Mediales Mubarakarisieren

Man übt sich in Tyrannenentsorgungspsychologie. Das Wichtigste ist erst einmal ein würdevoller Abgang des Tyrannen, damit sich seine Gönner nicht noch mehr blamiert sehen und Zeit gewinnen können.

Ein aufgehängter Satrap oder einer lange krank vor Gericht, so wie man das in Den Haag mit den eigenen Gegnern gerne macht (sich selbst aber nicht hinklagen lässt), wäre nicht genehm.

Und dann übt man sich in der Psychologie des Wunders, alswelches da hieße, dass man einen ebenso nützlichen Tyrannen einsetzen könne wie den vorigen, wogegen eben so ziemlich alles spricht.

Fast könnte man meinen, es sei inzwischen ein bisschen Voodoo dabei, mit präventiv gestochenen Puppen und anderlei Schabernack.

Man hat überhaupt keinen griffigen Plan und tut deshalb erst recht so, als habe man alles im Griff. Das hat für jeden, der es sieht, etwas Komisches an sich.

Da man nicht weiß, wieviele von diesen Arabern demnächst auch noch durchdrehen, ob man nun gerade mitschürt oder auch mal nicht, ebensowenig, ob man sie mit herkömmlichen Mitteln dann noch in den Griff bekommt, ist man in Wirklichkeit hypernervös.

Außerdem traut man auch den Israelis das offene erweiterte Durchdrehen zu; sie wiesen nicht selten darauf hin; mit etwas mehr Feuerwerk noch als Streubomben und Weißem Phosphor.

Und dies – ja, ich wiederhole mich – , indem die Supermacht grade einfach keine verfügbaren Soldaten mehr hat.

“Scheißele Frau Eisele”: So gutmütig umschreibt der Schwabe eine solche Situation.

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