Archiv für den Monat März 2010

Obamurks

Samstag, 20. März 2010

Jetzt fangen manche politische Kommentatoren schon an, Obama zu bemitleiden, er könne, der Gute, zumal was Israel anlangt, halt nicht so, wie er wolle.

Das ist ein frecher Propagandawitz.

Der Mann ist kein Idiot und wusste daher, für wen er ins Weiße Haus marschiert.

Hätte er das nicht gewollt, wäre es ihm ein Leichtes gewesen, sich rechtzeitig krank zu melden: dafür hätte man ihn sehr wahrscheinlich nicht erschossen noch vergiftet noch verunfallt.

P.S.: Im übrigen ist der Mann wohl auch aus persönlichen Gründen so erpressbar, wie ein Suppenstrulli, wenn Frau von Vegesack plötzlich die Handtasche zuklappt.

Ein Blödel guckt mal und lallt

Samstag, 20. März 2010

Dass dem grundkriminellen Finanzgesindel kein Haar gekrümmt wurde, es ungehindert weiterschakalen darf und uns ruinieren, sagt alles über unsere “Demokratie”.

Amerika der Zirkusaffe

Donnerstag, 18. März 2010

Nun, Joe Biden, der selbsterklärte nichtjüdische Zionist, wird und hat wohl nichts zu begreifen bzw. will das sowieso nicht oder spielt sehr viel wahrscheinlicher eh nur empörte Marionette: Justament, da er in Israel vorgeblich irgendwie herumvermitteln will, wird bekannt, dass von der dortigen Regierung 1600 weitere Siedlungseinheiten auf Palästinensergebiet genehmigt wurden, wie als ob man ihm und dem Rest der Welt sagen wollte, was man wohl logischerweise wollte: “Was interessiert uns dein dummes Geschwätz? Her mit der Kohle und den Waffen, lamentieren kannst du dann zuhause ein bisschen, du Gojgeck, aber nicht übertreiben, du weißt schon.”

Dies verlässt inzwischen das Genre der klassischen Farce; wir sehen einfach nur noch offenen Hohn und Spott eines diktierenden Herrn gegenüber einem Affen am Bändel.

In einem realen heutigen Zirkus wäre sowas ob Tierquälerei inzwischen verpönt und verboten.

Obamsarel

Donnerstag, 18. März 2010

Obama ist kein “schwacher Präsident”, er ist lediglich ein Scheinpräsident, ein personifizierter Teleprompter.

Al Gore auf Feuerland

Donnerstag, 18. März 2010

Al Gore wurde schon wieder an merkwürdigem Orte gesichtet: Diesmal war es Feuerland.

Im dortigen Späthochsommer, an einem Tage, etwas windiger zwar, aber doch nahe den Temperaturen, den uns ein freundlicher Spätmärz in etwa mitbringt, stund er steil auf dem Felsen vor den Gischten von Kap Hoorn und verkündete neueste Mär: er wolle sich höchstselbst daselbst in die tosenden Fluten stürzen und den nächsten abbrechenden Eisriesen der Antarktis persönlich nach New York, den Hudson River hinan, vors UN-Hauptquartier schleppen, wofern die bösen Inder und Chinesen nicht davon abließen, ihre satanischen Verse der Skepsis zur Erderwärmung zu verbreiten, sie dorten vor aller Welt zu beschämen, wo sie ihm mit seinem Corpus Delicti schwerlich unerkannt freche zu entkommen vermöchten.

Mit entblößter Heldenbrust (weiterlesen…)

Miguel de Cervantes Saavedra

Mittwoch, 17. März 2010

Erst im Gefängnis von Sevilla, ob vorgeblicher Veruntreuung, als für damalige Verhältnisse schon Greis, kam Cervantes die Geschichte des Don Quijote.

Dies sei keine Verherrlichung des Leidens zum Behufe der Steigerung der Schaffenskraft; vielmehr jedem Ermutigung, sich an Solchem ein Beispiel zu nehmen, ob der Unbilden und zumal Ungerechtigkeiten des Lebens niemals nachzulassen, so hart es wirkt, selbst noch daraus Erkenntnis für eine aufbauende Kunst zu ziehen.

Der Geist Cervantes’ überlebte selbst dann, wenn die Erde morgen von Außerirdischen pulverisiert würde.

Sancho der Getreue

Mittwoch, 17. März 2010

Sancho Pansa, der Diener Don Quijotes, ist der Treueste der Treuen.

Indem er manches Mal den Anweisungen seines Herrn eben nicht so genau folgt, anstatt edel sein, lieber satt werden will, oder bei all der Mühsal zum Ausgleich auch mal einen trinken, hält er die Welt im Gleichgewicht.

Er weiß ganz genau, dass sein Herr verrückt ist: aber er weiß eben auch, dass sein Herr ein ganz besonderer Herr ist, den er niemals eintauschte; er liebt ihn einfach; er begreift schließlich sogar, dass sein Herr auf eine Art und Weise verrückt ist, wie vielleicht keiner vor ihm und wohl keiner so schnell wieder nach ihm und so die Welt zu seiner Welt machend.

Don Quijotes Weistum

Mittwoch, 17. März 2010

Don Quijote, der Tapferste und Erhabenste der Mutigen, starb nach mannigfachen Abenteuern schließlich friedlich im Bett.

Er zog auf Rosinante los, einem alten, gemachen Gaul, nahm einen Diener mit, der den überlebenswichtigen Dingen wie Käse und Wein mehr zugeneigt war, als allem Heldentum, und bewies hiemit seine allen überlegene Klugheit von Anfang an.

A weng Ünnerfrängisch

Dienstag, 16. März 2010

“I hoh a E ü”.

Habe ich natürlich nicht: Den Spruch hörte ich ursprünglich als dem Orte Rimpar bei Würzburg zugeschrieben (aber hier in der Gegend versteht das jeder).

In jenem Großdorf hatte ich einmal das Privileg, als Steinmetz arbeiten zu dürfen, und ich erinnere mich, wie als ob’s gestern gewesen wäre, wie ein Rimparer, da wir mit dem LKW durchs Kaff fuhren, einen Fußgänger entdeckte und zu seinem Kompatrioten meinte: “Dou guck har, dös is dr … !” “Dönn kenn ich ach!” “Wesst scho, wie dar dann un dann gerollt hot?” “No kloar wess ich dös, dös wisse doch olle!” “Dös iss a richticher Rimbarer!”

Danach schlugen sich beide stolz johlend auf die Schenkel und setzten die sonstige Konversation fort, während der neben ihnen sitzende Feingeist zu dieser neuerlichen Initiation schwieg.

Achso, die ungefähre Transkription: “Da schau her, das ist der …!” “Den kenne ich auch!” “Weißt du schon, wie der den und den betrogen (fertiggemacht) hat?” “Na klar weiß ich das, das wissen doch alle!” “Das ist ein richtiger Rimparer!”

Der Spruch oben heißt übrigens: “Ich habe ein Ei übrig.”

(Für Philologen: Selbst wenn man die beiden hochdeutschen “ei” als Diphtonge korrekt als einen Laut wertet, kommt der Franke hier gegenüber dem Nachrichtensprecher zur Darstellung desselben Sachverhaltes mit 6 Lauten anstatt 14 aus; man sollte diesen Volksstamm, aus dem ein Karl Martell hervorging, in seiner Schlagzahl und -kraft niemals unterschätzen.)

P.S.: Noch einer. “Bist in Werzburch gewast?” “Jo.” “Wos host dann do gmecht, a boor Schuh gekefft odder dich frisier gelosst?” “Näi, I hob mi foto loss grafier.”

A weng Schwäbisch

Dienstag, 16. März 2010

(Das Folgende ist bis auf ein korrigiertes “ä” statt “a” aus jenem Blog zu Herta Müller etc. von mir übenommen.)

Magnus Göller schrieb am 15.03.2010 um 22:54
I denk emmol, Fraile odder Frau Zachor, dass Sie Schwäbisch verschtanded on der Carl Gibson au.

Mir Schwoba senn jo a gmiadlichs Velgle, abber wenn oiner moint, dass’r ons bloß nonderdonga koh, nei enn der Scheißdreck, noh hodder sich discha.

I han bloß oimol gheerd, wia der Carl noh mid seiner Muader gschwädsd hod, I hädd suschd gar nia dengt, dass der faschd em selbä Dialeggd uffgwachsa wär wian I.

“I han der Schlissel derbei”, hod er gsagd, des wars oinzige Schwäbisch, ware je vonneremm gheerd han.

Des isch jedsd än Zuafall wia dasser’s Läbe monchamol brengd, abber vielleichd eba au ned, dia Buddhischda on andere glaubed doh jo garned dro.

Ond dia Gschichd isch wohr, s’war emma Dorf, des hod ghoißa Urphar, schee iberm Bach gläga, do hodder dordmols no mid seiner Frau, seiner Mueder on seim Kend glebd.

Iehne ond am Carl mues wohl koiner ibersedsa, wane doh gschriaba han: des war jedsd hald onser Geheimschbroch.

Mid freindliche Grias

MG

Aphorismen 92

Montag, 15. März 2010

Wider Lügen und Kanonen stehen Herz und Feder.

Misstrauen im Netz

Montag, 15. März 2010

Ich las gerade von jener “Zachor!”, die ich im vorigen Artikel als Bloggerin erwähnte:

“Doch ist Misstrauen im Internet das oberste Prinzip.”

Nettes Zitat aus dem Munde einer Person, die unter Decknamen auftritt.

Banater Schwaben, Securitate und ein Nobelpreis

Montag, 15. März 2010

Ich bin in eine Netzdebatte hinein geraten, in der ein rumänischer banater Exilschwabe (Carl Gibson), den ich, wie es der Zufall will, im Studium in Würzburg vor über zwanzig Jahren kennengelernt und danach aus den Augen verloren hatte, gegen die Bloggerin mit Decknamen “Zachor!” argumentiert, welche offenkundig, im Gegensatz zu ihm, die Person wie das Werk “unserer”, gleichfalls aus dem Banat stammenden, frischgebackenen Literaturnobelpreisträgerin, sehr schätzt, worüber eine teilweise skurrile Auseinanderstzung entstanden ist.

Kern der “Causa Müller” dorten ist grob gesagt, dass Herr Gibson, der selbst in Rumänien als Widerständler im Gefängnis saß, deren moralische Integrität bezweifelt (weiterlesen…)

Aphorismen 91

Montag, 15. März 2010

Wenn man im Zusammanhang mit den großen Lügen der Zeit keinen Sportsgeist entwickelt, das Lachen verliert, wird man grämig und zwingend unterliegen.

Aphorismen 90

Sonntag, 14. März 2010

Wir Göllers sind noch gnadenlöser als der Winter: Spätestens nach den Eisheiligen dürften wir ihn weitestgehend niedergefroren haben.

Aphorismen 89

Sonntag, 14. März 2010

Ich mag es nicht, wenn ich etwas nicht begreife: das ist vielleicht das einzige Leiden, das ich gerne ein Leben lang behalten will.

Aphorismen 88

Sonntag, 14. März 2010

Inzwischen glaube ich selber daran, dass ich lediglich eine Verschwörungstheorie sei.

Nobelpreise

Sonntag, 14. März 2010

Dass Friedensnobelpreise besonders gerne an Lügner und Kriegstreiber vergeben werden, wurde hier wiederholt erörtert.

Wie steht es mit den Literaturnobelpreisen?

Die deutschen Nachkriegspreisträger nach Hesse, den ich mal einfach gelten lassen will, heißen Böll, Grass und Müller.

Was haben die drei Letztgenannten gemein?

Da sich wahrscheinlich nur wenige weitestgehend Begriffsstutzige auf diese meine Seite verirren dürften, überlasse ich Ihnen, lieber Leser, die nicht allzuschwere Auflösung dieses Rätsels.

Deutsche wieder im Krieg

Sonntag, 14. März 2010

“Wo kein Kläger, da kein Richter”?

Heute heißt es bezüglich der deutschen Unterstützung von und Beteiligung an Angriffskriegen wohl eher: “Wo kein Gericht hört, da weder Unrecht noch Urteil!”

“Netiquette”: Keine Karte

Sonntag, 14. März 2010

Die Diskussionen über “Nicks” im Netz, Decknamen, Pseudonyme in Blogs und Netzforen wurden andernorts hinreichend geführt.

Ich setze jetzt aber die Keine Karte.

Gegen jeden Anonymus, der wider einen mit Klarnamen Auftretenden mit irgendwelchen bösartigen Unterstellungen oder groben Anschuldigungen, unflätiger Sprache etc. agiert, behalte ich mir jederzeit vor, die erklärte Keine Karte der ab da folgenden gnadenlosen Nichtbeachtung ob Gesichtslosigkeit zu ziehen.

Fiese Namenlose dürfen folgerichtig als Unpersonen behandelt werden, sobald Sie meinen, gegen ehrliche, echte Menschen frech werden zu wollen.

P.S.: Der erste, den die “Keine Karte” traf, ist dorten zu finden:

http://www.freitag.de/community/blogs/galut/all-diese-niederungen-von-herta-mueller/?searchterm=zachor

Magnus Göller schrieb am 14.03.2010 um 04:21
Zusatz:
Lieber “SiebzehnterJuni”,
Sie kommen hiermit weltweit als erste Entität in den Genuss, von mir die “Keine Karte” zu bekommen.
Dies bedeutet, dass ich Sie solange nicht mehr wahrnehmen werde, wie Sie als Anonymus wie oben lästern bzw. sich nicht fürs Vergangene explizit entschuldigt haben.

Näheres zum Prinzip “Keine Karte” finden Sie hier.

 

Aphorismen 87

Sonntag, 14. März 2010

Untergehende Imperien sind extrem gefährlich, wenn sie nichts mehr vorzuweisen haben als Lügen und Soldaten.

Aphorismen 86

Samstag, 13. März 2010

Ein einziger gesunder Arm ist mehr wert als alles Geld der Welt.

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