Statt von einer sexy “Koalition der Willigen” spricht man im Krieg (der Worte) gegen Libyen jetzt von “den Alliierten”.
Und selbstverständlich auch hier: “Die Alliierten” suggeriert die Parallele zum Zweiten Weltkrieg, dem Kampf der Lieben gegen die Bösen.
Dass diesmal blöderweise die Russen nicht bei den Lieben mitmachen, die damals die Hauptkriegslast trugen, mit den größten Verlusten…
Naja, man muss nicht alles so ganz genau nehmen.
Immerhin: Die Wortstrategen haben sich inzwischen etwas altes Neue einfallen lassen.
Indem man Tripolis massiv bombardiert, vorgeblich um “Massaker an Zivilisten” abzuwenden, hat man derlei lexematisches Geklingel wohl nötig.
Fehlt nur noch, dass Camerlot, Sarko und Oba mit dem Victory-Zeichen auftreten.
Und man die Gefängnisse, von denen es in Libyen sicherlich auch welche gibt, als Konzentrationslager bezeichnet (Bengasi wurde von jenem Oberökopax C.-B. ja schon mit dem Warschauer Ghetto verglichen…).
Propaganda ist eben bei weitem das Billigste am Krieg.
(Gestern Abend erklärte ich meinem Sohn, der wissen wollte, woher ich wähnte, dass all die bezahlten Lügner herkämen, dass die eben verhältnismäßig wenig kosten. Für den Preis eines modernen Kampfjets, sagen wir 100 Millionen, kann man ein Jahr lang 1000 Lügner und professionelle Zersetzer in Zeitungen, Blogs usw. bezahlen, hunderttausend Euro pro Stück, also nicht schlecht für einen Schmierfinken.)
Tags: Krieg






















Wie wahr, wie wahr. Ist mir auch gleich aufgefallen. Besonders dreist: man nennt es gleich Krieg gegen G. , und keinen störts. Und das an einfach so mal bombardiert und nix von wegen ruhigen Luftkorridor macht, wen stört es - niemanden. Die Leute schlafen.
Leider
@ Jan G.
Viele schlafen sicherlich in gewisser Weise.
Die anderen sind eher ratlos.
Soll man etwa die Linkspartei wählen, bloß weil die gegen die NATO-Angriffskriege (oder jene der “Willigen” oder “Alliierten) ist?
Wie lange das in einer Regierung hielte, darf darüber hinaus getrost bezweifelt werden.
Dass die NWO-Krieger das Fundament aushöhlen, auf dem sie stehen, nämlich den Glauben der Leute an das Funktionieren der parlamentarischen Demokratie: Merken die das?
Dass Russland und China die USA vielleicht gerne in immer noch mehr nicht gewinnbare Kriege hineinlaufen lassen?
Was kommt nach den Luftangriffen?
Eine problemlos-genehme Regierung?
Was ist mit der erbärmlichen Koordination des sogenannten Westens in diesem Waffengang?
Das Ganze macht mir nicht eben einen souveränen Eindruck.