Trau schau wem

Hier bin ich auf ein interessantes Fundstück gestoßen.

Der anonyme Autor stellt die These auf: “The entire truth movement is false opposition” (Die ganze Wahrheitsbewegung ist falsche Opposition)

Er geht davon aus, dass Leute wie Jones, Celente, Paul und andere prominente Systemkritiker absichtlich vom System gefüttert und laufen gelassen würden, um die unvermeidliche Opposition selbst zu kontrollieren. (Seine nähere Argumentationsführung bitte ich dem Originaltext zu entnehmen).

In mancher Hinsicht klingt logisch was der Autor sagt, zumal was einzelne Figuren in diesem Spiel anlangt; er gibt auch gute Hinweise, wer diesbezüglich in welchem Kontext besonders zu hinterfragen sei; Behuf dieses Beitrags ist es aber nicht, hierzu eigene Wertungen einfließen zu lassen.

Vielmehr stört mich dieses “entire”, dieses “ganze”.

Wer ist denn die “ganze Wahrheitsbewegung”?

Gehöre ich da jetzt – glücklicherweise – nicht dazu?

Wen umfasst diese?

Bloß die Angelsachsen, die er erwähnt, oder wen noch?

Der Autor redet über einen sehr komplexen Gegenstand, einen relativ unklaren Begriff als Ganzes, über eine große Menschengruppe als Ganze, ohne einigermaßen zu definieren, wer dazugehört.

Etwa jeder, der die offizielle 9/11-Version anzweifelt?

Jeder, der schon vor fünf Jahren wusste, dass die Bilderberger eine leider sehr reale jährliche Versammlung abhalten?

Jeder, der schon von den jährlichen Orgien in Bohemian Grove gehört hat?

Jeder, der FEMA mehr zuordnen kann, als bloß die Buchstaben?

Dem angesichts des planetaren Finanzschwindels der Atem stockt?

Oder bloß diejenigen, welche besser organisiert und sichtbar sind?

So gewinnen Sie mein Vertrauen ganz sicher nicht ganz, lieber Anonymus.

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3 Antworten zu “Trau schau wem”

  1. Anonyma sagt:

    Ein Troll in meinen Augen, der Schreiber. Ron Paul: Cool. Ventura auch. Ein wenig zu Ich-bezogen vielleicht. Jones ist echt, kein “U-Boot”, er meint es gut; Napolitano scheint ganz in Ordnung zu sein. Rand Paul würde sich kaum gegen seinen Vater stellen, immerhin dürfte der Einfluss des “guten Doktors” ihn durchaus geprägt haben.

    Was keineswegs heisst, dass der Abschaum aus der Not keine Tugend machen und teilnehmerarme verfrühte Erhebungen erst beginnen und dann blutig niederschlagen lassen würde. Nur, der Abbau von Bürgerrechten wird auch ohne derlei Anlässe fortgesetzt.
    Geradezu gefährlich finde ich den Aufruf zur absoluten Gesetzestreue und rein passivem Widerstand. Akkurrate Infos sammeln, sie schnell verbreiten, und dann bestens aufgeklärt zur Schlachtbank trotten? Weil niemand mutig handelt und sich gegen Staatswillkür wehrt, sobald er/sie gegen Willkürgesetze verstossen könnte?

  2. Anonyma sagt:

    Echt witzig, das Du im nächsten Eintrag auch von “Troll” redest. Das war Zufall (oder bestätigt diese Erklärung), kein Plagiat. Ich lese dummerweise meist die älteren Posts zuerst…

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Anonyma

    Nun, liebe Anonyma, wenn Du hier als Anonyma Deine Meinung einstellst, ist das eins.

    Die kann man dann teilen oder auch nicht.

    Dieser Anonymus aber betätigt sich an einschlägiger Stelle der üblen Nachrede, wenn nicht Verleumdung.

    Denn stichhaltige Beweise legt er nicht vor (Fulford sieht mit seinem beschriebenen Gebaren in der Tat ein bisschen alt aus, das kann man gelten lassen).

    Und in der Tat, wie ich im Folgeartikel noch ausführe, stößt man allenthalben auf derlei Bosheiten.

    Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob man sagt, ich halte den und den aus diesen und jenen Gründen für falsch, oder ob man in dieser Weise indikativisch etwas behauptet, wie als ob es gesicherte Erkenntnis.

    Leider achten viele Leser – gerade in solchen Dingen wie Verschwörungstheorien und -praktiken – oft wenig darauf, wie ein Artikel unsauber angelegt ist: bei vielen bleibt etwas hängen.

    Dieses Beispiel ist von besonders perfider Machart, denn viele glaubten nur zu gerne, alle die inkriminierten “Helden” seien nicht echt, um sich daraus eine Entschuldigung für ihre eigene Passivität zu basteln.

    Ich denke, dass der Autor genau hier den Hebel ansetzt.

    Andererseits, wie ebenfalls bereits ausgeführt, nimmt er genau denen den Wind aus den Segeln, die berechtigte Fragen stellen.

    So gesehen ein nicht ungeschickt angelegtes Doppelmanöver.

    Oder der Kerl ist so dumm, dass er glaubt, was er schreibt.

    Was ich allerdings für eher unwahrscheinlich halte.

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