Köhler Kopf kürzer III

Der Rücktritt Horst Köhlers ist ein Menetekel.

Nicht dieser Mann wurde eigentlich als zu leicht befunden, sondern die deutsche Kriegspolitik.

Man wird das in Berlin sehr wohl begreifen.

Für Parforceritte von Guttenbergs und anderen, jetzt die unpopuläre Agenda auf dem Rücken des schlechten Volksgewissens, da wir ja alle den braven Mann so verstörten, erst recht voranzutreiben, dürfte wenig Spielraum entstanden sein, oder täusche ich mich?

Ja, wir sind n u r ob geostrategischer Interessen der USA – nicht einmal unserer eigenen, es sei denn, man setzte sie törichterweise mit jenen gleich – überhaupt als Kriegsmacht in Afghanistan!

Schon die ganze Zeit!

Kaum hat man den Deutschen mal schlappe sechzig Jahre beigebracht, sie mögen keine Angriffskriege mehr führen, so finden sie bei aller auch nicht ganz so gerne angenommener Umerziehung ausgerechnet die Idee weiterhin gut, die der Lehensherr jetzt gar nicht mehr so gerne so genau beachtet sähe, jedenfalls wenn es um die willige Bereitstellung von Hilfstruppen für seine Angriffskriege geht.

In all dem hat sich der Sparkassendirektor offenkundig ein wenig verheddert; und ich wunderte mich nicht allzusehr, wenn auch der gegelte Verteidigungsminister noch in Schwulitäten käme, mit denen sein Atlantik-Brücke-Verstand zuvor nicht rechnete.

Der Rücktritt Köhlers sollte den Einstieg in den Ausstieg (so elegant logisch redet man heutzutage) aus dem Afghanistan-Krieg bedeuten.

Eine Stimme steht schonmal dafür.

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Eine Antwort zu “Köhler Kopf kürzer III”

  1. Jochen sagt:

    “Eine Stimme steht schonmal dafür.”

    ICH SCHLIESSE MICH GERNE AN!

    LG Jochen

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