Crowley irrte II

Vor ein paar Tagen wurde ich privat höchst kritisch, ja verärgert auf den ersten Teil zu Crowleys Philosophie angesprochen.

Liebe gehe ja schonmal von der Zweiheit aus, alsowomit ich die vollkommene Einheit achtlos übergangen habe: ich neige zu unbedachten, fahrlässigen Schnellschüssen.

(Was mir von jener Seite bei der Gelegenheit nicht zum ersten Male vorgeworfen ward.)

Dabei sei Kraft, von der ich sprach, eine Emanation, die damit ebenfalls eine Zweiheit mit sich führe, Wille zumal, und dass ich lediglich davon gesprochen habe, Liebe stehe nicht u n t e r Willen, entgegnete ich.

Vielleicht habe ich mich ja in dem Sinne getäuscht, dass Liebe nicht die höchste Kraft ist, jedenfalls nicht alleine, denn sie könnte ja auch gleichberechtigt n e b e n dem Willen stehen.

Vielleicht habe ich die Sache auch noch nicht richtig begriffen, da ich z. B. die Liebe zu meinen Söhnen nie als unter meinem Willen stehend sah.

Weiß jemand mehr?

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13 Antworten zu “Crowley irrte II”

  1. bl sagt:

    Ich kenne Crowley zu wenig, um aus einem Satz zu wissen, was er damit aussagen wollte. Aber “über” oder “unter” oder “höher” etc. sind Begriffe, die zur räumlichen Orientierung in einer physischen Welt nützlich sind, aber nicht, um Bewusstseinszustände wie “Liebe” zu beschreiben. Im Bewusstsein ist alles gleichwertig, nur verschieden.

    Liebe definiere ich als Wissen und Wertschätzung. Wissen um sich selbst (im Sinne von “Erkenne dich selbst, dann erkennst du Gott und die Welt) und Wertschätzung bedeutet die grundsätzliche Akzeptanz und den grundsätzlichen Wert von Allem was existiert.

    Aufgrund dieser Definition kann man leicht erkennen, dass die Liebe wenig mit den romantischen Gefühlen zweier Menschen zu tun. Nur sehr selten entwickelt sich aus einer Anziehung Weiteres… Selbst die Zuneigung zu den eigenen Kindern ist oft genug mit Macht und Kontrolle verseucht, eben das, was unter “Erziehung” verstanden wird.

    Liebe ist also nach meiner Definition die “stärkste Kraft im Universum”, denn sie ermöglicht die volle Entfaltung. Nur so ergibt der bekannte Spruch “Wissen ist Macht” einen Sinn. Der Willen ist ein mentales Werkzeug, wie ich es nenne, der zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden kann. Er ist das Mittel zur Auswahl der Ereignisse und Dinge, die man erfahren will, in dem man eine Absicht (Vision, Wunsch) postuliert und diese, wenn möglich, zulässt. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Willen sehr stark von den Überzeugungen gefärbt ist. Tatsächlich kann man noch so einen starken Willen haben, wenn die Überzeugungen (Glaubenssätze) dem widersprechen, wird die Realisierung nicht möglich sein.

  2. Tester sagt:

    Ich bin mir jetzt nicht sicher, denke aber dass der Satz nicht so gemeint war wie Du ihn verstanden hast. Eher so, dass die Liebe aus freiem Willen kommen muss und mit vollem Bewusstsein.

  3. Tester sagt:

    Die höchste Kraft im Universum ist die Gravitation und diese entspricht der wirklichen Definition der Liebe/Anziehung/Implosion (Implosion im Sinne von Schauberger).

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ bl & Tester

    Dank Euch!

  5. Mesopotamischer Zwerg sagt:

    bl sagt: “Liebe ist also nach meiner Definition die “stärkste Kraft im Universum”,…”

    Komisch, die Ungläubigen wissen es, aber das “Wesen” von dem diese Kraft ausgeht, das verachten sie.

    1.Johannes 4:16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Mesopotamischer Zwerg

    Ich weiß nicht, wer hier alles was verachtet oder auch nicht.

    Verächtlich aber finde ich es, “Ungläubigen” (für Moslems sind das dann wieder andere als für Christen, und unter den Christen beharkt man sich ja auch noch wie arbeitslose Bürstenbinder) dauernd reinzudrehen, wie verdammt und verloren sie seien.

    Ich halte persönlich z. B. nicht viel vom Islam, käme aber nicht auf die Idee, alle Moslems als böse anzusehen oder dergleichen.

    Ich muss allerdings nicht jeden Humbug, den Leute sich in irgendeinem Kral ersonnen haben, gutheißen.

    (Und was ich für verfehlt halte, das nehme ich mir auch heraus zu kritisieren, und ein Recht auf Satire sehe ich ebenfalls.)

    Deswegen sind sie aber nicht automatisch “böse”.

    “Böse” ist es dann schon eher, wenn man dogmatisch alle verurteilt, die einen anderen Weg nehmen (oft gar nichts dafür können, dass sie so erzogen wurden).

    Ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, jemandem die Hölle, das Fegefeuer, karmische Strafen oder sonstwas zu prophezeien, bloß weil er nicht bereit ist, sich mit der Runenkunde zu befassen.

    Sie sollten vielleicht mal etwas genauer darüber nachdenken, ob Sie wirklich die alleinige Wahrheit gepachtet haben.

    Nichts für ungut, aber es könnte Ihnen durchaus etwas bringen.

  7. bl sagt:

    “Die höchste Kraft im Universum ist die Gravitation und diese entspricht der wirklichen Definition der Liebe/Anziehung/Implosion (Implosion im Sinne von Schauberger).” tester

    Interessant, der Viktor Schauberger. Das, was Du als Gravitation bezeichnest, würde ich das “Gesetz der Anziehung” nennen, Gleiches zieht Gleiches an, oder “was man aussendet, kommt zurück”. Insofern ist das Gravitationsgesetz natürlich sehr stark.

    Menschen sollten sich einmal damit vertraut machen, dass sie es selbst sind, welche die Materie per Wahrnehmung, gefärbt durch die Filter der Glaubenssätze, generieren. Im wahrsten Sinn des Wortes. Da wäre das von mir genannte Wissen doch sehr hilfreich… Letztendlich ist es mit Wissen möglich, alles was man sich vorstellt einfach so zu erzeugen, ohne das Hilfsmitter der Technik.

    Das ist der nächste Evolutionssprung, glaube ich. Magick sozusagen… -)

    Ach ja, und Wertschätzung natürlich. Damit die endlose Prügelei mit “Kollateralschaden”, wie es so zynisch heißt, aufhört.

  8. bl sagt:

    Komisch, die Ungläubigen wissen es, aber das “Wesen” von dem diese Kraft ausgeht, das verachten sie. Mesopotamischer Zwerg

    Gott, Alles Was Ist, das Universum, die Ganzheit oder wie immer man es nennen will, will Wesen, die mit ihm/ihr/es auf Augenhöhe kommunizieren, keine Sklaven, die sich in den Staub werfen. Das wäre der umfassendste Gottesdienst, den ein Mensch tun kann, nämlich sich seiner göttlichen Natur wieder bewusst zu werden.

    Der Glauben an die Kirchen, oder irgendein “heiliges” Buch, ist toter Glauben sozusagen, Fremdglauben, auch wenn manches stimmen mag…

    Übrigens, Jesus sprach von dem “lebendigen Wasser” und wer es trinkt wird nicht mehr dürsten. Dieses “lebendige Wasser” ist das Wissen, gewissermaßen die Rückkehr zur inneren Quelle. Wie Du siehst, sage ich gar nichts Anderes als Jesus…

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ bl

    Gut erklärt.

    So ähnlich verstehe ich die Runenkunde.

  10. parat0x sagt:

    mmn muss man, um das richtig zu verstehen, erstmal erfahren was er mit “willen” überhaupt meint:

    “Practice a thousand times, and it becomes difficult; a thousand thousand, and it becomes easy; a thousand thousand times a thousand thousand, and it is no longer Thou that doeth it, but It that doeth itself through thee. Not until then is that which is done well done.”

    ich denke er meint mit “willen” einfach etwas, dass man BEWUSST tut, sich dazu zwingt sozusagen, ansonsten tut man ES eben nicht, sondern ES tut sich selbst.

  11. parat0x sagt:

    lol wieso wirft mich die idee grad zu

  12. Monika Schulte sagt:

    Kann man sich willentlich entscheiden, nicht zu lieben? Ist nicht die Triebkraft a l l e n Handelns im Grunde die Liebe….?

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