FAZ-Blogger hat hat

Hier wieder mal ein Beispiel, wie sorgfältig man heutzutage in einem “Qualitätsmedium” arbeitet:

“…hat eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Comscore für die FAZ ergeben hat.”

“…der in Deutschland ohnehin nur eine geringe und weiter sinkende Rolle spielt als Leserlieferant für die Medien spielt.”

“Damit führt die Zeitung die Rangliste der 45 populären Nachrichtenseiten an.”

“In den Top-40-Artikel befinden sich nur vier politische Nachrichten.”

“Persönlichen Empfehlungen gelten als bestes Marketing-Instrument im Social Web…”

“Pogue hat auf Twitter mehr als eine Million Follower und gehören zu den Top-Inhaltelieferanten in dem Kurznachrichtendienst.”

Da stört es schon fast nicht mehr, dass der FAZ-Blogger “Bild.de” und “Twitter.com” schreibt, denn die werden beim Eingeben automatisch kleingemacht.

Und übrigens: Was bei Eilmeldungen gerade noch notzüchtig zu entschuldigen ist, also derartige Schlamperei, weil der Nichtlektor gerade auf der Mutti liegt und weder auf Tweets noch Mails noch Calls antwortet, kann hier nicht gelten.

Hier handelt es sich nämlich um einen in Ruhe recherchierten, nicht tagesaktuellen Artikel über elektronische Medien.

So einem Stümper, wenn ich ihn je hereingelassen hätte, gäbe ich höchstens noch eine Warnung.

Aber, halt: “Wer zahlt mir einen, der meinen Text durchliest, bitteschön?”

Das dürfte das schlagende Argument sein, dass wer seinen Text schon selber nicht durchliest, es nicht auch noch wert ist, einen Korrektoren spendiert zu bekommen.

Und mehr als 140 eigene Zeichen lesen, das ist sowieso schon zuviel für ein zertwittertes Texterhirn.

Aber, wie gesagt, Fehler macht und übersieht (zumal eigene) jeder, auch mal einen oder zwei obiger Qualität; doch wenn es so viele sind, gibt es nur noch zwei Möglichkeiten.

Entweder der Typ ist in Deutsch ein derartiger Schwachmat, dass er sie alle übersah, oder er hat seinen eigenen Text in der Tat ncht ein einziges Mal durchgelesen, bevor er ihn einstellte.

Das ist wirklich der Bodensatz des “Qualitätsmedien”-Journalismus.

Und das Wort von der “altehrwürdigen” FAZ werde ich so schnell nicht mehr in den Mund nehmen.

Mit denen ich haben fertig.

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37 Antworten zu “FAZ-Blogger hat hat”

  1. Lesezeichen sagt:

    Hallo Herr Göller,

    zum Journalismus in Deutschland kann man sicherlich einige negative Argumente zusammentragen.

    Man muss allerdings bei aller berechtigten Kritik – und ich stimme Ihnen ausdrücklich zu – auch berücksichtigen, dass durch diese unsägliche, grassierende Umsonstmentalität der Deutschen eine Verbesserung nicht erreicht werden kann.

    Die Todesspirale des deutschen Journalismus hat mehrere Ursachen. Da ist zum einen die Ausbildung. Ein Journalismus-Studium beschäftigt sich ausdrücklich nicht mit der investigativen Seite, sondern ist mehr ein Bachelor in Basteln, Schnibbeln und Kleben verbunden mit ein paar Zusatzkursen in Photoshop und InDesign. Nach einem Semester hat unsere Große dieses Studium wegen Zeitverschwendung hingeworfen, nachdem man ihr zudem noch geflüstert hat, das sei das Schwerste.

    “Wenn das hier schon das Leben ist, was machen dann die Toten?”

    Die Online-Portale werden zum allergrößten Teil von Praktikanten gestaltet und am Leben erhalten, nicht zuletzt deshalb, weil es fast nichts kostet. Das wiederum hat zur Folge, dass ein Berufsstarter mit mehreren Jahren Praktika rechnen muss, um in den Beruf hineinzukommen, wenn er es denn überhaupt schafft. Will man also eine Festanstellung als Journalist haben, sollte man dies tunlichst im Ausland anstreben und vorher für eine solides Studium in Politik, Wirtschaft und/oder internationale Beziehungen anstreben und mehrsprachig sein.

    Aus eigener – auch etwas leidvoller – Erfahrung kann ich nur sagen, dass diese Umsonst-Mentalität der Deutschen und die sinkende Bereitschaft, überhaupt für irgendetwas bezahlen zu wollen, mit verantwortlich ist für diese Entwicklung. Nicht hauptsächlich, aber nicht unwesentlich. Dieser Trend sorgt auch in anderen Bereichen für die vollständige Vernichtung ganzer Erwerbszweige bzw. Joblevel, für die es keinen Ersatz mehr gibt. Daran ist übrigens nicht die Globalisierung schuld.

    Wir kaufen keine Zeitung mehr, wir gehen online, weil wir da für umme kriegen, wofür wir am Zeitungsstand Geld hinlegen müssten. Und wenn man online geht, beschwert man sich über die viele unsägliche Werbung, den Konsumterror und die Schwachheit der Artikel. Von Null Euro kann ich Null Qualitätsjournalisten bezahlen.

    Wie so etwas läuft, sieht man auch in anderen Bereichen. In Erfurt gibt es nur noch 8 Bäckereien, aber mittlerweile 220 Backshops mit Rohlingen aus Asien und Heißluftöfen zum Aufplustern. Beschäftigt werden dort nur noch 400-Eurokräfte und das alles nur, damit das Brötchen 10 cent weniger kostet und nach einer halben Stunde nicht mehr schmeckt.

    Hier in England zahle ich deutlich mehr für Rundfunk, Fernsehen und Internet. In Kanada waren die Gebühren noch höher. In Deutschland wird sogar über die paar Euro Gebühren gemeckert. Gut, die GEZ ist ein (halb)krimineller Verein mit mehr als zweifelhaften Methoden, aber die Programmgestaltung ist ok, vor allem in den sogenannten Dritten Programmen und mit Werbung wird man auch nicht zugeworfen.

    You can’t have the cake and eat it.

    Die Deutschen müssen sich überlegen, was sie wollen, vor allem aber lernen, dass man für Dienstleistungen auch bezahlen muss. Und das wollen sie deutlich nicht.

    Einen schönen Sonntag nach Deutschland wünscht

    das Lesezeichen

    *hier ist heute Muttertag – sehr verwirrend :)

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ihr grundsätzlicher Einwand ist zweifellos berechtigt.

    Trotzdem ärgere ich mich über die immer noch vorhandene Überheblichkeit dieser “Qualitätsmedien”.

    Selber bin ich nämlich noch nicht einmal Praktikant und versuche doch, mir Mühe zu geben.

    Und ich bräuchte als FAZ, Spiegel usw., selbst als ich, keine Woche, um einen begabten Studenten aufzugabeln, der sich die Finger danach abschleckt, für einige Euro wenigstens die dümmsten Fehler aus den Online-Texten zu zwicken.

    Mit mangelndem Geld können mir Verlage, die 100-300 festangestellte Redakteure beschäftigen, jedenfalls nicht begründen, dass sie dem Leser in dieser Weise ins Gesicht hunzen.

    Über den Daumen gepeilt, kostete es nämlich nicht einmal einen halben sinnlosen Redakteur, da wenigstens einigermaßen für Ordnung zu sorgen.

    Es ist denen einfach – mit Verlaub – scheißegal.

    Zur Journalistenausbildung: Ich selber habe keine, kann also nicht mitreden, inwieweit deren Qualität gesunken ist; aber, was man so hört, ist die wahrscheinlich tatsächlich ziemlich lotrecht abgestürzt.

    Wahrscheinlich kann ich auch froh sein, dass ich keine habe, lieber Sprachwissenschaft studiert, wo man etwas lernen durfte, wenn man wollte.

    Und: Sie wissen ja um die permanenten Kriegslügen der Schafs- und Kamelmedien, die sich Qualitätsmedien nennen; deshalb werde ich denen weiterhin so selten wie nur möglich eine Zeitung abkaufen.

    Deren Nachrichten lese ich dann lieber für umme im Netz.

    Da lügen sie nicht anders als dort, wo sie ihre Texte nochmal prüfen, bloß schlechter.

    Was ja auch seinen Reiz hat.

    Außerdem bin ich – 14 Jahre als Deutsch-Privatlehrer im Einsatz – es ja durchaus gewöhnt, jede Sorte Blödsinn zu lesen; und Lese-Rechtschreibschwäche ist für mich noch weniger ein Fremdwort als Legasthenie (was inzwischen schon als nicht mehr politisch korrekt gilt, in Teilen unserer schönen Republik jedenfalls…).

    Ich sollte also wohl nicht so viel lästern und mich lieber auf meine eigene Arbeit konzentrieren. (Den Folgeartikel habe ich ich jetzt leider schon geschrieben und veröffentlicht.)

    Herzlichst

    Ihr M.W.G.

  3. Lesezeichen sagt:

    Herr Göller, es ist noch anders :).

    In Deutschland gibt es nur noch sehr wenige unabhängige Presseagenturen und der Journalismus beschränkt sich darauf, aus den vorgegebenen Informationen dieser Agenturen das beste für die eigene Zeitung zu machen. Daher auch der diplomierte oder verbachelorte Schnibbelkurs. Im Journalismusstudium wird vorausgesetzt, dass die maßgebende Information von außen kommt und nicht durch eigenen, investigativen, Journalismus. Wenn Sie mal zu einem bestimmten Thema einer Tageszeitung googlen, werden sie hunderte, gleichlautende, Artikel der einzelnen, regionalen Tagesblätter finden.

    Was die Fehlerhaftigkeit anbetrifft, so gebe ich ihnen voll und ganz recht. Da sehe ich allerdings das Manko bereits in den Schulen. Der Zeitpunkt, zu dem man als Schüler in der Lage sein sollte, einen fehlerfreien Text zu produzieren, wird immer weiter hinausgeschoben und so ist es keine Seltenheit, dass Gymnasiasten in der 10. Klasse noch tuhen oder thun statt tun schreiben und das als “normal” hingenommen wird.

    Über die Pläne, die Diktate ganz aus dem Grundschul-Deutschunterricht herauszunehmen, hatte ich ja schon mal berichtet.

    Und so wundert es nicht, dass in den Online-Berichten Verben oder Nomen schon mal einen Superlativ bekommen. Ein Mal habe ich sogar die Spiegel-Redaktion deswegen angeschrieben, weil das Wortkonstrukt so haarsträubend war, dass es sogar mir als Nicht-Sprachwissenschaftlerin in den Augen gebrannt hat. Sie haben es dann anschließend sogar verbessert. :D

    In den Redaktionen gibt es ein ebensolches Hauen und Stechen wie in der sonstigen sogenannten freien Wirtschaft auch. Hat man erst ein Mal eine Festanstellung ergattert, so ist es aus mit der Unabhängigkeit in der Berichterstattung, denn auch hier gilt “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”. Zu dem einen ergatterten, bezahlten, Job gibt es keine erwähnenswerte Alternative. Die anderen Medien haben im Zweifelsfall noch viel weniger Redaktionssessel zu besetzen.

    Ich wäre bereit, für ein gutes Online-Portal auch entsprechende Gebühren zu bezahlen, wenn ich wüsste, dass dann auch die Journalisten und Redakteure für unabhängige Arbeit ordentlich bezahlt würden. Wenn ich mich mit anderen darüber unterhalte oder auch Kommentare unter entsprechenden Umfrageartikeln lese, so gehöre ich mit dieser Haltung deutlich zur Minderheit.

    Es ist wie überall: Der Einheitsfraß ist am billigsten und wenn man nicht bereit ist, für gute Informationen auch gutes Geld hinzulegen, dann kriegt man auch nur Einheitsfraß.

    Es muss auch wieder über Ethik und Verantwortung gesprochen werden, gerade im Journalismus. Aber solange als einer der größten Vorteile dieses Berufes die freien Eintrittskarten, verbilligte Hotels oder Flüge gelten, ist die Objektivität der Berichterstattung bereits abgegraben, bevor sie überhaupt entstanden ist. Der investigiative Journalismus war mal 4. Instanz im Staat – das Kontrollorgan der Öffentlichkeit.

    Die Hochschule, die unsere Große für ein Semester Journalismusstudium besuchte, hat bei der Einführung folgenden Warnschuss abgegeben: Den Studenten wurde empfohlen, diese Hochschule auf meinprof.de immer schön zu loben, denn wenn dort etwas schlechtes stehen würde, dann fiele das auf die Hochschule und damit auf sie selbst als angehende Journalisten zurück und sie würden dann keinen Job bekommen. Niemand würde einen Journalisten einstellen, der von einer schlechten Hochschule kommt.

    Und da ist sie wieder, die Katze, die sich in den Schwanz beißt.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  4. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    Schuldverschiebung von oben nach unten…

    “Die Deutschen müssen sich überlegen, was sie wollen, vor allem aber lernen, dass man für Dienstleistungen auch bezahlen muss. Und das wollen sie deutlich nicht.”

    Die Deutschen müssen sich einer Rechtslage anpassen, deSSen Rechtslage nicht dem Deutschen Grundgesetz (GG) gleicht!

    Stimmt wir müSSen uns überlegen ob wir von Fremd geführten Lissabon Vertrag ohne Rücksicht auf das Deutsche Volk und sein GG zu nehmen deSSen Kriege mit zu tragen, seitdem wurde und wird das deutsche GG einfach geändert und angepasst bleibt die Frage?

    Wer sind die Deutschen mit ihren GG die für Kriege deutlich nicht bezahlen wollen?

    Und wer sind die fremden in Deutschland mit ihren EUen Lissabon Vertrag?

    EUropa ist nicht Deutschland!

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich bezahlte auch für ein entsprechend qualitativ hochwertiges Portal (Vielleicht bekäme ich es auch umsonst, da die einen guten Job für mich hätten…).

    Ich denke, wer so eines aufmachte, könnte (im doppelten Sinne) sehr ordentlich daran verdienen.

    Der Kalauer mit der “Uni”, die als erstes lehrt, die eigene Lehranstalt zu belobhudeln, ist also traurig wie köstlich.

    Hach, lach.

  6. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    “Es muss auch wieder über Ethik und Verantwortung gesprochen werden”

    schau mal ins deutsche Grundgesetz ist alles schon vorhanden nicht nur geprochen auch schriftlich für jeden lesbar.

    WAR nett mal wieder nur darüber geredet zu haben :-)

  7. Lesezeichen sagt:

    @hanne

    Ich halte nichts von dieser ewigen “Die da oben”- Haltung. Das ist eine äußerst bequeme Einstellung, die den einzelnen von seiner Verantwortung entbindet.

    Jeder einzelne trägt Verantwortung dafür, bei welcher Bank er sein Geld anlegt, bei welchem Geschäft er seine Einkäufe tätigt oder welche Zeitung er mit seinem Geld stützt bzw. nicht stützt. Das sind 80 Mio. Einflussnehmer.

    Und was Europa anbetrifft..

    Ich bin Pro-Europa, auch wenn mir das Konstrukt des Europa-Parlamentes mehr als suspekt ist. Der einzelne hat dem viel zu lange viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und dadurch war das lange ein handlungsfreier Raum, wohin man gern Politiker geschickt hat, die sich eine Weile aus der Öffentlichkeit zurückziehen sollten. Man sollte ihnen durchaus mehr auf die Finger klopfen.

    Europa gibt uns und auch anderen die Möglichkeit, ein gutes Einkommen zu erarbeiten, unseren Kindern eine mehrsprachige Ausbildung zukommen zu lassen und uns freier zu bewegen als es je möglich war. Wir brauchten kein Visum zu beantragen, keine Arbeitserlaubnis, sondern wir sind einfach hier hingezogen und haben losgelegt. Welche Schwierigkeiten ansonsten drohen, sehen wir bei unseren aktuellen Einwanderungsaktivitäten.

    Die 150.000 Auswanderer jährlich bewegen sich vorzugsweise im europäischen Raum und wenn ich an die Zukunft unserer Kinder denke, dann ist es diese Mobilität und Mehrsprachigkeit, die sie ziemlich gut vor Arbeitslosigkeit schützen wird. Es wird immer ein Land geben, wo sie mit ihren Fähigkeiten gefragt sind.

    Und Ihre ständigen SS-Anspielungen bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit halte ich in punkto Europa für deplatziert, historisch unpassend und unnötig.

    Das deutsche Grundgesetz wird durch Europa nicht geändert. Für eine Änderung des Grundgesetzes braucht es eine Zweidrittelmehrheit von Bundesrat und Bundestag, was eindeutig deutsche Regierungsorgane sind. Für Änderungen in punkto Europa gibt es im europäischen Parlament ständige Anwesenheit der betreffenden Ministerien, seien es der Bundesfinanzminister oder der Wirtschaftsminister oder auch andere, je nachdem um welche Gesetzgebung es sich handelt.

    Immer bloß Meckern über “die da oben” bringt auch nicht weiter. Ich sehe mich nicht so unmündig, als dass ich nicht in der Lage wäre, auf mein persönliches Umfeld entsprechend Einfluss zu nehmen. I

    Herzlichst

    das Lesezeichen :D

  8. hanne sagt:

    Selbstverständlich meine ich das alte URsprüngliche deutsche GG an das wir nur lange genug glauben sollten und nicht das Neuwerk das von Kohl, Schröder Merkel & CO und ihre Schäuble Guttenbergs bisher geändert haben :-)

  9. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    “Ich halte nichts von dieser ewigen “Die da oben”- Haltung.

    Diese ewigen da oben machen Gesetze deSSen ich mich verantworten soll ??? Und wenn ich deSSen Gesetze nicht befolge werde ich bestraft ???

    Das ist eine äußerst bequeme Einstellung, die den einzelnen von seiner Verantwortung entbindet.”

    Werde ich jetzt nur verarscht oder ist das die nEUe Gehirnwäsche pur?

  10. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    Immer bloß Meckern über “die da oben” bringt auch nicht weiter. Ich sehe mich nicht so unmündig, als dass ich nicht in der Lage wäre, auf mein persönliches Umfeld entsprechend Einfluss zu nehmen.

    Wer sagt denn das ich immer “nur” mecker?

    Und Ihre ständigen SS-Anspielungen bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit halte ich in punkto Europa für deplatziert, historisch unpassend und unnötig.

    Jetzt verstehe ich ihre bequeme Einstellung warum in punkto Europa deSSen KomiSSare zu vergleichen für sie deplatziert, historisch unpassend und unnötig erscheint!

    Das deutsche Grundgesetz wird durch Europa nicht geändert.

    Stimmt der Lissabon Vertrag hebelt nur das Grundgesetz aus!

    Ist das jetzt eine Selbstlüge zum Schutz, behaupten sie hier nur was sie glauben wollen?

    Obwohl sie kennen sich ja gut aus in deSSen Politik!
    Und wissen nicht das der Lissabon Vertrag das Grundgesetz aushebelt ?

    Für eine Änderung des Grundgesetzes braucht es eine Zweidrittelmehrheit von Bundesrat und Bundestag, was eindeutig deutsche Regierungsorgane sind.
    Für Änderungen in punkto Europa gibt es im europäischen Parlament ständige Anwesenheit der betreffenden Ministerien, seien es der Bundesfinanzminister oder der Wirtschaftsminister oder auch andere, je nachdem um welche Gesetzgebung es sich handelt.

    blablabla mit ein Bundesfinanzminister der nicht rechnen kann mit ein Wirtschaftsminister der nicht wirtschaften kann mit ein AuSSenminister der keine Fremdsprachen kann usw. ff.

  11. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    Und Ihre ständigen SS-Anspielungen bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit halte ich in punkto Europa für deplatziert, historisch unpassend und unnötig.

    übrings ein netter versuch mich maßregeln zu wollen :-)

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ hanne

    Lesezeichen hat zu Deinen ständigen SS-Anspielungen lediglich ihre Ansicht ausgedrückt.

    “Deplatziert, historisch unspassend und unnötig.”

    Das ist kein Versuch der Maßregelung.

    Lediglich eine freie und überdies gut zu begründende Meinungsäußerung.

    Und ich bin froh, dass sie das vorbrachte, denn ich war selber schon drauf und dran, in etwa dasselbe zu sagen.

    Du kannst also meinetwegen weiterhin überall, wo das Deutsche ein doppeltes “s” hergibt, Deine eigene “SS” daraus fabrizieren.

    Soweit ich weiß, ist das nicht verboten.

    Dass dies allerdings wohl nicht nur von Lesezeichen und mir als ziemlich daneben empfunden wird, das musst Du Dir schon sagen lassen.

    Da zieht denn auch der durchsichtige Trick mit der vorgeblichen Maßregelung nicht.

  13. Lesezeichen sagt:

    @hanne

    Zum Ministerrat:

    http://www.hieronymi.de/PDF%20Dokumente/MinisterratEU,%20feb2005.pdf

    Den Rest Ihrer Auslassungen habe ich gelesen.

    Herzlichst

    das Lesezeichen :D

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ein gut gemachtes Klarnamenforum, das ich ja schon lange fordere, aber noch nicht in die Wirklichkeit umzusetzen vermochte (Betonung auf noch, denn die Unterstützung hinter den Kulissen wächst bereits…), unterfüttert mit gut recherchierten und wohlformulierten Artikeln, um also tiefgründige wie gesittete Diskussionen anzuregen, vermöchte durchaus zu dem Portal anzuwachsen, für welches Leute wie Sie und ich auch gerne ein paar Euro im Monat bezahlten.

    In der Tat gilt es, etwas Besseres zu schaffen, anstatt nur zu meckern (womit ich Sie nun wirklich nicht angesprochen haben will…).

    Schon mit Tanja Krienen und ein paar anderen, einigen Kommentatoren Ihres Formats, einer gut durchdachten Logistik (wir denken über eine geeignete Struktur schon länger nach) wäre ein Anfang zu machen, für den sich keiner zu schämen hätte.

    Ich weiß, dass die Zeit dafür reif ist.

    Und sollte jemand vor uns die Sache nach allen Regeln der noch unerprobten neuen Kunst anschieben, so wird auf dieser Seite zumindest eine Menge nützliche Vorarbeit dazu geleistet worden sein (nett, so ein Futur II, nicht?).

    Vielleicht steuern Sie ja noch ein paar Ideen bei, geben Hinweise, wie ein Portal, für das Sie gerne bezahlten, aussehen könnte.

    Das wäre doch mal einen Gastbeitrag aus Ihrer Feder wert!

    Ich will Sie ja nicht drängeln, aber in diesem Sinne eben doch ein wenig ansandeln…

    Mit einem Lachli

    Ihr

    M.W.G.

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Nachtrag

    Ich hieße Ihren Beitrag hier selbstverständlich auch unter “Lesezeichen” oder einem anderen Pseudonym willkommen.

    Diese Seite hier wird weiterhin Nicks akzeptieren: das ist klar besprochen.

  16. hanne sagt:

    @ MWG

    “Deplatziert, historisch unspassend und unnötig.”

    SS Historisch unspassend ?

    Lediglich eine freie und überdies gut zu begründende Meinungsäußerung.

    Welche Meinungsäußerung wird hier gesteuert?

    das musst Du Dir schon sagen lassen!

    ICH MUSS gar nichts MÜSSEN auSSer nur noch aufs Klo die braune Scheiße scheißen.

    Über die freie und überdies gut zu begründende “dürfen” sie mich mal am rosaroten na was wohl genau an die braune bis ins rosarote sonst wohin http://de.wikipedia.org/wiki/Rosettenabtastung

  17. Lesezeichen sagt:

    Hallo Herr Göller,

    sehr gern werde ich mich einem solchen Beitrag widmen. Es wird allerdings ein paar Tage dauern, denn im Augenblick habe ich noch andere Dinge hier liegen, um die ich mich zuerst kümmern muss, z. B. eine professionelle homepage basteln. Eigentlich hätte ich das heute schon tun wollen, weil ich keine Ahnung habe, wie das geht und ich nicht auf livepages und Co. zurückgreifen will. Da ich aber hier die ganze Zeit mitbloggen muss, ist mir die Zeit wieder mal durch die Finger geflossen. :D

    Hach ja, das Internet kann durchaus suchtähnliche Symptome hervorbringen. Man muss einfach mitschreiben bzw. ist neugierig ob es schon neue Antworten gibt.

    Böse, böse ;)

    Mit den besten Grüßen und Vorsätzen

    das Lesezeichen

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ hanne

    Jetzt ist aber gut bzw. schlecht.

    Ich habe schon früher darauf hingewiesen, dass hier keiner ein Privileg zum kritikfreien Pöbeln hat, ob Christ, Heide oder sonstwer.

    Und wenn das einzige, was Du musst, aufs Klo ist, dann ist das schön für Dich.

    Hier aber wirst Du Dich künftighin benehmen.

    Sonst ist der Zacken, oder meinetwegen auch der Arsch, bald ab.

    Du könntest Dir derweil vom Lesezeichen, die eine sehr gläubige Christin, in Punkto Gediegenheit und Durchdachtheit der Rede ruhig mal ein paar Scheiben abschneiden.

    Christ heißt nämlich nicht automatisch doof, ebenso wenig wie Heide oder Atheist automatisch gescheit.

    Und ich wiederhole es: Wenn man mich anpöbelt, geht das länger durch, als wenn man es mit anderen Diskutanten macht, aber auch nicht ewig.

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Auf ein paar Tage kommt es nicht an.

    Ich freute mich aber, wenn es im April noch klappte, da ich zu diesen Themen voraussichtlich Ende des Monats eine Veranstaltung moderieren werde.

    Da wären Anregungen – mal wieder nicht aus meiner Feder und doch hier eingestellt – natürlich hoch willkommen.

  20. hanne sagt:

    @ MWG

    Was ist das für ein benehmen Fragen einfach zu übergehen?

    SS Historisch unspassend ?

    Ist das Thema SS, Grundgesetz und Lissabon Vertrag wirklich “Deplatziert, historisch unspassend und unnötig.” ?

    “Du könntest Dir derweil vom Lesezeichen, die eine sehr gläubige Christin, in Punkto Gediegenheit und Durchdachtheit der Rede ruhig mal ein paar Scheiben abschneiden.”

    Ich könnte derweil von jemanden der einfach nur was behauptet was abschneiden? Ich habe meine Frage nicht nur durchdacht ich habe beides Grundgesetz und Lissabon Vertrag gelesen infolge kann ich sehen und vergleichen.

    z.b
    Das deutsche Grundgesetz wird durch Europa nicht geändert.

    Stimmt der Lissabon Vertrag hebelt nur das Grundgesetz aus!

    kommt im gleichen Zug unterfüttert mit gut recherchierten und wohlformulierten Artikeln… keine Antwort mehr!

    Was ist das?

    Ein gut gemachtes Klarnamenforum, indem Klartext und Wahrheiten mit wohlformulierten Artikeln einfach ausgeblendet werden soll?

  21. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ hanne

    Immerhin hast Du Deine Sprache jetzt gemäßigt.

    Was Du mit Deinem SS-Spleen (jetzt sinds sogar drei “S” hintereinenander!?) bezweckst, erschließt sich mir allerdings noch immer nicht.

    Das ist eine zwanghafte Fixierung, die irgendwann schlichtweg nervt.

    Oder Du willst damit gezielt etwas penetrantest in diese Seite eintragen, was ich jedenfalls so nicht brauche.

    Andere versuchen hier, ernsthaft ihre Gedanken einzubringen.

    Wenn Du da nicht mitzutun bereit bist – man manche durchaus nicht neue Wahrheit, schlecht formuliert überdies, zwischen jeder Menge unsinniger Schlacke stets erst herausschälen muss – , habe ich irgendwann den Kanal voll.

    Ich habe Dir bisher jeden Unfug mit jedem Link freigeschaltet.

    Das währt nicht mehr lange.

    Hier wird nicht endlos gefaselt und eine Linkagenda betrieben und dazu noch fäkaliter herumgeranzt, sobald einer sich kritisch dazu äußert.

    Punktum.

    Also: Der nächste Kommentar ist entweder in diesem Sinne botmäßig und verständig, oder er wird einfach gelöscht.

  22. hanne sagt:

    Da frage ich mich warum stört es jemanden wenn ich hervorgehoben SS schreibe während EU hervorgehoben für Euro und/oder Europa mit den ewigen “Die da oben” sich nicht dran stört?

  23. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ hanne

    Ganz einfach: Du hast bei Deinem ganzen SS-Gefasel noch nicht ein einziges Mal, jedenfalls soweit ich es überblicke (irgendwann liest man vielleicht schon gar nicht mehr genau hin), einen sinnfälligen logischen Zusammenhang hergestellt.

    Es sei denn natürlich, alles, was böse ist, einem nicht passt, wäre “SS”.

    Also selbst die Laus, die als erste versucht, einen alten Holunderbusch mit Ameisenhilfe zu befallen.

    Das ist doch lächerlich.

    Aber auch schädlich.

    Ich bitte Dich daher, von diesem Unfug hier Abstand zu nehmen.

    Es sei denn, Du erklärtest allen Lesern mal die Zusammenhänge, so dass jedem ein Licht aufgeht, weshalb alles und jedes Üble SS sein solle.

  24. Lesezeichen sagt:

    @ hanne

    Dass der “Lissabon-Vertrag das Grundgesetz aushebelt” steht nahezu in jedem Blog im Internet. Dazu muss man das einfach nur mal als Satz bei Google eingeben.

    Wenn Sie beides so gründlich gelesen haben, dann können Sie das natürlich auch ordentlich begründen, z.b. duch Zitate und eine schlüssige Argumentationskette. Die Zitate sollte man übrigens ordentlich durch entsprechende Zeichensetzung kennzeichnen. Spätestens nach Guttenberg müsste das bis zum letzten Bürger durchgedrungen sein. :D

    Wenn man denn schon so über ihn schimpft, sollte man zumindest diese Kleinigkeit besser können.

    Sachliche Begründungen habe ich von Ihnen nicht gelesen.

    Warum antworte ich nicht?

    Nun, ich habe Ihnen in einem Artikel weiter unten sehr ausführlich geantwortet und darauf eine fäkalienwortreiche Wisch-und-Weg-Antwort bekommen, die mir gezeigt hat, dass es Ihnen hier weniger um eine sinnbringende Diskussion geht, sondern vielmehr darum, einen Platz zu haben, wo Sie sich auskübeln können.

    Das mag jetzt nun Ihr Stil sein. Meiner ist es nicht. Ich stehe auch dafür nicht zur Verfügung und ja, es gibt Themen, darüber diskutiere ich gar nicht, z.B. das Thema Glaube. Ich versuche gern, meine persönliche Erkenntnis dazu zu erläutern, wenn man mich fragt. Dabei belasse ich es auch dann gern, weil es schwer ist, etwas in Worte zu fassen, das so umfangreich, schwierig und vor allem so persönlich ist. Außerdem geht mich anderer Menschen Glaube nichts an. Ich missioniere niemanden.

    Auch weiter oben in diesen Thread ist an wirklichen Argumenten von Ihnen nichts zu lesen, geschweigedenn von ausführlicher Recherche. Ich verstehe darunter jedenfalls etwas anderes. Ich habe Ihre Ausführungen dazu alle gelesen und Ihnen das mitgeteilt. Das gebietet die Höflichkeit. Ansonsten behalte ich mir dann vor, dazu nichts weiter mehr zu sagen, eben weil es nichts zu sagen gibt. Sie haben gesprochen, sich Luft verschafft, den Magen geleert und – gut is. Ich muss dazu nichts sagen.

    Es grüßt

    das Lesezeichen :)

  25. hanne sagt:

    @ MWG

    Andere versuchen hier, ernsthaft ihre Gedanken einzubringen.

    Demnach sind (meine) Gedanken die Zusammenhänge zeigen und nachzuvollziehen sind nicht ernsthaft einzubringen?

    Ich habe Dir bisher jeden Unfug mit jedem Link freigeschaltet.

    Wenn das was da draußen gerade passiert alles NUR Unfug ist, kann ich auch nur Unfug mit Link zum vergleich einstellen dem stimme ich zu.

  26. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    Dass der “Lissabon-Vertrag das Grundgesetz aushebelt” steht nahezu in jedem Blog im Internet. Dazu muss man das einfach nur mal als Satz bei Google eingeben.

    Danke für die Info, das klärt aber nicht unser beider unterschiedlichen
    Aussage “Das deutsche Grundgesetz wird durch Europa nicht geändert.” und meine Frage hebelt der Lissabon Vertrag das deutsche Grundgesetz aus ja oder nein?

  27. hanne sagt:

    @ MWG

    Es sei denn natürlich, alles, was böse ist, einem nicht passt, wäre “SS”.

    Nicht alles nur im Zusammenhang mit den ewigen “Die da oben”- Haltung

    und

    Die Deutschen müssen sich überlegen, was sie wollen, vor allem aber lernen, dass man für Dienstleistungen auch bezahlen muss. Und das wollen sie deutlich nicht.

    Bin ich Deutsche oder Europa?

  28. hanne sagt:

    @ MWG

    Es sei denn, Du erklärtest allen Lesern mal die Zusammenhänge, so dass jedem ein Licht aufgeht, weshalb alles und jedes Üble SS sein solle.

    Ist ganz einfach ich habe mir mal die mühe gemacht Ahnenforschung zu betreiben ohne mich selbst zu belügen. Wie gesagt nicht alles aber meine Familie hat SS Geschichte und die kann ich jetzt Zusammenhängend sehr gut mit der EU Zukunft vergleichen.

    Sollte ich daraus ein Schaden davon getragen haben indem ich zwanghaft versuche auf Gefahren hinzuweisen möge man es mir verzeihen, ich könnte es mir nicht verzeihen EUch nicht gewarnt zu haben.

  29. hanne sagt:

    @ MWG über meine EU-Deutsche zweideutige 3faltige SS eindeutige Bemerkung!

    Über die freie und überdies gut zu begründende “dürfen” sie mich mal am rosaroten na was wohl genau an die braune bis ins rosarote sonst wohin Zielsuchverfahren = http://de.wikipedia.org/wiki/Rosettenabtastung

    Hier aber wirst Du Dich künftighin benehmen.

    Sonst ist der Zacken, oder meinetwegen auch der Arsch, bald ab.

    Nur weil ich auf die Rosettenabtastung wird ein spezielles Zielsuchverfahren von Radar-Leitsystemen (nicht nur) für Raketen hingewiesen habe?

    Interessant wie schnell man doch noch was hinein Interpretieren kann um sich angegriffen zu fühlen oder was ist das für ein benehmen!

    A…. bald ab.

    wohl eher nur am Ziel vorbei und von Thema ab.

    Das nenne ich gezieltes Zielsuchverfahren um von Thema ablenken zu können, so wie die Raketen da oben Atome spalten können!

  30. hanne sagt:

    @ Lesezeichen

    Auch weiter oben in diesen Thread ist an wirklichen Argumenten von Ihnen nichts zu lesen, geschweige denn von ausführlicher Recherche. Ich verstehe darunter jedenfalls etwas anderes.

    Welche wirklichen Argumente darf ich in diesen Blogg einstellen damit sie die lesen und spalten mit ellen langen unwichtigen Argumenten am Thema vorbei um abzulenken?

    In der EU braucht keiner ein eigenes Urteil benötigen sie wirklich meine Argumente um sich ein eigenes Urteil zu bilden?

    Was verstehen sie unter ausführliche Recherche? Wie wäre es wenn sie selber prüfen ob meine kurzen Argumente in diesen Thread mit der Wirklichkeit übereinstimmen!

  31. hanne sagt:

    @ MWG

    egal ob sie meine Beiträge noch freischalten oder nicht!

    DANKE für diese Lektion :-)

  32. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ hanne

    Bitteschön.

    Wie dem FAZler, der hier den Hintergrund abgab, empföhle es sich auch Dir, die eigenen Beiträge vor dem Absenden nochmal durchzulesen.

    Dies hier ist nämlich kein beliebig ansteuerbarer Wirrkasten.

    Den man mit undurchdachten, schlampigen, rotzigen, was auch immer für weitestgehend inhaltslosen, uninteressanten und langweiligen Kommentaren nach Gusto zumüllen kann.

    Ich warne nicht mehr oft.

  33. Viel schlimmer als die Rechtschreibfehler – (und meiner Meinung nach auch eher einen Artikel wert) – ist es wohl, daß von vielen Journalisten der Pressecodex nicht mehr eingehalten wird:

    Zum Beispiel:
    Pressecodex, Ziffer 1: Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde

    Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

    Pressecodex, Ziffer 2: Sorgfalt

    Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

    Pressecodex, Ziffer 3: Richtigstellung

    Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen.

    Pressecodex, Ziffer 14: Medizin-Berichterstattung

    Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.

    Pressecodex, Ziffer 15: Vergünstigungen

    Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig.

  34. Lesezeichen sagt:

    @Jermain,

    es ist erschütternd, wie groß die Kluft zwischen Theorie und Praxis geworden ist.

    Ich bekomme allerdings auch hautnah mit, wie gering die Möglichkeiten in Deutschland für ambitionierte Berufseinsteiger sind, gute journalistische Arbeit zu leisten. Da ist es tatsächlich aktuell einfacher, im Ausland eine Festanstellung zu bekommen, insbesondere mit guter Ausbildung und Mehrsprachigkeit, als in Deutschland.

    Investigativer Journalismus kostet etwas und das will niemand bezahlen. Da muss man der Realität einfach ins Auge sehen. Hier setzen auch die hochgelobten Kräfte des sogenannten freien Marktes ein und es gibt – drastisch betrachtet – nichts marktradikaleres als den Kunden, der sich aber auch im gleichen Atemzug dann wieder lauthals über die schlechte Qualität der Medien beklagt.

    Das ist bei Jobs übrigens ganz ähnlich. Alle wollen gut dotierte Jobs haben, am besten noch mit Zusatzversorgung und ordentlichem Jahresurlaub. Gekauft wird aber vorzugsweise dort, wo es billig zugeht, weil die Leute dort schlecht bezahlte oder bestenfalls gar keine Jobs haben – siehe Supermärkte mit self-checkout-Kassen oder online-shops. Guter Service, weil kostenlos, ist der, den man selber macht.

    Für Null Euro im Journalismus kriege ich bestenfalls den Praktikanten, der sich durch diese Investition erhofft, nach absehbarer Zeit eine bezahlte Festanstellung in einer Redaktion zu bekommen, was nach Lage der Dinge nahezu aussichtslos ist.

    Bei der Vorteilsannahme musste ich schmunzeln. Presseleute bekommen Sondertarife in Hotels, bei Veranstaltungen, Freikarten usw usw… Einer der wenigen Vorzüge dieses Jobs. Wenn man schon nicht oder schlecht bezahlt wird, dann freut man sich doch wenigstens über diese “Naturalien”. Besser als nichts. Ich finde es auch beschämend, wenn Vorzeigejournalisten für Tausende bei Verbänden, Organisationen oder auch Wirtschaftsunternehmen Veranstaltungen moderieren. Das müsste sich von selbst verbieten. Richtern kann man wegen Befangenheit einen Fall entziehen. Wie sieht das bei Journalisten aus? Für mich ist so etwas Käuflichkeit par excellence.

    Das Internet ist Informationsquelle, Tummelplatz für Hobbyschreiber und Meinungkundtuer und auch der Friedhof für den Qualitätsjournalismus. Niemand zahlt mehr für etwas, was er – angeblich – auch kostenlos online bekommen kann. Somit brauchen wir gar nicht spöttisch über Fox-News zu lästern. Im Prinzip ist es in Deutschland auch so weit. Infotainment statt objektiver Information, Nachrichten-Fast-Food statt investigativer Berichterstattung von studierten Profis. Aktive Meinungsbildung anstatt objektiver Berichterstattung. Die Claims sind doch schon vergeben. Im Polit-Talk muss man sich doch nur die Gästeliste ansehen und weiß schon, wie das Ergebnis dieser Runde sein wird. Die Meinung, die man hören will, bekommt 4 Gäste – die gegenteilige Meinung einen einzigen und dann auch noch jemanden, der offensichtlich schwach ist. Mittlerweile sehe ich mir Sendungen nicht mehr unter dem Aspekt der Information an, sondern mit der Frage, wohin sie mich schieben sollen. Keine Doku, kein Film, keine Talkrunde mehr ohne Message.

    Besonders übel finde ich übrigens die aktuelle Westerwelle-Debatte in den Medien. Die Medien werfen der FDP Königsmord vor, dabei gibt es kaum einen Politiker, der im Dauerfeuer so öffentllich von den Medien demontiert wurde, wie Westerwelle. Das ging so unter die Gürtellinie, dass man sich nur noch schämen konnte. Es war einfach opportun, auf ihn einzudreschen, egal mit welcher Begründung und die Scheinheiligkeit, mit der nun über die Partei geurteilt wird, ist kaum noch überbietbar.

    Zur Finanzierung der Medien durch Werbung:

    Wer wird schon einen negativen Bericht über ein Unternehmen veröffentlichen, wenn gleichzeitig dieses Unternehmen ständig auf der eigenen Website gegen harte Euronen Anzeigen schaltet?

    Niemand!

    Ich halte das für eine schlechte Entwicklung. Ich will das Internet nicht abschaffen, ich halte auch Blogs für eine sinnvolle Einrichtung. Ich hätte nur gern den guten, investigativen Journalismus als 4. Instanz im Staat, als Kontrollorgan, wieder zurück und da glaube ich eben, dass das nur über ein bezahltes Portal geht. Meinung muss wieder von Information deutlich getrennt werden. Den Bürgern müsste das ebenso viel wert sein, wie die Qualität ihres Essens. Es gibt eben nicht nur die Nahrung für den Körper, sondern auch die für den Geist.

    Die Kunst liegt – wie bei so vielem – in der Aufwertung. Es gibt nicht nur die finanzielle Aufwertung, sondern auch die moralische. Und da muss eben doch wieder über Ethik gesprochen werden, über einen Ehrenkodex, darüber, dass es eben etwas besonderes ist, diesen Beruf auszuüben, dass man keinen Job hat, sondern eine Aufgabe, eine wichtige Funktion.

    Allerdings sehe ich diese Entwicklung in Deutschland aktuell nicht. Da bin ich auch realistisch.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  35. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Jawohl!

    Wie soll denn ein Johannes Baptist (lustig!) Kerner noch vernünftig über Krieg, übers deutsche Militär reden können, wenn er mit Guttenberg und seiner Tuss in Afghanistan eine PR-Show “moderiert” hat?

    Und:

    “Besonders übel finde ich übrigens die aktuelle Westerwelle-Debatte in den Medien. Die Medien werfen der FDP Königsmord vor, dabei gibt es kaum einen Politiker, der im Dauerfeuer so öffentllich von den Medien demontiert wurde, wie Westerwelle. Das ging so unter die Gürtellinie, dass man sich nur noch schämen konnte. Es war einfach opportun, auf ihn einzudreschen, egal mit welcher Begründung und die Scheinheiligkeit, mit der nun über die Partei geurteilt wird, ist kaum noch überbietbar.”

    Sie sprechen mir mit obigem aus der Seele.

    Immerhin warf man Westerwelle nicht auch noch direkt vor, er sei eben zu schwul, um einen ordentlichen, völkerrechts- wie grundgesetzwidrigen Angriffskrieg anzufangen.

    Für so etwas brauche man schon einen stattlichen Freiherrn Erectus (einen Doktor braucht man dafür nicht), der weiß, wo sein Schniedel hingehört.

    Das wäre nunmal einerseits nicht politisch korrekt, andererseits zu selbstentlarvend gewesen.

    Herzlichst

  36. Lesezeichen sagt:

    Hallo Herr Göller,

    “Für so etwas brauche man schon einen stattlichen Freiherrn Erectus (einen Doktor braucht man dafür nicht), der weiß, wo sein Schniedel hingehört.”

    Damit hätten aber die grünen KriegsbefürworterInnen ein Problem. Erst heute morgen habe ich mir die hartaberfair-Sendung von gestern online angesehen und Bärbel Höhn dazu gehört.

    Nein, auf WWs Homosexualität herumzureiten hätte sich nach aktueller Lage der Dinge niemand getraut. Zu schnell fängt man sich dann die grassierende Homophobie und die wird man dann nie mehr los.

    Man mag nun zu WW stehen wie man will, aber diese üblen Spielchen, die man da getrieben hat und immer noch treibt, sind für ein demokratisches Land unter aller Kanone. Allen voran fällt mir da Özdemir mit seinem Video ein, in dem er sich öffentlich für WWs angeblich schlechtes Englisch “entschuldigt”. Das ist so peinlich, dass man diesen Mann eigentlich sofort aller Ämter entheben müsste. So etwas ist wirklich unterste Schublade und Abschaum.

    Seltsamerweise hat sich aber darüber auch kaum jemand aufgeregt, ebenso wie über Tritt-ihn’s offensichtlich schlechte Geschichtskenntnisse bezüglich Lübke. Mehr als Achselzucken kommt da nicht.

    Kulturlos, das Ganze

    findet das Lesezeichen

  37. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ja, man macht WW nach allen Regeln der Unkultur fertig.

    Ich weiß ja nicht, welchen Spätzles-Akzent Özdemir in seinem Englisch mit sich führt, ob Sie und ich dessen Diktion sonderlich ernstnähmen.

    Fällt mir gerade ein, lustig auch, dass man so ein Sprachgehunze wie das der deutschen GrünInnen im Englischen meines Wissens gar nicht kennt.

    Unter Arbeitern sagte man: Zu dumm, um ein Loch in den Schnee hineinzubrunzen.

    Oder auch: Die gehörten alle mal ordentlich…Aber wer schafft das, sich derartig granate vollaufen zu lassen, dass er gar nichts mehr mit- und das dann trotzdem noch hinkriegt?

    Es läuft eben eine gnadenlose Kampagne: WW ist “WANTED”. (Also erwünscht im Sinne des Abschusses)

    (Nicht) erstaunlich auch, dass Guttenberg, der sich harsche Kritik durch seine Lügerei und seine folgenden Mitleidsplatten (un-)redlich selbst verdiente, Rückendeckung bis zum Letzten bekam (Wer ohne Sünde ist…), jeden Kalauer versuchend, der nur aus der Mottenkiste der Idiomatik gezogen werden kann, während für WW keiner auch nur einen Finger krumm macht.

    Nun gut, oder vielmehr schlecht, immerhin wissen wir, weshalb.

    LG

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