Weistum ohne Dämonen und gegen Besessene

“Der Meister sprach niemals über Zauberkräfte und widernatürliche Dämonen.”

Das las ich gestern unter der Überschrift “Schweigendes Vorübergehen” über Konfuzius.

Der treffliche Richard Wilhelm schreibt dazu: “Dieses Vermeiden des Wunderbaren und Seltsamen entspringt bei Kung nicht einem kalten Skeptizismus. Aber diese Dinge lagen außer seinem Weg, der ein Weg der reinen Menschlichkeit war, die durch das hypnotische Hinstarren auf die Erscheinungen des Dämonischen nur verwirrt werden kann.”

Von Giordano Bruno ist mir das Zitat im Gedächtnis haften geblieben (ich hoffe, es ist korrekt), der Mensch solle “mäßig sein im Aberglauben”.

Hier ergibt sich eine andere Akzentuierung durch den von der Kirche im Jahre 1600 verbrannten Ketzer (sie brauchte geschlagene 400 Jahre, bis dass sie dies als ein Unrecht eingestand).

Zum einen meinte Bruno wohl, dass man den Menschen den Aberglauben ohnehin nicht gänzlich austreiben könne, also ein Aufruf zur Mäßigung darin am Vernünftigsten sei.

Zum anderen schrieb dieser europäische Meisterdenker selbst über Magie und Metaphysik, kannte sich also nicht nur durch seinen Kampf mit der bigotten, teufelsgläubigen Kurie ziemlich gut damit aus.

So sagte er, als er von seinem Todesurteil erfuhr:

„Mit größerer Furcht verkündet Ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme.“

Das wiederum hätte Meister Kung möglicherweise auch gesagt.

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