Irankrieg II

Das Geschwätz bezüglich des Griffs nach der Atombombe durch den Iran geht in die hundertfünfzigste Runde.

Erstens: Waraum eigentlich sollte der Iran nicht nach diesem Mittel streben, wenn sein Feind Israel über mit deutscher Hilfe selbst von geschenkten U-Booten abfeuerbare, geschätzte 200-300 atomare Sprengköpfe verfügt und ständig mit Agriffskrieg droht?

Andererseits zweitens: Verfügt der Iran nicht schon längst über ganz andere Mittel, im Falle seiner versuchten Niederbombardierung zurückzuschlagen, so dass sich Israel in Wirklichkeit dreimal überlegen wird, zur militärischen Eskalation voranzuschreiten?

Wenn ich ohne große technische Mittel als Massenvernichter auftreten wollte, so griffe ich in einem Land wie Israel schlicht und ergreifend die Wasserversorgung an bzw. drohte damit; was ist ein Sprengstoffgürtel gar gegenüber einem z.B. mit einem nett kolloidierten und/oder mit Nanopartikeln versetzten Mix zielgenau ausgebrachter radioaktiver Säugülle aus dem “Forschungsreaktor”? Oder dem Einsatz sogenannter “schmutziger” Bomben?

Ich setze mal den Fall, dass der Iran deshalb so stur sein könnte, weil er, sei es über Mittelstreckenraketen, sei es über Einzelkämpfer dieser Art, sei es über die potentielle Lahmlegung der Straße von Hormuz, den USA und Israel (leider auch uns, von Merkel mit hineinverkettet) Gegengewichte zu zeigen vermögen könnte, die bei denen ernstgenommen werden, die mit der größten Militärmaschine der Welt noch nicht einmal ein Flusstal in Südafghanisten unter Kontrolle zu bringen in der Lage sind.

Von den sonstigen Reperkussionen im Irak und anderwo, selbst in der nichtschiitischen islamischen Welt, mal ganz zu schweigen.

Und es mag ja sein, dass der Mossad sich damit zurecht brüsten kann, jeden an jeder Stelle der Erde ohne Proteste der westlichen Staaten ermorden zu können und dürfen, eher noch mit der diskreten Unterstützung durch deren eigene Dienste; aber die israelische Armee ist im letzten Libanonkrieg am Boden gegen ein paar eingegrabene Hisbollah Kämpfer doch gegen eine absolut unvorhergesehene Wand gefahren.

Weshalb auch sollten die einen Semiten nicht von den anderen, die u. a. weißen Phosphor und Uranmunition einsetzen, gelernt haben, wie man richtig schmutzig Krieg führt?

Und die persischen “Arier” nicht auch noch von beiden?

Selbst die ansonsten vergleichsweise rückständigen Afghanen lassen sich ja offenkundig seit Jahrhunderten nicht so einfach besiegen; momentan sind nach offiziellen Angaben in der größten Offensive seit Beginn des dortigen Krieges 15000 Mann (wieviele Frauen, sorry, weiß ich nicht) NATO-Truppen ausgerückt, um ein einziges Flusstal in einer Südprovinz wahrscheinlich wiederum nicht dauerhaft “befrieden” zu können.

Militärisch gesehen ist die westliche (ich setze Israel jetzt mal als westlich) Strategie gescheitert, und sonst nichts; genau deshalb aber meine ich, dass es hier gar nicht darum geht, bestimmte Kriege zu gewinnen, sondern sie schlichtweg zu führen ob ganz anderer Ziele.

Zu nennen wären da jenseits diverser Profitinteressen vor allem die Schwächung Kontinentalwesteuropas, Russlands und zumal Chinas.

Natürlich spielen auch Öl und Gas eine Rolle: am wichtigsten dürfte aber der Erhalt des Dollars als Flucht- und Reservewährung sein, denn ohne die parasitäre Funktion des Greenbacks wären die USA platt im Nu.

Nebenher geben die Kriege auch noch den Vorwand für den Ausbau (nicht nur) des US-Polizeistaates her, mittels dessen sich die Mächtigen für den Fall des realen Zusammenbruchs des Dollarimperiums vor dem Volk schützen wollen.

P. S. : Oh, sagte da nicht mal einer was von Frauen- und Menschen- , ja jüngst gar Schwulenrechten, Demokratie und solchem Döns als Kriegsgründe?

Wer so etwas noch glaubt, gehört vom Kindergarten in die Krabbelstube zurückgestuft, mit Schnuller und dem einfachsten Spielzeug zur Frühförderung elementarer Haptik versorgt.

Vielleicht gibt ein so richtig gendergemainstreamter Erzieher dem armen Wesen sogar ab und an mal die Brust.

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