Keine Angst, keine Angst … Corexit!

Wer noch meint, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sei weitgehend im Griff, der schaue mal hier auf die Fotostrecke.

Bemerkenswert auch, dass Die Welt schreibt:  ”Sechs Wochen ist es her, dass das Bohrloch der Ölplattform ‘Deepwater Horizon’ abgedichtet ist, da zeigt sich jetzt eine neue katastrophale Folge der Ölpest im Golf von Mexiko: Im Mississippi-Delta sterben Millionen von Fischen.

Grund dafür ist nicht das aus dem Bohrloch ausgeströmte Öl selbst, sondern Zersetzungschemikalien, die eingesetzt wurden, um das Öl im Wasser abzubauen. Diese reduzierten den Gehalt des für die Fische lebensnotwendigen Sauerstoffs im Wasser.”

Woher sie das so plötzlich weiß, das schreibt sie nicht; und wenn die Welt schon so viel weiß, weshalb spricht sie von “Zersetzungsmitteln”?

Nur vom reduzierten Sauerstoffgehalt, nicht von der sonstigen extremen Giftigkeit der “Zersetzungsmittel”?

Wirklich noch nie von Corexit gehört?

Wovor hat die Welt Angst?

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Eine Antwort zu “Keine Angst, keine Angst … Corexit!”

  1. Dude sagt:

    George Salvanos spricht Tacheles!

    “[...]
    In Ermangelung eines staatsbürgerlichen und politischen Engagements, zu dem die Bevölkerungen der reichen Länder offensichtlich nicht mehr imstande sind, hätten wir die Katastrophe der „Deepwater Horizon“ doch wenigstens zum Anlass nehmen können, über die Mechanismen von Macht, Manipulation und Desinformation nachzudenken, durch die das Überleben unseres Planeten zugunsten einiger weniger aufs Spiel gesetzt wird. Denn ob es nun um Wirtschaft, Krieg oder Finanzen geht, diese Mechanismen sind stets dieselben.
    [...]
    Man hätte sich die Frage stellen können, was die offiziellen Informationsquellen wert sind, die sich wochenlang damit begnügten, ein paar Sekunden lang die von den Schuldigen selbst gelieferten Unterwasserbilder zu zeigen und deren Pressemitteilungen zu übertragen.
    [...]
    !!!Man hätte die Folgen des massiven Einsatzes von Dispersionsmitteln beim Umgang mit der Ölpest untersuchen können, zumal diese selbst auf Kohlenwasserstoffen basieren und mindestens ebenso giftig für die Unterwasserwelt sind wie das Rohöl. Wie die Toxikologin LuAnn White von der Tulane-Universität in New-Orleans festgestellt hat, war noch nicht einmal die Zusammensetzung dieser Dispersionsmittel bekannt, „da dies unter das Betriebsgeheimnis fällt“.

    Das „Betriebsgeheimnis“ ist offenbar wichtiger als das Leben auf der Erde.

    „Business as usual“
    Man – wer? zum Beispiel die vereinten Nationen, da es hier um eine Katastrophe globalen Ausmaßes geht – hätte eine wissenschaftliche Untersuchungskommission entsenden können, um die Aussagen der Erdölgesellschaft zu überprüfen – und die Lügner während der gesamten Krise auf frischer Tat ertappen.!!!
    [...]”

    http://www.ffw.ch/uploads/media/JFW97_D_01.pdf (Seiten 4 & 5)

    Ps. http://www.ffw.ch/index.php?id=103

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