Ich las soeben für mich realistische Berichte in angelsächsischen Zeitungen, dass die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sehr wahrscheinlich erst ihren Anfang genommen hat, bisherige Zahlen über die auslaufende Menge Öls weit zu gering geschätzt sein könnten und überdies noch weiter um eine Größenordnung pro Tag ansteigen und den dann erreichten Rhythmus über Wochen, wenn nicht Monate, beibehalten.
Das liefe dann auf eine Katastrophe hinaus, diesmal echt, glatt an der Schweinegrippe vorbei, die mit derjenigen von Tschernobyl, wenn auch noch so verschieden, zu vergleichen wäre.
Offensichtlich bohren Firmen Löcher in den Meeresgrund, die sie im Falle, dass doch einmal etwas schiefgeht, nicht mehr in der Lage sind, zügig zuzustopfen.
Selbst viele Tage nach Leckage bestehen erst vage Pläne, wie der Sache Herr zu werden sei.
Inzwischen ist die Rede von Entlastungsbohrungen mittels neuer Inseln, die auf Dauer den Druck aus der Tasche nehmen sollten.
Betonung auf “auf Dauer”.
Praktischerweise ist immerhin die alte Insel komplett ausgebrannt und wohl ziemlich lotrecht eine Meile abgesoffen - hoffentlich nicht zu gerade, sonst liegt sie jetzt auf den inzwischen offiziell drei Lecks - , so dass jegliche Spuren der Schlamperei oder von sonstnochwas abgefackelt und versenkt sind.
Man muss das Trumm nicht einmal mehr wegschleppen und zersägen.
BP sagt jetzt, es habe die Insel ja nur von so einer Sunshine-Firma mit Sitz im Schweizer Kanton Zug geleast, und es sei deren Equipment gewesen, das nichts taugte.
Da darf man mal gespannt sein, denn offizielle US-Stellen machen BP verantwortlich, da es ja gebohrt habe.
Auch Halliburton, das ist die Lieblingsfirma Dick Cheneys und jene, die neben damals noch Blackwater außer den ganz großen Rüstungsfirmen den ganz großen Spaß am Irak-Krieg hatten, ist im Gespräch als Malefizius.
Sollte BP noch nachgewiesen werden, Kongressabgeordnete wegen der Nichtverschärfung von Vorschriften bezüglich dieser Form des Ölgeschäftes bzw. gar der Ausweitung desselben mehr als nur nett behandelt zu haben, könnte der Gigant mehr als nur Schrammen aus dieser Sache hervortragen.
Norweger könnten auf die Idee kommen, dass ihnen ihr frischer Fisch doch noch mehr wert ist als noch eine Krone dazu im Säckel, Holländer, Dänen, Briten, ja zum Schlusse auch noch Deutsche, an ihre Küste denken und mal genauer hinschauen.
So langsam werden die echten Katastrophen, ob nachgeholfen oder nicht, so viel größer als die erfundenen, dass letzteren wie Schweineschiet und Klimadaddel dagegen die Puste ausgeht.
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