Die FAZ hat’s

Wie sich die Zeiten ändern: Jetzt trägt selbst die FAZ einen Blogger vor sich her, der sich weiland in Wackersdorf wegen der geplanten WAA mit der Staatsmacht anlegte.

Ich war damals auch dort, eine Woche fast, vielleicht sind wir sogar mal zusammen am Lagerfeuer gesessen und haben den Kiffern zugeguckt, ebenda, im frostigen Januar, in jenem merkwürdigen Protestdorf im oberpfälzischen Wald, bis zur chaotischen Räumung, mit Festnahme, ED-Behandlung, einem halben Tag gekrümmt im Gefangenentransportbus, danach Anklage wegen Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Staatsgewalt mir das niemals verzeihen wird, selbst wenn man den letzten Höllenmeiler abgeschaltet hat.

Jedenfalls solange, wie sie noch in denselben Händen ist, denn da geht es, wenn man es nicht bis zur FAZ geschafft hat, nunmal ums Prinzip.

Gehörte ich allerdings inzwischen zum Biosprit-Menschenaushungerlager, wäre ich ein linker Gender-Geschlechterverächter, ein Kinderverknaster (oder -befummler wie Cohn-Bendit), so wäre dies wahrscheinlich auch anders, inzwischen lässlich.

Aber: Was soll’s.

Und ich will an dieser Stelle – ungeachtet der noch nicht geschassten Weltkriegstreiber-Betonkopffraktion in der FAZ – auch einmal ein Lob dafür aussprechen, dass die Zeitung in Punkto Guttenberg Kurs gehalten hat.

Es geschehen doch noch – selbst göllerprophezeite (siehe “Guttenbergs FAZlige Zukunft”) – Zeichen und Wunder.

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