Hunz und Kids

Eben rief mich ein mir sehr nahestehender Mensch an, erbot, meinen “Kiddies” noch etwas vorbeizubringen.

Nun mag ich es schon nicht so sehr, wenn man meine Kinder “Kids” nennt, und “Kiddies” ist sicherlich als Koseform gemeint, aber ich weiß trotzdem nicht, was man sich dabei denkt.

Wahrscheinlich mal wieder nichts, was die Sache aber, wie üblich, nicht unbedingt von selbst besser bzw. lässlicher macht.

(Ich werde natürlich – wie meist – nichts sagen, um den Wohlmeinenden nicht unnötig zu brüskieren.)

Und mir ist selbstverständlich klar, dass mancher mich mal wieder für überkandidelt halten mag, da ich meine Kinder weder Kids noch gar Kiddies heißen höre.

Allerdings: Hätte ich “Kids” in die Welt setzen wollen, so hätte ich mich nunmal als Amerikanese oder Engsachse inkarniert, und nicht als Deutscher.

Kinder sind das Wichtigste, was man überhaupt “haben” kann: und deshalb ist es mir da noch viel weniger egal, wenn man sie in den engleutschen Kauderwelsch zieht, als wenn das bei der Bezeichnung von technischen Geräten und Vorgängen, allerlei losem Gesindel, im Marktschreieridiom oder sonst in irgendeinem Zusammenhang geschieht.

Auch kämen meine Kinder nie auf die Idee, sich selbst so zu bezeichnen: ohne, dass ich sie je dazu angehalten hätte.

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