Caissa

Caissa, die Göttin des Schachs, war mir heute angemessen gewogen.

Das heißt, sie verwirrte meine Gegner beim Blitzschachspiel mit den Vereinskameraden nicht sonderlich, so dass ich aus 6 Kurzpartien nur 1,5 Punkte (eine gewonnen, eine Remis) erzielen konnte.

Damit war ich in diesem kleinen Turnier unter Vieren (jeder gegen jeden zweimal) zwar Letzter, aber ich hatte mich angesichts meiner geübten Kameraden achtbar geschlagen.

“Caissa war mir gewogen!”,  sagt der Schachspieler, wenn der gute Gegner in schwerem Kampfe unversehens einen Fehler macht, der einem doch noch Remis oder Sieg beschert.

Interessanterweise sagt man nicht “Caissa war mir heute nicht gewogen”, wenn man durch einen Idiotenzug oder mehrere kleine Fehler seinen Vorteil selbst vergab, gar verlor.

Caissa ist also eine besondere Art Glücksgöttin des Schachspielers, deren Eingreifen er ehrenhafterweise nur im Wirken für sich begrüßen darf, wenn sie des Gegners Sinne in härtester Schlacht wundersam verwirrte, ihre Abwesenheit bei schlechtem eigenem Spiele aber nicht beklagen.

Ihr Name wird meines Wissens auch nie bemüht, wenn man klar, überlegen und zielgerichtet gewann.

Denn souverän gewonnen ist souverän gewonnen.

Diese Göttin ist eine merkwürdige.

Vielleicht werde ich doch wieder etwas mehr Schach spielen, denn man vergisst für eine gewisse Zeit den Rest der Welt.

Zudem sind teils andere Hirnareale gefordert als beim Lesen, Lehren oder Schreiben.

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Eine Antwort zu “Caissa”

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