Giftgolf: Brutish Pervertonopole

Auf der aktuellen Seite des Umweltbundesamtes (letzte Änderung am 23.6.) heißt es zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko:

“Nach Schätzungen des Ölkonzerns können täglich bis zu 15,9 Mio. Liter Öl aus dem beschädigten Bohrloch austreten.”

Das Amt nennt hier die Zahl, die bisher die offiziell am höchsten gehandelte ist, 100 000 Fass (Barrel) am Tag.

Eine grobe Rechnung, die 4 000 000 Liter geteilt durch 160 zugrundelegt, ergibt für die Exxon-Valdez-Katastrophe vor Alaska eine insgesamt ausgelaufene Menge von 250 000 Fass.

Also liefe nach dieser Schätzung – von BP! – alle zweieinhalb Tage jene Menge ins Meer, das ergäbe, wenn konstant seit dem 20. April, rund 35 mal die Verheerung von damals, und kein Ende in Sicht.

Da man wohl kaum erwarten darf, dass BP die Zahlen übertreibt, könnte es natürlich noch viel düsterer aussehen.

Und hier liegt und bleibt peinlich einer der diversen himmelschreienden Skandale in diesem Zusammenhang: Immer noch – damit will ich nicht speziell das Umweltbundesamt an den Billig-Pranger stellen, obzwar es immerhin ebenfalls unabhängige Informationen fordern könnte – , dass die Weltöffentlichkeit dazu exklusiv aus einer einzigen Quelle unterrichtet wird, ausgerechnet von jenen Leuten, die sich allermindestens als grob fahrlässig erwiesen und jeden Grund zur Verharmlosung, zur Desinformation haben, Millionen Liter Corexit-Gift einsetzen, alles noch verschlimmernd, nur um das Öl unter der Wasseroberfläche zu halten, damit es zunächst keiner sieht.

Es ist auch immer wieder die Rede von mehreren Lecks, ohne dass Näheres zu erfahren wäre.

Ich meine, dass es Aufgabe der Bundesregierung wie auch der EU-Kommission – wozu bezahlen wir die denn? – wäre, eigene Messungen in Auftrag zu geben, auch unter Hinweis auf den Golfstrom und daher begründetes Eigeninteresse, die zwei oder drei Millionen an Steuergeldern dafür einzusetzen, es sei denn, und das erklärte dann immerhin auch eine Menge, amerikanische Kriegsschiffe bzw. die US-Küstenwache verhinderten eine solche Unternehmung in internationalen Gewässern unter Androhung von Waffengewalt.

Was wird da gespielt?

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4 Antworten zu “Giftgolf: Brutish Pervertonopole”

  1. suchdireinenaus sagt:

    [quote]Was wird da gespielt?[/quote]

    Werden wir nie erfahren…, aber das was unsere Logische Schlussfolgerung zeigt wird “leider” stimmen, das ist so wie 9/11…

    LG

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ suchdireinenaus

    Den Vergleich mit 9/11 haben ja interessanterweise auch Leute gezogen, die nicht gerade kritisch eingestellt sind, Geschwafel von “Ground Zero” usw. losgelassen, so wie 2001 Pearl Harbor ins Spiel gebracht wurde, wo Roosevelt seine Leute wissentlich verrecken ließ, um den Kriegseintritt frischzumachen.

    Das hat man schließlich auch erfahren, zu 9/11 erfuhren auch schon viele Vieles, und wir werden auch hierzu möglicherweise noch viel mehr erfahren, wie zu Katyn und anderen Dingen.

  3. [...] Auf der aktuellen Seite des Umweltbundesamtes (letzte Änderung am 23.6.) heißt es zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: “Nach Schätzungen des Ölkonzerns können täglich bis zu 15,9 Mio. Liter Öl aus dem beschädigten Bohrloch austreten.” Das Amt nennt hier die Zahl, die bisher die offiziell am höchsten gehandelte ist, 100 000 Fass (Barrel) am Tag. Eine grobe Rechnung, die 4 000 000 Liter geteilt durch 160 zugrundelegt, ergibt für die Exxon-Valdez-Katastrophe vor Alaska eine insgesamt ausgelaufene Menge von 250 000 Fass. Also liefe nach dieser Schätzung – von BP! – alle zweieinhalb Tage jene Menge ins Meer, das ergäbe, wenn konstant seit dem 20. April, rund 35 mal die Verheerung von damals, und kein Ende in Sicht. Da man wohl kaum erwarten darf, dass BP die Zahlen übertreibt, könnte es natürlich noch viel düsterer aussehen. Weiterlesen… [...]

  4. cna training sagt:

    Keep posting stuff like this i really like it

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