Mundwerk

Auf der einen Seite steht die Hochfinanz, auf der anderen der randalierende Plebs.

Das passt genau zusammen: wobei ich dem randalierenden Plebs noch mehr Verständnis entgenbringe, als den Ackermännern und Bernankes, denn die letzteren zerstören alles.

Dazwischen steht die zerriebene Mittelschicht, deren Autos mitunter von der einen angezündet werden, deren Vermögen von der anderen Seite aber komplett abgefackelt wird.

Die Notwendigkeit des ganzen Spektakels erklärt uns dann das Schafsmedientum, verbrömseln die schäbigsten Helfer der Niedrigsten.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis “Du Journalist!” zum schlimmstdenkbaren Schimpfwort wird.

Ich werde jedenfalls nicht aufhören, meine Stimme zu erheben.

Über meine früh verstorbene Frau sagte deren eigener Vater, wenn sie dereinst stürbe, müsse man ihr Mundwerk wohl noch dreimal totschlagen.

Ich lebe noch, habe ihr Erbe angetreten, und da drei mal Dreie bekanntlich Neune sind, wird es bei mir noch etwas schwieriger, meine unlieben “Masters of the Universe”.

Inzwischen übt mein jüngerer Sohn, der Schauspieler werden will, bereits den “Jugendamtsrap”, zur Vorführung vor dem angekündigten “Sachbearbeiter”, da irgendeine bösartige, vielleicht bestellte Arschgeige uns dort angezeigt hat, im Hause Göller sei so manches nicht in der bayerischen Ordnung.

Das macht dann schon siebenundzwanzig zum Totschlagen.

Und da der Große Ingenieur werden will, auch jedes technische Gerät sofort begreift, mögen daraus wohl noch siebenundzwanzig hoch siebenundzwanzig werden, hiemit eine Zahl an totzuschlagenden Mundwerken, die nicht nur für ein kleines Jugendamt, sondern gar für die Weltfinanzbetrüger beachtlich werden könnte.

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