Höchstgebot für Hurensöhne

“He may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch.”

Der obige, prägnante US-Spruch für verbündete Diktatoren wird bald einen neuen Geruch bekommen, dann nämlich, wenn der neue eigene Hundesohn (Hurensohn) in Ägypten installiert ist, der Ersatzhund sozusagen.

Man scheint sogar schon etwas besorgt dahingehend, nicht genau den Kettenhund zu bekommen, den man sich als Ersatz für den altersschwachen alten anzuschaffen gedenkt; man weiß noch nicht einmal so genau, auf welche Rasse man setzen sollte und wie scharf der Hund zu machen sei; es könnte endlich ein ziemlich verzogener Hund den Hof bewachen, vielleicht gar für fremde Herrchen.

So etwas schätzt man in den Denktanks gar nicht, wenn man darüber nachdenken muss, wie man mit einem Hundesohn auskommen soll, der einem nicht gehorcht.

Und in diesem Falle, das wissen sie alle in Langley, Washington, Yale, Harvard und drumherum, wird die Sache womöglich besonders heikel, da man ja AIPAC und andere Lobbyorganisationen sehr schnell im Genack und an der Gurgel hat, wenn man sich auf den falschen Hund oder auch nur den falschen Ton einlässt.

Israel jedenfalls hätte Mubarak am liebsten behalten, pocht nun aber wenigstens auf einen Ersatzmubarak. Nachvollziehbarerweise.

Und gerade den Jungs von der CIA dürfte angesichts der Möglichkeit, dass ihre Folter-Joint-Ventures mit den Schergen Mubaraks, weltweit Opfer in Sondermaschinen hebeigeflogen, doch noch genauer in den öfffentlichen Blick kämen, was einer Moslembrüderregierung z. B. eventuell zuzutrauen wäre, nicht ganz warm ums Herz werden.

Soll man im ungünstigen Falle eine (halb-)feindselige Regierung nebst Volk duchfüttern, solange Israel nicht direkt angegriffen wird? Was, wenn Israel einfach losschlägt?

Es muss also erst einmal eine Scheindemokratisierung her, so dass man die eigenen Hundestaffeln organisieren kann und in praktisch allen neuen Parteien das Sagen hat.

Danach lässt man wählen und macht den gewählten Hundesohn zum Haupthund, und alles ist in Butter.

Wenn das aber nicht klappen sollte, dann ist guter Rat teuer (was den Denktanks das schwere Denken dann versüßt), denn die guten alten Zeiten, da man sich nie für eine koloniale Invasion zu schade war, sind leider vorbei: 85 Millionen Ägypter mittels eigener Stoßtruppen zu unterwerfen und hernach in Schach zu halten, darauf hat man zur Zeit überhaupt keine Lust, und auch keine Leute dafür.

Irgendein eigener Hundesohn muss also her, um praktisch jeden Preis.

Hier, wie es der Zufall will, noch ein gerade gefundener aktueller Link auf einen Artikel, der die momentanen diesbezüglichen Machinationen beleuchtet.

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