiten, die es bereits gibt.

  41. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen

    Bitte nenne mich Josef.

    “Je mehr geliftet wird, umso mehr wandern die Augen in Richtung Hinterkopf”

    Das ist die NEUE Evolution. Man wendet Zwang an, um etwas mit Gewalt zu verändern, was von Gott so für diese Welt hier nicht geschaffen worden ist.
    Ich stelle mir gerade vor, wenn bei so einem Facelifting die Nähte reißen würden. Dann hängen die Hühneraugen plötzlich oben am Kopf und mit den Füßen kann der oder die Betreffende dann sehen. :)

  42. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Du meinst wohl eher die logische Implikation.

    Also: Wenn a dann b und wenn a dann c dann b nicht notwendig c.

    Auch: Wenn a dann b dann wenn b deshalb nicht notwendig a.

    Und: Wenn a nicht dann b dann a nicht zwangsläufig nicht b sondern nur nicht notwendig b.

    Lesezeichen hat in mathematischer Aussagelogik bestimmt mehr drauf als ich, aber ich bin anlässlich eines von mir hochgeschätzten Philologen und Lehrmeisters – schon wieder vor gut zwanzig Jahren, der Zahn der Zeit nagt – auch mal auf einen meiner Ansicht nach illustren Fehlschluss gestoßen, in welchem ein sonst ziemlich unbestechlicher Denker diese missverstanden anwandte.

    Oh ja: Ich interessiere mich sehr für Logik.

    Logos bedeutet schließlich Wort, Sinn, Zahl, Lehre und Kunde.

  43. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Mir fällt gerade erst wieder auf, dass Geldverkäufer Weltuntergang, der den Ausgangspunkt bildete, hier kaum noch eine Rolle spielt.

    In einer Deutschklausur hätten wir schon lange das Thema verfehlt.

    Also nur ob all der abschweifigen putzigen Ideen noch eine Fünf, mit der Restchance auf eine Supergnadenvier bei einem besonders nachsichtigen Gymnasiallehrer, der selber gerne fabuliert.

    Zum Glücke aber kann uns das egal sein.

    Ich rege gleichwohl an, den uns bevorstehend eingeredeten Mehroderwenigerweltuntergang als Geldverkäufer noch einmal thematisch aufzugeifen.

    Schließlich betrifft er uns durchaus.

    Und wenig Religiöses hat er auch nicht gerade an sich.

  44. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Lesezeichen

    “Wenn ich also die Bibel diesbezüglich wörtlich nehme, dass “heraus floss Blut und Wasser” so stimmt”

    Versuche doch mal wie ein Hebräer (oder Aramäer) zu denken. Das mit dem Blut und Wasser ist vor allem auch sinnbildlich gemeint und es betrifft die zwei menschlichen Zeugen – Jesus, der für sich selbst gezeugt hat, daß er wahrhaftig der Sohn Gottes ist, als das “Blut”, und Johannes der Täufer, der für Jesus quasi seine Hand ins Feuer gehalten hat, als das “Wasser”.
    Denn es geht immer um viel, viel mehr, als wie da nur in Worten steht.

    1.Johannes 5,8 Denn drei sind es, die bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einig.

    1.Johannes 5,7 Und der Geist ist es, der bezeugt, weil der Geist die Wahrheit ist.

    “Da wir aber Vergänglichkeit haben, haben wir sowohl ein Zeitempfinden als auch eine Entwicklung.”

    Was ist Zeit? Gibt es sie wirklich?
    Im Glauben an Jesus besitzen wir Unvergänglichkeit! Unvergänglichkeit bedeutet Zeitlosigkeit.
    Die Entwicklung bezieht sich nur noch auf das Geistige in uns Menschen. Alles andere ist kalter Kaffee.

    “wir kommen ihnen auf die Spur bzw. entdecken die Gesetzmäßigkeiten, die es bereits gibt”

    Eben Lesezeichen, das ist genau der Punkt, man braucht nicht zu suchen und alles neu zu definieren versuchen, denn es gibt schon alles. “Was fragt Ihr nach dem Ende? Habt Ihr denn für Euch den Anfang schon entdeckt?”

  45. Karl-Josef Malo sagt:

    @ Magnus

    “Oh ja: Ich interessiere mich sehr für Logik.

    Logos bedeutet schließlich Wort, Sinn, Zahl, Lehre und Kunde.”

    Dann müßtest Du auch die Offenbarung nicht nur lesen, sondern sie auch verstehen können.

    “Ich rege gleichwohl an, den uns bevorstehend eingeredeten Mehroderwenigerweltuntergang als Geldverkäufer noch einmal thematisch aufzugeifen.”

    Machen wir doch schon die ganze Zeit, denn die Offenbarung handelt vom Werden und Niedergang dieser Welt hier und sogar von der ganzen Zeit dazwischen. Es ist summa summarum (richtig so Herr Lehrer?) ein riesiges in sich geschlossenes Bild.

    Der Weltuntergangsverkäufer ist Satan, der uns weiszumachen versucht, wir würden bald alle sterben müssen. Dabei ist er es, der gehen wird und gehen muß, weil Gott es so will.

    Reset! Alles auf Null.

  46. Lis Minou sagt:

    Gute Infos aus früheren Äonen gibt es zu viele, um sie hier alle aufzulisten.
    Die Sache mit dem “Licht der Welt”, jene “wer da trinket mein Blut…” – Erkenntnis. “Liebe Deinen NÄCHSTEN wie [auch] Dich selbst”, “Lästerungen wider den Geist werden nicht vergeben”, der Hinweis, Jesus sei bereits wiedergeboren…. Zu viele eben.

    Apropos Wiedergeburt: “…dass es möglicherweise Teilreinkarnationen geben könne oder manche reinkarnieren könnten, während andere ob ihres – grob gesagt – fortgesetzt sturen Idiotentums dem Verlöschen anheimfielen: aber nicht im ersehnten Nirvana.”

    -Habt Ihr ja gut erkannt, vor über 20 Jahren. Chapeau!!!!! Jede Reinkarnation ist eine Teilreinkarnation. Könnte man komplett reinkarnieren, würde man sich das ersparen und gleich aufsteigen. Nur erleuchtete “Seelenteile” können wiedergeboren werden. Ein Privileg, keine Strafe, weiterzuexistieren, wenigstens teilweise.

    Wegen des Weltuntergangs, der in der Johannesoffenbarung angekündigt worden sei: Es handelt sich hierbei höchstwahrscheinlich um eine politische Schmähschrift auf einen römischen Potentaten dieser Zeit, der Johannes zusetzte oder ein Dorn im Auge war. Aufgrund von Staatswillkür musste er seine Kritik am “Tier 666″ (Namens?zahl des Herrschers) kryptisch in “prophetischen” (vielmehr: Wunschdenken, Hoffnungen auf den Sieg der Christen über den Widersacher) Bildern verbergen. Die Christen seiner Zeit verstanden die Anspielungen trotzdem.
    Der Weltuntergang würde sowieso keinem Geld verkaufen können (wofür denn noch). Der Zusammenbruch des Euro schon eher. Den kann man immerhin überleben, und mit echtem Geld erhöht sich die theoretische Wahrscheinlichkeit dafür.

  47. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lis Minou

    Ich lasse Dein Vorgebrachtes jetzt einfach einmal wirken.

    Widerspreche aber schonmal dahingehend, dass der Weltuntergang kein Geld verkaufe.

    Exakt das macht er.

  48. Lis Minou sagt:

    @ Magnus: Wer der echte Fische-Messias war, wüsste ich auch gerne.
    Wir werden es nur kaum erfahren können, denn ausser dem Nazarener sind einfach keine berühmten Jesusse aus der Zeit bekannt.

    @ Karl Josef: Der Beginn des Wassermannzeitalters steht erst noch bevor, ich erinnere mich dunkel an ca. 2150, auch sind diese Übergänge fliessend. Wir sind schon in der Übergangsphase, womöglich ist dies gemeint.
    Die Zeitalter gibt es schon. Evolution auch. Sowie Altersbestimmung via Radiokarbonmethode und Schlussfolgerungen aus geologischen (u. a. naturwissenschaftlichen) Fakten. Ich schwöre es. Glaub mir einfach.

  49. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lis Minou

    (Warum gibt’s eigentlich keine orthographisch einfachen Nicks mehr?)

    Das am Rande.

    Was mich jetzt aber doch noch ein Itzelchen von der Feiernacht abhält, ist, dass Du hier inzwischen auch noch schwörst.

    Und Glauben darauf forderst.

    Ich bin gespannt, was Josef dazu sagt, wundere mich aber doch darüber, wie schnell aus einer wider den lieben Föhnix noch wilden Genderin eine allverstehende allgemeinzeitalterlich-metareligiöse Schwörerin ward.

    You are playing a high pitched game.

    I invite you to do your best.

  50. Lis Minou sagt:

    Ich wundere mich selbst! Das Risiko eines Meineids erachte ich allerdings als asymptotisch Null ansteuernd. :-) Ist ja überdies für einen guten Zweck. Möge der Schwur ihn auch erfüllen. Fordern wollte ich das weniger. Eher anraten/empfehlen/ans Herz legen. Lieb wie ich bin…

    Genderin? Herr Australier? Aber einseitig bin ich wirklich eher weniger. Mars-Sonne und Venus-Neptun Zusammenstirnung. Das beisst sich halt etwas…

    Schöne Feiernacht! Lag mir fern, Dich davon abzuhalten.

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