Die FAZ veröffentlicht heute eine erste wissenschaftlich-psychologische Analyse der Thesen Thilo Sarrazins.
In ihren Stichproben zu Tabellen und Statistiken konnten sie dem Provokateur keine gewichtigen Fehler nachweisen.
Es wird auch bestätigt, dass die in moslemischen Ländern weitverbreitete Verwandtenehe zu erhöhten Erbkrankheitsquoten führt.
Die Gesamtbewertung fällt so aus:
“Sarrazins Thesen sind, was die psychologischen Aspekte betrifft, im Großen und Ganzen mit dem Kenntnisstand der modernen psychologischen Forschung vereinbar. Hier und da ließe sich sicher eine abweichende Gewichtung vornehmen. Massive Fehlinterpretationen haben wir aber nicht gefunden.”
Man darf gespannt sein, wie dies Urteil von Fachleuten und Laien aufgenommen werden wird.
Jedenfalls bleibt laut dieser Analyse nicht viel davon übrig, Sarrazin argumentiere scharlatanisch manipulativ-verzerrt oder gar entlang eines kruden Biologismus.
Der arme Herr Gabriel, der (noch) weder Bart- noch Bauchbinde benötigt, wünscht sich schon lange, er hätte vor einigen Tagen doch eine ums Maul getragen, so hängt er jetzt mit seinem Hauptparteiausschlussargument in den Seilen, am eigenen politisch korrekten Galgenstrick.
Und der arme Herr Wulff, ebenfalls Niedersachse (Inzucht?), wünschte sich dasselbe bezüglich jenes verhängnisvollen Tages, da er die Sache vollends zu einer noch keineswegs abgeschlossenen Staatsaffäre machte, indem er bezüglich der Abberufung Sarrazins aus der Bundesbank ein beispielloses, juristisch nicht haltbares Präjudiz absonderte, als Kläger und Richter in Personalunion.
Auch die Kanzlerin ist angeschlagen, hat sich diesbezüglich nicht mit Ruhm bekleckert, sich auch ansonsten verschätzt, ist doch auch ihre Basis not amused, indem der Mittelbau der Partei hörbar grummelt, sie bereits zurückrudert.
Das sind bei weitem nicht alle: Aber wenn sich Kanzler, Bundespräsident und Oppositionsführer in einer Sache dergestalt blind und auch noch weitgehend gemeinsam verrennen, dann hat das nicht nur einen erheblichen Unterhaltungs-, sondern auch einen echten Seltenheitswert.
Udo Ulfkotte geht so weit, den Bundespräsidenten dahingehend direkt anzugreifen, er sei, wofern er nach dieser Farce Sarrazin tatsächlich entlasse, nicht nur ein “Charakterschwein”, sondern gar ein “Volksverräter”, verwirke damit im Falle jeden sonst gebotenen Respekt als Staatsoberhaupt.
Dies ist eine harsche Sichtweise, aber sie entbehrt aufgrund des unwürdigen, staatsschädlichen Prozederes durch den Bundespräsidenten, zumal klar wider den Volkswillen, nicht der Logik (wäre mal lustig, wenn dazu eine seriöse Umfrage durchgeführt würde: ‘Stimmen Sie Herrn Ulfkotte zu?’).
Aber am bemerkenswertesten ist vielleicht die Tatsache, dass in Deutschland tatsächlich noch ein Buch – einfach nur ein BUCH! – solche politische Verwerfungen auslösen kann, so viel insgesamt in Bewegung setzen.
Gutes und Schlechtes.
Bezüglich des Schlechten will ich noch einmal darauf hinweisen, dass meine letzten Beiträge hier zum Thema Kinderbetreuung sehr klar in diese Richtung gemünzt sind, denn auch Sarrazin ruft diesbezüglich nach noch mehr Staat und Zwangsverwahrung, kann sich mit sonstigen Sozis, Grünen, Linken, vielen Unionsfunktionären da durchaus im Bunde sehen, Wasser auf die Mühlen derer leiten, die eben noch am lautesten “Rassist!” und dergleichen skandiert haben.
Mancher wird sich vielleicht schon bald die Augen reiben, wer den Sarrazin-Ball wie aufnimmt und was daraus macht.
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