Gigantische Mengen Methan im Golf von Mexiko

Nun haben wir es offiziell (also über eine “seriöse” Nachrichtenagentur):

http://www.reuters.com/article/idUSTRE65L6IA20100622

Dass diese Meldung nicht von BP kommt, also den Leuten, die dies schon längst am besten wissen müssten, spricht wieder einmal für sich.

Die Gerüchte, dass Methanhydrat dort unten eine geradezu tektonische Rolle bis hin zu einem möglichen Abrutschen des Meeresbodens und einem darauffolgenden Gifttsunami spielen könnte, erhalten dadurch neue Nahrung.

Leider kann ich die Sache selbst nicht wirklich beurteilen, weshalb ich Fachleute darum bitte, sich zu melden und Gastbeiträge anzubieten.

Ich böte mich auch an, einen englischsprachigen Artikel zu übersetzen, sollte er für diese Seite freigegeben werden.

Fragen Sie bitte jeden, der kompetent sein könnte.

Wir brauchen mehr unabhängige Informationen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Hier noch ein Video für Hartgesottene:



Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Technorati
  • MySpace
  • LinkedIn
  • Webnews
  • Wikio DE

Tags: , , , ,

8 Antworten zu “Gigantische Mengen Methan im Golf von Mexiko”

  1. armin sagt:

    Gute Informationen aktuell zur Ölkatastrophe auf
    http://www.contracoma.com/indizien-bp-olkatastrophe-das-geplante-disaster/
    http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/aktuelle-meldungen-zur-olkatastrophe

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ armin

    Ich habe Deinen Beitrag jetzt mal freigeschaltet, obwohl er nichts Eigenes enthält (was ich nicht so sehr mag), es sei denn, er wäre lediglich Schleichwerbung auf Deine oder eine befreundete Seite.

    Ich bitte künftighin um Substanz und nicht lediglich unspezifiziert gelobte Links.

    Mit der Bitte um Verständnis

    Magnus

  3. AdeptusMinor sagt:

    Die Situation ist folgende:
    Das aus der Erde kommende Öl ist ca. 65Grad heiss. Weite Teile des Seebodens vom Golf von Mexiko sind mit einer Methanhydrat Schicht bedeckt welche ca. 10 meter dick ist.

    Das Methan ist in dieser Tiefe bei -4 Grad fest gebunden. Durch das heisse Öl verändert das Methan seinen Aggregatzustand und wird gasförmig.

    Dadurch kam es ja zu dem Unglück der Deep Horizon als grosse Methan-Gaswolken zur Meeresoberfläche aufstiegen und sich dann entzündeten.

    Das Methan ist aber nicht das Hauptproblem. Das Öl bzw. giftige Bestandteile haben sich aufgelöst und regnen auf die USA herab.
    Das wird sich noch verstärken, wenn Hurrikans erst durch den Golf von Mexiko fegen und dann Kurs auf die Küste der USA nehmen.

    Schon jetzt sind ganze Teile der Küstenregion verseucht. Immer mehr Menschen erkranken. Das wird sich fortsetzen, da es nicht möglich ist, den Ölfluss zu stoppen.

    Über die Menge des ausgetretenen Öls gibt es Differenzen. Jeder rechnet einmal selbst: Ein Loch mit einem Durchmesser von 55cm und einem Druck von ca. 400 Atmosphären. Wieviel liter gehen da pro Tag durch?

    Ich schätze 13 Millionen Liter, habe das bei einem Wasserdurchfluss berechnet. Öl könnte etwas weniger sein, vielleicht 12 Millionen?
    Wie schnell fliesst 65 Grad heisses Öl?

    80.000Barrel sind also eine realistische Annahme.

    Was ich viel wichtiger finde:
    Dieses Ereignis zeigt klar, wer in Amerika die Macht hat.
    Warum ist nicht FEMA die Katastrophenschutzbehörde zuständig sondern der Verursacher BP?

    Man wird ohne weiteres 1 Million Amerikaner opfern um die Macht zu behalten.

    Überlegt Euch selbst wie ihr das beste aus der Welt-Situation macht. Wenn ihr nicht nachdenkt, wird man Euch auch bei Bedarf ausknipsen.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ AdeptusMinor

    Wenn Du die Daten bezüglich Temperatur etc. noch hinterlegen könntest, wäre das sehr nützlich.

    Grüße

    Magnus

  5. Dream-soldier sagt:

    Methangas im Golf „erstaunlich hoch“ so ein US Wissenschaftler
    (erscheint am 26. Juni auf meiner Seite)
    übersetzt von Dream-soldier
    http://www.reuters.com/article/idUSTRE65L6IA20100622

    CHICAGO (Reuters) – Soviel wie 1 Millionen Mal des normalen Niveaus von Methangas wurden in einigen Gebieten in der Nähe der Ölpest im Golf von Mexiko gefunden, möglicherweise genug für den Abbau von Sauerstoff und die Erzeugung einer Todeszone, sagte der US-Wissenschaftler am Dienstag.

    Der Universitätsprofessor für Ozeanographie John Kessler (Texas A&M), der gerade von einer 10 tägigen Forschungsexpedition in der Nähe der Ölpest im Golf zurück gekommen ist, sagte, dass das Niveau von Methangas in einigen Gebieten „erstaunlich hoch“ gewesen ist.

    Kessler’s Manschaft führten Messungen sowohl von der Oberfläche, als auch aus tiefem Wasser innerhalb eines Radius von 8 Kilometer rund um den gebrochenen Bohrlochkopf von BP durch.

    „Es gibt eine unglaubliche Menge an Methan dort“, erzählte Kessler Reportern in einem Telefon-Briefing.

    In einigen Bereichen fand die Manschaft von 12 Wissenschaftlern Konzentrationen, die 100.000 Mal höher waren, als normal.

    „In einigen Gebieten sahen wir eine Annäherung von einer Millionen Mal über der Hintergrund-Konzentrationen“, sagte Kessler.

    Die Wissenschaftler suchten nach Anzeichen, ob das Methangas den Sauerstoffgehalt aufgebraucht und vom Wasser gelöst hat, was sonst nötig ist, maritimes Leben aufrecht erhalten zu können.

    „An einigen Orten sahen wir Verringerungen von 30% Sauerstoff auf Grundlage ihrer natürlichen Konzentration in den Gewässern. An anderen Orten sahen wir keinen Rückgang an Sauerstoff im Wasser. Wir müssen das bestimmen, warum das so ist“, sagte er den Reportern.

    Methan kommt natürlicherweise im Meereswasser vor, aber hochkonzentriert kann es das Wachstum von Mikroben fördern, die den Sauerstoff, den maritimes Leben benötigt, verschlingen.

    Kessler sagte, dass der Sauerstoffrückgang noch nicht ein kritisches Niveau erreicht hat, aber das Öl immer noch in den Golf fließt, nun in einer Menge soviel wie 60.000 Barrels pro Tag nach einer Schätzung der US Regierung.

    „Was wird sein, wenn wir zwei Monate, sechs Monate oder zwei Jahre weiter schauen müssen?“ fragte er.

    Mathan ist ein natürliches Gas und löst sich im Meerwasser auf und einige Wissenschaftler denken, dass Messungen von Methan ein genaueres Bild über das Ausmaß der Ölpest gibt.

    Kessler sagte, dass sein Team solche Messungen durchgeführt hat und die Hoffnung besteht, bald eine Schätzung zu haben.

    „Gebt uns ungefähr eine Woche und wir sollten einige vorläufige Zahlen hierüber haben“, sagte er.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dream-soldier

    Besten Dank für den Beitrag!

    Leider habe ich nicht die Zeit, alles, was ich auf Englisch mitbekomme, für deutschsprachige Leser zu übersetzen.

    Beste Wünsche

    Magnus

  7. Carina sagt:

    Kennst Du diesen Artikel bereits? Ich bin ziemlich geschockt ueber diese duesteren Aussichten:
    http://www.helium.com/items/1882339-doomsday-how-bp-gulf-disaster-may-have-triggered-a-world-killing-event

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Carina

    Nein, den kannte ich noch nicht.

    Danke dafür!

Eine Antwort hinterlassen