Wer klaut kleine Kinder?

Diese Riposte Sarrazins wider die SPD-Führung in der FAZ enthielt genau das mit hervorgehoben, was ich befürchtete:

“Ich kritisiere eine überproportionale Zunahme bildungsferner Schichten (auch durch Teile der Migration) in unserem Land, und weil diese Schichten deutlich mehr Kinder bekommen als die bildungsnahen, entstehen Leistungsprobleme im Land. Um dies zu verändern, fordere ich in meinem Buch (Seite 328/329) unter anderem: ab dem dritten Lebensjahr Kindergartenpflicht, um die Bildungsnähe aller Schichten zu fördern…”

AB DEM DRITTEN LEBENSJAHR, ALSO AB DEM ZWEITEN GEBURTSTAG, STAATLICHE ZWANGSVERWAHRUNG FÜR UNSERE KINDER!

Als Lösung des Unterschichten- und vor allem moslemischen Migrationsproblems: Alle müssen ihre oft noch nicht einmal tagsüber sauberen Kinder beim Staat abliefern!

Was für eine Art sozialdemokratisches Sparta soll denn das werden, Herr Sarrazin?

Und es steht zu befürchten, dass Herr Gabriel wie von Geisterhand gezogen genau auf diese Forderung einsteigen wird, Frau von der Leyen gleich noch mit. Ich rieche den vergifteten Apfel schon länger: Jetzt werde ich dazu noch deutlicher als zuvor.

Und ich will hier keiner Verschwörungstheorie das Wort reden, schließlich macht ja auch Gelegenheit Diebe, aber es wäre tatsächlich ein Klassiker: Zuerst steinigt man wider das grobe Volksempfinden einen medial, um dann genau die Forderung als Scheinkonzession zu übernehmen, um die es von Anfang an ging.

Indem der gemeine Sozialdemokratenseppel so weit nicht denkt, sondern dazu auf Knopfdruck funktioniert, die Grünen und die Linke beim (Um-)Erziehen ohnehin etatistisch eingestellt sind, die Union versucht, multikultureller zu sein als alle zusammen, funktioniert das Spiel wie automatisch, obwohl ein so hoher Einsatz auf dem Tisch liegt.

Noch.

Ob die Rechnung mit dem Wirt, dem Volk, dann tatsächlich aufgeht, ist nicht ausgemacht; genaugenommen sind Forderungen und Handlungen in diese Richtung politisch durchaus gefährlich; nur weil diesem Aspekt unter allem sonstigen Getöse (passt doch, oder?) bislang nicht allerorten so viel Aufmerksamkeit zuteil wurde wie hier, muss das und wird das auch nicht so bleiben.

Mir jedenfalls hätte man meine Knaben nicht so einfach ab dem zweiten Geburtstage zwangseingewiesen, da das der Integration diene oder weißderteufelwas.

Ich bin gespannt, wie das aussieht, wenn die Polizei bei den ersten widerspenstigen Akademikerhaushalten die Kinder am Morgen nach dem Geburtstag in den Kindergarten abholt, Zweijährige, weil der Staat das so vorschreibt, unter Androhung von Sorgerechtsentzug, Jugendamt, psychologischen Gutachten, Geldstrafe, Androhung von Ordnungshaft, einfach das ganze Programm, alle Folterwerkeuge des fürsorglichen Sozialstaats vom Hosenscheißen an.

Das ist dann auch prima, denn man kann gleich jede galaxierte und novartisierte Schweinbackengrippenimpfung schon an den Kleinen reihweis durchführen, und die Kandidaten für Methylphenidat schon frühzeitig heraussuchen, also alle, die irgendwie auffallen oder stören, also schonmal fast alle Jungs und zumal die intelligenten, bestens, da macht das Erziehen richtig Spaß, lauter kinderlose Erzieherinnen erziehen die Kinder der kinderhabenden Eltern, erklären jenen, klar am längeren Hebel und kraft ihres anstudierten Weistums, wann welche “Maßnahme” notwendig sei, die Psychiater mit Voll- und Halbdachschaden kreisen wie die Geier, mancher verzweifelte Familienvater vögelt die Psych, damit sein Knabe Ruhe vor ihr hat, womöglich mit Einverständnis seiner verzweifelten Frau, der ganze Wahnsinn rührt sich zu einem pädagogischen Endzeitszenario zusammen.

Es wird dann auch bald eine neue Verleumdungsvokabel für die Widerstand Leistenden geben, die ich geneigten Gierschlünden jetzt nicht frei Haus liefern werde; da sucht mal schön selber, ihr, die ihr Kinder ihren Eltern entreißen wollt!

D-D-D-D-D-Kannitverstaan: Vom Herrn Kannitverstaan aus Holland erzählte mir mein Großvater gerne, der sei durchs Städtchen gegangen und habe nur immer das vorige gesagt, bis dass ihn jeder als den Herren Kannitverstaan kannte.

D-D-D-D-D-Diktatur?

Gut, aus dem Kinderkram raus, indem wir grade als Erwachsene drinbleiben: Wieso, nur ein Aspekt, sollte ich, sollte meine Frau dem Staate ab dem zweiten Geburtstage unser Kind schenken? Sind wir denn in einer modernen Ausgabe von Grimms Märchen gelandet? Wie ergeht es dort regelmäßig denen, die Kinder einfordern? Wählt man die lediglich seelenruhig ab?

Sind wir denn im Tollhaus?

Da wandert doch jeder, der etwas kann und seine Kinder liebt, glatt aus. Mit wem steht Neusparta dann alsbald da?

Wohlerzogene deutsche Kinder werden alsdann, außer bei den von der Leyens und von Guttenbergs (für Wulff-Blagen gibt’s bestimmt auch noch einen staatlich anerkannten “Privathort”) natürlich, fast nur noch im Ausland aufwachsen. Wenn die dann alle bereitwillig ihre multikuturellen Erfahrungen zurück in die Heimat tragen, selber keinen Wert mehr auf Widerstand, also eigene Kinder legen, sind wir vollends durchstrukturiert.

Ist ja auch eine Superidee: Alle haben Zeit zum Arbeiten und keine wiederum, ihren Kindern Flausen in die Ohren zu setzen; die Jungs werden, später mit Ganztagsschule eingehegt, jeglichen freien Abenteuers beraubt, zu gestörten Egoshootern, Memmen, Methylphenidatopfern gemacht und die triumphierenden Mädchen, deren intelligentere nicht lange triumphieren, mit dem Ergebnis konfrontiert.

Jede verdammte pimpelpampelige battelige nonsensomatische Kleinigkeit wird jetzt schon im Handumdrehen als ADHS diagnostiziert, eine Krankheit, die gar nicht nachgewiesen ist oder auch nur symptomatisch klar eingegrenzt, ein “Syndrom”, also nicht recht erklärbar, aber ein Milliardengeschäft: DER HIRNVERGIFTUNG.

Ich weiß, wovon ich rede. Dreizehn Jahre im Nachhilfegeschäft, alle Jahre an der Front, alle Altersstufen, das sollte reichen.

So weit ist der Wahnsinn schon. Sarrazin will mehr davon.

Das mag er vielleicht nicht wirklich wissen.

Aber er befördert es trefflich.

Er stellt die totalitärste Forderung auf, von der ich seit Bestehen der Bundesrepublik gehört habe: wer Schlimmeres kennt, möge widersprechen.

Weswegen haben ihm andere noch widersprochen?

Ich habe es beinahe schon vergessen.

Wo ist der Aufschrei der sogenannten Konservativen und Liberalen?

Der Stinknormaleralen?

Der elitären Kundschaft der Grünen, mit supereigenem Ökohäusle und Tofu-Allergie?

Naja, der kann schon morgen anheben, wenn einige von denen mal wieder etwas spät zur Teilbesinnung kommen; wäre ja nicht das erste Mal in dem Zusammenhang, und sei es erst nach gründlicher Lektüre hier.

Nachtrag: Dem heute bei mir unter “Imfinished” eingegangenen virtuellen Rücktrittsgesuch des Bundespräsidenten konnte bislang mangels eindeutiger Verifikation durch das Präsidialamt sowie juristisch endgültig geklärter Entlassungskompetenz leider noch nicht entsprochen werden.

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16 Antworten zu “Wer klaut kleine Kinder?”

  1. Rainer Grzybowski sagt:

    War da nicht schon was?

    Buschkowsky fordert Kita-Pflicht ab dem ersten Lebensjahr …

    Bitte alle schön durchdrehen!

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Rainer Grzybowski

    Wenn ich darin richtig gehe, dass mit dem Geborenwerden das erste Lebensjahr anfängt, dann hieße das direkt nach der Entbindung in die “Kita”…

  3. Anna Luehse sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Was (mit unseren Kindern) passiert, ist nur die Umsetzung eines allumfassenden Plans. Die UNO lässt schön grüßen.

    http://bravenewschools.wordpress.com/

    Die Menschen wollen jetzt nicht sehen oder wahrhaben was läuft. Wenn sie es dann wahrscheinlich schließlich doch eines Tages begreifen, dann wird es zu spät sein. Die meisten kapieren erst etwas, wenn sie fühlen müssen.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Anna Luehse

    Ich habe grade mal in das Buch, das Sie verlinkt haben, hineingeschaut.

    Da steht wahrscheinlich viel Wissenswertes drin.

    Ich sehe allerdings nicht so recht, wie man den Gestörten ausgerechnet mit der Bibel beikommen wollte.

    Da lachen die sich allenfalls einen Ast, aber leider nicht tot.

  5. sunny sagt:

    Ja, die armen Kinder werden gehirngewaschen. Mein Sohn war zwar nicht ganztags in der Schule, aber seine Ansichten zu manchen Themen sind leider sehr festgefahren. Das haben sie so gelernt und Basta!

  6. Jörg Scheibe sagt:

    Oh, oh,

    hier hat jemand aber eine ausgeprägte Paranoia!

    Bitte noch die Zusammenhänge zwischen KITA-Aufenthalt und Nazi-Ideologie sowie Duckmäusertum und Bibliophobie nachtragen, die ja normalerweise bei so was immer benannt werden.

    Herr, wirf Hirn herunter…..

    Jörg

    P.S. ich bin mir schon klar darüber, daß in diesem Zusammenhang eigene Lebenserfahrungen, wie z.B. meine oder die meiner beiden volljährigen Kinder völlig irrelevant sind.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jörg Scheibe

    “Bitte noch die Zusammenhänge zwischen KITA-Aufenthalt und Nazi-Ideologie sowie Duckmäusertum und Bibliophobie nachtragen, die ja normalerweise bei so was immer benannt werden.”

    Wie meinen?

    Wozu bitten Sie mich, derlei nachzutragen?

    Was haben Sie für ein Problem?

    Kann es keine Kritik mehr geben, die ohne NS-Vergleich auskommt?

    Achso: Jetzt hab’ ich’s.

    Bei den Nazis gab es keine verpflichtenden Kitas für Kleinstkinder, also sind verpflichtende Kitas für Kleinstkinder super.

    Meinten Sie das?

    Mal sehen, wer über den Witz lacht.

  8. Anna Luehse sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Das von Jörg Scheibe:

    “Bibliophobie”

    in Bezug auf das:

    “Ich sehe allerdings nicht so recht, wie man den Gestörten ausgerechnet mit der Bibel beikommen wollte.”

    von Magnus Göller betreffend, fand ich aber gut. Denn das von mir verlinkte Buch, lässt sich auch gänzlich ohne den Bezug zur Bibel – wobei dann gleich die Scheuklappen nach unten gingen – als die Ursache dessen begreifen, womit wir es, was vor allem unsere Kinder betrifft, heutzutage zu tun haben.

    Eine Phobie beginnt an dem Punkt, wo man aufhört darüber nachzudenken, was die tiefere Ursache des Angstzustandes ist. Bibel – Kirche – Christentum – alles Mist, und dies erzeugt eine Phobie, wobei die Möglichkeit der Aufhebung der Angst und Nöte der Menschen dann an einer Stelle gesucht wird, an der man dann aber kaum etwas erreicht, was die Heilung des Problems fördert oder das Problem vollständig beseitigen würde.

    Der NS-Vergleich hinkt selbstverständlich auch nicht, aber dafür sind die Leute scheinbar auch blind wie eh und je.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Anna Lühse

    Mir ist es egal, ob jemand durch Konfuzius- oder Bibellektüre oder schlichtes Nachdenken zum richtigen Schluss kommt, weswegen ich keinerlei Phobie gegen das Christentum oder die Bibel pflege, nicht einmal die in der Regel tatsächlich ekeligen Kirchen.

    Zumal ich jenen Jesus irgendwie mag.

    Mein Hinweis, man erreiche durch Bibelbezug vermutlich nicht viel, bezieht sich allerdings einerseits auf den von Ihnen beschriebenen Reflex, der das Buch in seiner Rezeption nicht eben befördern wird, zumal in Deutschland (in Amiland mag das anders liegen; mich interessierte auch eher ein Werk über die Verhältnisse hier).

    Das mit dem NS-Vergleich habe ich zwar immer noch nicht richtig begriffen, aber sei’s drum.

    Das ganze Gebiet ist so phobophilophob, dass man es nicht immer leicht ganz erfasst.

  10. Jörg Scheibe sagt:

    Verehrte Mitlesende / -innen,

    die von mir angemahnten fehlenden Teile beziehen sich darauf, daß in der DDR -wenngleich nicht de jure, so doch de facto- es eine flächendeckende Kita-Erziehung (das hieß damals freilich anders) gab.

    Es gehört zum Standardrepertoire der Bewertung von frühkindlicher kollektiver Erziehung, daß deren Opfer summarisch dümmer, gewalt- und kriminalitätsaffiner (Pfeiffer), entbürgerlichter (und folglich bildungsferner – Schönbohm) usw. sind. Die höhere Fremdenfeindlichkeit und Gewogenheit gegenüber Rechtsaußen-Standpunkten wird gemeinhin auch darauf zurückgeführt, oder nicht?

    Alle Klarheiten beseitigt?
    J.Scheibe

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ J. Scheibe

    Absolut.

  12. Carolus sagt:

    In http://www.ef-magazin.de/2010/09/20/2557-das-freiheitliche-prinzip-der-nachsichtigkeit-political-correctness-ihre-waechter-und-sarrazin schreibt Kommentator Haderach: „Sarrazin fordert in seinem Buch den Kindergartenzwang für Staatsabhängige, und den Entzug staatlicher Unterstützung bei Nichtbefolgung. Ich kann mich nicht erinnern in seinem Buch die Forderung nach einem generellen Kindergartenzwang – wie hier wiederholt behauptet wird – gelesen zu haben.“
    Jetzt frage ich: Was steht wirklich auf Seite 328/329 des Sarrazin-Buches? Aus dem o. a. FAZ-Artikel kann ich diese Einschränkung jedenfalls auch nicht herauslesen. Und würde eine solche Einschränkung Sarrazins Forderung etwa diskutabler machen?

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Carolus

    Danke für den Hinweis. Ich las das auch auf ef. Und wie Sie sagen, machte Sarrazin die Einschränkung in der FAZ nicht.

    Leider weiß ich auch nicht, was auf Seite 328/329 steht; aber: Der Text in der FAZ ist neuer als das Buch und von eigener Aussagekraft.

    Und eine solche Einschränkung machte diese Forderung in der Tat keineswegs diskutabler.

  14. Brian Hawke sagt:

    @ Carolus
    @ Magnus Göller

    so so, das Buch nicht gelesen. Und schon diskutieren wir über (angebliche) Aussagen Herrn Sarrazins, aus dritter Hand?
    Warum nicht aus direkter Quelle? Ganz objektiv, nüchtern und sachlich?

    Aus Seiten 328/329, aus einigen Seiten zuvor und aus dem gesamten Buch geht doch hervor, wer von welchen “Regeländerungen” betroffen wäre.

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Brian Hawke

    Ich habe mich in meinem Artikel auf die Äußerungen Sarrazins in der FAZ bezogen.

    Dort findet sich keine Einschränkung.

    Helfen Sie uns doch mit Zitaten aus dem Buch auf.

    Sollten die diesbezüglichen Aussagen dort derjenigen in der FAZ zuwiderlaufen, so wäre das sehr interessant.

    Im übrigen habe ich nie, weder hier noch anderwo, im klaren Unterschied zum Bundespräsidenten, der Kanzlerin und anderen, über das ungelesene Buch als Ganzes geurteilt.

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Habe mir heute Seite 328 des Werkes angeschaut: keine Einschränkung, was Kitapflicht anlangt.

    So much for that.

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