Geopolitische Lage extrem unübersichtlich

Der türkische Premier Erdogan meint, dass die Wikileaks-”Dokumente” von den USA mit Absicht gegen ihn und sein Land lanciert wurden, und sein Innenminister wundert sich, wie gut Israel vergleichsweise wegkommt.

Dass es den Türken nicht eben an Nationalstolz gebricht, ist bekannt; alsomit stellt sich die Frage, sollte Erdogan recht haben, wieso dieses Volk in dieser Weise weiter gegen die USA (und Israel, nach der Gaza-Hilfsflottillen-Affäre) aufgebracht werden sollte.

Da erschließt sich Sinn und Zweck der Übung für mich doch noch nicht recht.

Allerdings: Türken bilden eine starke Minderheit in Mitteleuropa, insonderheit in Deutschland.

Da Deutschland – wie führende Politiker nicht müde werden zu betonen – bedingungslos an der Seite Israels steht, könnte über eine deutsch-türkische Entfremdung der wichtigste Staat der EU entscheidend destabilisiert werden.

Das passte dann zum Zeitpunkt des Euro-Dollar-Währungskriegs allerdings ins Bild.

Jedenfalls ist dies die einzige logische Erklärung, die sich mir dafür bislang anböte.

Sollte ein Leser eine ergänzende oder schlüssigere Erklärung finden, so begrüßte ich das sehr.

Das Feld der Geopolitik ist gerade im Zusammenhang mit Wikileaks derzeit so unübersichtlich,  wie ich es noch nicht erlebt habe.

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