Tarpley: Obama & Co befördern wahrscheinlichen Genozid in Libyen

In zwei Interviews auf Russia Today geht Webster Tarpley mit der westlichen Libyen-Politik schärfstens ins Gericht.

Er meint nicht nur, dass man dort mit Al-Quaida eng verflochtene Gruppen unterstütze und bewaffne, sondern auch, dass die Rebellenstämme stark rassistisch gegen dunkelhäutige Libyer eingestellt seien und viele von diesen bereits allein aufgrund ihrer Hautfarbe massakriert hätten, was indes in den westlichen Medien bewusst nicht vermeldet werde.

Im Falle eines erfolgreichen Feldzuges dieser Kräfte gen Tripolis befürchtet er gar Massaker in der Dimension eines Völkermords.

So dass die USA, Großbritannien und Frankreich (deren imperiale Rolle er einzeln beleuchtet, Sarkozy vergleicht er mit Napoleon III.) nicht nur ihre eigenen künftigen Feinde heranzüchteten, sondern genau das beförderten, wogegen angetreten zu sein sie vorgeben: ein umfässliches Niedermetzeln von Zivilisten.

Da Tarpley kaum im Rufe steht, schlecht informiert zu sein oder sich Dinge einfach zusammenzuspintisieren – wenn er lediglich vermutet, dann sagt er das auch ganz klar – , könnte einem der Atem stocken angesichts dessen, was die Koalition der Lieben in Libyen derzeit anrichtet.

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3 Antworten zu “Tarpley: Obama & Co befördern wahrscheinlichen Genozid in Libyen”

  1. hanne sagt:

    Nicht nur wahrscheinlich und nicht nur in Libyen oder wonach sieht diese Palestina/Israel Karte aus?

    http://www.myspace.com/hannehh/photos/8246578#{%22ImageId%22%3A8246578}

  2. Föhnix sagt:

    Vieles davon sagte und verbreitete ich bereits vor Wochen – lange bevor die Imperialisten angriffen.

    Es gibt längst deutliche Hinweise bzw. Belege dafür. Sogar Tagesschau-Online berichtete bereits vor Wochen aus Bengasi über über eine (wörtlich) “rassistische Hexenjagd” der angeblich demokratischen Demonstranten auf schwarze Afrikaner. Was taten die Wolf-im-Schafsmedien? Sie befeuerten die Übergriffe durch ihre Hetze gegen angebliche schwarze afrikanische Söldnertrupen, die im Dienste Gaddafis stünden. Tatsächlich scheint es sich um reguläre Truppen mit Soldaten zu handeln, die aus den südlichen Landesteilen kommen. Dort leben Tuareg und sogenannte Schwarzafrikaner.

    Der Spiegel berichtete bereits 2007, dass sich libysche Dschihadisten al-Quaida angeschlossen hätten. Bereits damals erklärten sie der Regierung von Muammar al-Gaddafi der Kampf. Sollte Bin Ladens CIA-Gewächs immer noch von Langley aus kommandiert werden, hätte man von Seiten der Imperialisten “einige hundert Kämpfer” im Land gehabt, die in Ruhe den Umsturz organisieren konnten.

    Apropos Napoleon III.: Der ist anscheinend fest davon überzeugt, mit der Kriegskarte einen Trumpf für seine politisches Überleben in der Hand zu haben (wenn er sich da mal nicht täuscht…):
    http://www.oe24.at/welt/weltpolitik/Franzoesische-Truppen-greifen-ein/21692045

  3. Föhnix sagt:

    Hier kann man den Kriegspropagandisten bei Lügen “zusehen”:

    “Anti-libysche Propaganda entlarvt”

    Allerdings sollte man sich das wirklich nur antun, wenn man starke Nerven und einen robusten Magen hat. Es geht hier nämlich nicht um die alltäglichen Totenzahlen, sondern um richtige Menschen mit Gesichter und so…

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2011/04/01/anti-libysche-propaganda-entlarvt/

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