Zensursula for President?

Man ist ob des Rücktritts von Horst Köhler “not amused” bei FAZ & Schafsmedien & Cie.

Er sei also pflichtvergessen wie feige wegen einer Debatte zurückgetreten, die er höchstselbst angestoßen habe, so der Tenor.

Das ist eine korrekte Analyse.

Allerdings hat Köhler erst vor kurzem das EU-Finanzhilfen-Ermächtigungsgesetz unterzeichnet, und mancher munkelt, ebendies habe dem Staatsoberhaupt so im Magen gelegen, dass es sich lieber rechtzeitig aus dem Staube machte.

Wie dem auch sei, wenn jemand das Amt des Bundespräsidenten beschädigt hat, so doch der Präsident selbst: zunächst durch seine losen Reden zum Thema Krieg, hernach durch Leugnung und beleidigten Rücktritt.

Dass Merkel ihn im Regen stehen ließ, ist eine andere Sache; wer von ihr anderes erwartete, muss ein Traumtänzer sein.

Gleichwohl hat die Königin der Taktierer ohne Strategie jetzt den Salat, ebenso wie ihr Vizekanzler.

Ich tippe darauf, dass man Ursula von der Leyen als unkritikable Mutter der Nation erwählen wird; wer könnte wohl einer tapferen, blonden, zierlichen Wundermama mit sieben Kindern widersprechen, ohne sich politisch unkorrekt unmöglich zu machen?

— Anzeigen —


Tags: , , ,

Eine Antwort zu “Zensursula for President?”

  1. ebook leser sagt:

    Nach dem Rücktritt von Horst Köhler, vom höchsten Amt in der Bundesrepublik Deutschland soll es nun die Ursula von der Leyen machen. Bis auf ihre Zensurmanie scheint sie mir eine recht patente Frau zu sein. Nun wir werden sehen, wie sie sich im Amt macht. Bei ihr scheint aber nicht die Gefahr bestehen, dass sie wie der Köhler Fahnenflucht begeht.

Eine Antwort hinterlassen