Gründung: Zentralrat der Lesber in Deutschland

Gerade kam mir endlich die zündende Idee: Damit ich mich endlich auch überall glaub- und besonders schützenswürdig über Diskriminierungen beklagen kann, bin ich ab heute lesbisch.

Wenn jemand einwenden sollte, dass ich das als Mann nicht sein könne, werde ich der genderrassistischen Dumpfbacke kurzerhand entegenschleudern, dass sie alleine schon durch diese diskriminierende Äußerung ihre faschistische Grundeinstellung bewiesen habe, da bekanntlich niemand wegen seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung oder seiner Weltanschauung benachteiligt werden darf.

Und wenn eine Frau mich abweist (ob selbst Lesbe oder nicht, das spielt keine Rolle) oder am Arbeitsplatz gotzig wird, verklage ich sie auf Schmerzensgeld; und wenn ein Mann mir schräg kommt, dann gehe ich zur taz und mache ihn dort dafür öffentlich als einen üblen, erzreaktionären Lesberfeind platt, nach allen Regeln der Kunst der Antidiskriminierung und des medialen Gender Mainstreamings.

Wenn es gar einer wagen sollte, mich anzuschwulen, dann zerre ich den wegen sexueller Belästigung vor den Kadi und drehe auch dem ein Lesberstalking rein, dass ihm statt rosa schwarz vor Augen wird.

Außerdem werde ich von der hiesigen Gleichstellungsstelle finanzielle Eingliederungshilfe fordern, als erster lesbischer Mann der Republik, und als erster alleinerziehender Lesber werde ich auch das Jugendamt ganz gewaltig bluten lassen, andernfalls einen Skandal daraus machen, dass es raucht.

Ferner werde ich den “Zentralrat der Lesber in Deutschland” (Wortmarke gesetzlich geschützt) ins Leben rufen, um die Interessen aller Lesber wirksam zu vertreten; dieser wird als erstes durchsetzen, dass alle Gleichstellungsstellen von Landkreisen, Kommunen etc. einen – selbstverständlich lesbischen – Gleichstellungsbeauftragten für Lesber bzw. einen eigenen Lesberbeauftragten bestellen.

Lesberquoten bei Polizei und Bundeswehr, an Schulen und an allen öffentlichen Einrichtungen werden bald eine Selbstverständlichkeit sein; das königsblaue Logo des Zentralrates der Lesber in Deutschland, mit dem jugendfrei stilisierten Lesberphallus als Symbol für die sexuelle Befreiung aller Lesber, steht für eine neue, wegweisende, jegliche Unterdrückung von Lesbern beseitigende Genderpolitik in der Bundesrepublik.

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9 Antworten zu “Gründung: Zentralrat der Lesber in Deutschland”

  1. mannsweib sagt:

    blöder sack, hast wohl keinen stich bei den weibern. geh wieder
    porno gucken am laptop, aber pass auf das muddi nix mitkriecht, blödmann.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    Lieber mannsweib,

    danke für diesen qualifizierten Beitrag.

    Ein schlagender Beweis dafür, wie mit Lesbern immer noch umgegeangen wird und ein Grund mehr dafür, den Zentralrat der Lesber in Deutschland mit allen nur erdenklichen Mitteln zu unterstützen.

    Lesber aller Länder vereinigt euch!

    M.G.

  3. Charles Dexter Ward sagt:

    lol!
    Ich sag auch schon seit Jahren zu Polit-Lesben, daß ich lesbisch bin!
    Die finden das ebenfalls total un-PC.
    Immer weiter so!

  4. Rex Mager sagt:

    HAHA, Magnus G., das ist gut! Ich muß immer wieder über ‘Mannsweib’ lachen. Mann ist die doof. So viel ‘Mann’ ist bei diesem Weib nicht dran. (oder drin?)
    Aber sonst richtig erkannt, Magnus G. Das sind die Prinzipien heute. Frauenförderwahn, Genderwahn, Quotenrotz etc… Und wehä, einer sagt was dagegen. Dann kommt Mannsweib (*Pruust!!*).
    Ja, auf deine Weise kann man den unvermeindlichen Zusammenbruch auch herbeiführen. Das treibt die StaatsSchulden weiter in die Höhe, die ja jetzt schon nicht zu tilgen sind. Und dann bricht das System früher zusammen.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Rex Mager

    Ich meine es absolut ernst. Wer mich als Lesber verhöhnt, der fängt sich eine saftige Klage ein.

  6. Rudi sagt:

    Warum nicht zum Lesber werden? Was spricht dagegen? Denkt mal an die Fördermittel! Das wäre dann aber das 6. Geschlecht nach männlich, weiblich, schwul, lesbisch, trans …….

  7. Peter sagt:

    Kann ich als bekennender Lesber (Coming out steht noch bevor) im Verwaltungsrat Einsitz nehmen ? Bin gut informiert. Lese vierteljährlich regelmässig die OMMA, bin also stets up to date !

  8. hahahahahahahahaha
    oh man, hab ich gelacht
    sooooowas ulkiges

    zeigt aber sehr cool herausgearbeitet unsere erschreckende realität u Zukunft

  9. Frank Martin sagt:

    Und meine Frau wird schwul. Dann können wir endlich aufhören zu arbeiten und von Fördermitteln leben.

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