Schaffe ich das?

Mit das Ärgste, was ich seit langem unmittelbar vernahm, war, dass mir ein verhältnismäßig noch junger Mensch, den ich sehr mag, mitteilte, er könne schon seit Jahren nicht mehr richtig lachen.

Gutaussehend, prima Beruf, körperlich gesund, blitzgescheit, Erfolg bei der holden Weiblichkeit (jedenfalls im Sinne der Masse), künstlerisch versiert, belesen, kultiviert, freigeistig: kurzum, was sollte ich noch sagen?

Dabei nicht jammernd, in keiner Weise ein Decadent, in jeder Hinsicht oberbewusst…

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, ihn wenigstens einmal so zum Lachen zu bringen, dass er die Welt, von der er für sich gerade einfach zu viel Schlimmes zu wissen scheint, zwischenzeitlich für eine Weile vergisst.

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5 Antworten zu “Schaffe ich das?”

  1. freidenker sagt:

    Kenne dieses Gefühl aus eigener, sehr schmerzhafter Erfahrung.
    Diese - einen übermannenden - extrem negativen Gefühle mussten die mir allerliebsten Menschen in meinem direkten Umfeld fatalerweise lange Zeit aushalten.

    Was könnte helfen ?

    Sich nicht dauernd die allerneuesten Info´s über diese “böse” Welt reinziehen. Vorsicht - “AufklärungsComputerSucht” !!

    Auf die Balance achten - ich würde mal sagen: 1 Teil Info-Aufklärungsengagement - 9 Teile Liebe - Freude - Spass - Sport etc.

    Ansonsten zieht einen dieser ganze Mist seelisch total runter. Lösungsorientiert an die Themen rangehen. Sich auf keinen Fall komplett von diesen Dingen und Entwicklungen vereinnahmen lassen -

    Das allerwichtigste was man in diesem Leben haben kann: Die große Liebe, Kinder, Familie, Verwandte, Freunde - eben jene Menschen auf die man sich im Ernstfall wirklich verlassen kann - auch wenn es ganz dicke kommen sollte auf keinen Fall durch diese ganze “Wahrheitssuche” vernachlässigen und vor den Kopf stoßen - weniger ist oft mehr.

    Denn genau diese Beziehungen gilt es permanent, sehr aufmerksam, umsichtig und gefühlsbetont zu pflegen - sonst verwelken sie !!

    Raus aus dem Haus - hinein in die Natur - (Wald-)spaziergänge - Laufen - Radfahren - Freunde treffen - in eine Thermalbad gehen und sich / seinen Partner verwöhnen lassen - richtig einen draufmachen und auch des öfteren alles nervige und stressige um sich herum vergessen - Liebe und Zärtlichkeit, Freundschaften pflegen und intensivieren !! - “Gute” Bücher lesen - Sich mitteilen und mit seinen Lieben aussprechen -
    Feiern und Tanzen gehen - Lieblingsmusik hören - mit seinem Partner die Zeit, welche man zusammen sein “darf” wirklich intensivst leben und genießen -
    Wieder “lernen” sich an den oft kleinen und selbstverständlich scheinenden Dingen im Leben zu erfreuen und damit Seelenkraft zu tanken.
    Sich von diesen ganzen “Wahnsinnsinformationen”, wie es auf dieser - mittlerweile offensichtlich total durchgeknallten - Welt zugeht, auf keinen Fall selbst verrückt machen lassen.

    Permanente (Zukunfts-) Angst und -sorge fressen auf Dauer Seele auf !!
    Man könnte dies auch unter psychologischer Kriegsführung einordnen.

    Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben - Keine Angst - denn Angst lähmt ganzheitlich - und ist damit in der Lage alles zu nehmen bzw. zu zerstören was einem auf dieser Welt lieb und wichtig ist !!!

    Im Sinne einer besseren, lebenswerteren Welt für uns und unsere Kinder.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ freidenker

    Alles richtig.

    Aber: Soll ich meinen Blog aufgeben, um mich weniger mit dieser “mittlerweile offensichtlich total durchgeknallten Welt” zu beschäftigen?

    Das wäre natürlich das Einfachste.

    Erstmal gibt es m. E. aber noch eine ganze Menge zu tun.

    Und wenn das keiner macht, dann wird es logischerweise nicht gemacht.

    Und, klar, wir sollen uns entweder ins Private zurückziehen oder eben immer frustrierter und kränker werden. (Nicht wenige finden sich gar noch besonders “cool” dabei, wenn sie sich aus allem raushalten, lachen den Rest, der diesen bequemen Weg nicht wählt, gar noch arrogant dafür aus. Darüber wird beizeiten noch ein eigener Artikel hier folgen.)

    Wir müssen aber weder das eine noch das andere.

  3. Christian Alexander Tietgen sagt:

    Burnout?

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Christian Alexander Tietgen

    Fragen Sie das mich?

    Ich bin schon so lange ausgebrannt, dass ich das gar nicht mehr spüre.

  5. Christian Alexander Tietgen sagt:

    Nein, meine Frage war, ob ihr Freund ausgebrannt ist.

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