Endgrippenspiel

Ich wusste es von Anfang an: Die Schweinegrippe kann sich noch steigern.

Oder, was glauben Sie, weshalb der beste deutsche Spieler der WM Sebbi Schweinsteiger heißt?

Der Mann war so voll mit zerballackten Grippevirenbruchstücken als Fußball-Aphrodisiak, als legales porkines Bioaufputschmittel, dass er logischerweise nur von den Großiberern zu stoppen war, weil die sogar die doch überlegene Spanische Grippe noch als entscheidenden Vorteil nutzen konnten.

Eigentlich ein bisschen unfair.

Aber was ein wahrhaft ritterlicher deutscher Schweini ist, der klagt nicht, sondern kämpft, und wenn er dann trotzdem verliert, hofft er auf die nächste Pandemie.

Für 2014 soll in den Labors von Boehringer bereits die Brasilianische Fußballengrippe entwickelt werden, denn man ist von Rio bis Bahia fest davon überzeugt, dass die Holländer den Titelabonnenten nur aufgrund der kürzlich erfolgreich eingeführten Deichziegengrippe aus dem Turnier zu werfen in die Lage gesetzt waren.

Die Engländer, von Schweini grob abgemeiert, setzen derweil bereits für die Europameisterschaft auf die Golfstromgrippe, die ihnen ihr nationales Vorzeigeunternehmen BP in sagenhaften Mengen in riesigen Öl-Corexit-Unterwassernährlösungen züchtet und bald reichlich ans Mutterland des Fußballs heranzuschwemmen gedenkt.

Argentinien ist derweil bislang einigermaßen ratlos, denn sowohl die Evita-Peron-Stämme als auch die Maradonna-Grippe-Großtanks mögen einfach nicht recht Frucht tragen; Präsidentin Kirchner erwägt darob nach Insider-Berichten bereits, von Feuerland bis zum Paraguay-Fluss den nationalen Notstand auszurufen.

Jedenfalls sind sich alle Fußballexperten von Günther Netzer bis hin zu Christian Wulff darin einig, dass eine s e h r potente Grippe entwickeln muss, wer die Spanier bei der Euro 2012 zu schlagen in der Lage sein will.

Ins Reich der Gerüchte zu verweisen ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass der Bundespräsident gegen den Vorschlag von Kaiser Franz, der für Deutschland eine Euro-Grippe ins Spiel gebracht haben solle, die Entwicklung einer Atlantik-Brücken-Grippe befürworte, also sozusagen die finalste aller transozeanischen Endgrippen.

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