Archiv für den Monat Dezember 2009

Aphorismen 62

Freitag, 18. Dezember 2009

Kopenhagen: Klimaweiber am Gipfel der Zipfel wohlfeil.

Nee. Nee!

Freitag, 18. Dezember 2009

So langsam bekomme ich schon wieder das Gefühl, einer aussterbenden Rasse anzugehören.

Wie als ob ich ein Eisbär wäre.

Oder ein Walross.

Als einer, der seine Islamkritik nicht mit zwanghaften Israel-Solidaritätsbekundungen zu verbinden als einen vernünftigen Sinn ergeben sieht, stehe ich so langsam ziemlich alleine da, denn das eine erscheint als nicht ohne das andere statthaft.

Ich werde derer, die dazu besonders heuchlerisch auffallen, jetzt hier keine direkte Erwähnung tun; dass sie damit an einem wenig tröstenden Stecken, Stabe und Stocke herumbambeln, sei aber gesagt. (weiterlesen…)

Rettet die Walrösser NICHT!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Eben erfuhr ich aus einer sicheren arktischen Quelle, dass die SCHWEINEGRIPPE inzwischen die Walrösser pandemisch befällt, weil sie den meisten Menschen so wenig anhaben kann.

Gerüchte, dass die WHO nachgeholfen habe, um das armselige H1N1-Virus irgendwie am Leben zu erhalten, oder dass etwa Klimaleugner dahinterstecken könnten, die so den immanenten Schwitztod der Tiere zu kaschieren trachten, bestätigten sich bislang nicht.

Es scheint sich eher um ein intelligentes ökologisches Ausweichverhalten des Erregers zu handeln, der sich wohl über Kopenhagen nach Grönland, Sibirien und Nordkanada abgeseilt hat.

Ich revidiere also meinen vorigen Eintrag: Die Walrösser dürfen unter keinen Umständen gerettet werden!

Rettet die Walrösser!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Alle reden von den Eisbären.

Dabei bedrohen diese seit jeher die Walrösser.

Nur weil die Walrösser nicht dem westlichen Schlankheitswahn und Schönheitsprinzip entsprechen, runzlig und etwas bärbeißig, hat niemand etwas für sie übrig.

Und selbst das Pazifische Walross wirkt ja nicht wie ein reiner Pazifist und Eisbärinnenfreund; mit einem 60 Zentimeter langen Penisknochen bestückt und wenig freundlichen Hauern von bis zu einem Meter ausgestattet, zeigen sich, wie immer, zumal die Bullen als Erzmachos.

Ich habe also zunächst alles Verständnis dafür, dass der Wunsch aufkommt, diese Kreaturen, die nicht einmal gerne bereit sind, sich von den Guten fressen zu lassen, zu zergendern; sie sind so gar nicht süß und schnuckelig und wollen oft nicht einmal spielen.

Gleichwohl halte ich es für einen unerträglichen Bioethnozentrismus und schwer diskriminös, dass immer nur von den putzigen Bärchen geredet wird und die Walrösser demgegenüber behandelt werden, wie als ob sie Nordmeertaliban seien, die um sich selbst hässliche Speckschwartenschleier legen, nur um durchschnittliche Mitteleuropäer in ihren ästhetisch-religiösen Empfindungen zu verletzen.

Und die Damenbärte, welche die Walrossweibchen zu ihren 600-800 Kilo tragen, um von den Bullen halbwegs ernstgenommen zu werden, die dreht der Eisbärfanatiker diesen possierlichen Tierchen wohl auch noch rein, nur um dass sie schlechter ins Bild gerobbt sein mögen!

Völlig unakzeptabel!

P. S. : Von dem ganzen Klimagesindel, all diesen gnadenlosen Goresken Tierrassisten in Kopenhagen, habe ich bisher nicht e i n Wort für die Walrösser gehört, effektheischendes Zertifikatepack, verlogenes!

Sünder Göller

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Heute habe ich vielleicht mal wieder mehr als nur einen Tippfehler gemacht.

Wahrscheinlich rührt der Fauxpas aus Eitelkeit her: Zwei aufgeweckte Knaben fragten mich überraschend und sehr keck, was denn Sch… auf Französisch hieße, und ich verriet’s; wohl weil ich Französisch zwar recht gut lesen kann, es aber mangels Übung nichtmal leidlich spreche.

Danach versuchten diese frechen Racker mir noch mehr Vokabeln dieser Art zu entpressen; und sie erpressten mich feixend damit, sie verrieten mich ihrerseits als den vokabulösen Verräter, wofern ich ihnen nicht noch mehr von derlei brauchbaren lexikalischen Köstlichkeiten verriete.

Da bekam ich aber immerhin die Kurve und verweigerte mich standhaft.

Ich verwies sie aufs Weltnetz, da fänden sie alles, was das Herz begehrt.

Hoffentlich hängen sie mich nicht hin.

Pro Bono

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ich werde nach einem langen Tage milde: Die Juden mögen Moslems werden und hierauf mit ihnen gemeinsam Christen.

Hernach benehmen sich die Christen gegenüber dem Rest der Menschheit anständig.

Alles wird gut.

Nietzsche

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Nietzsche machte sich vor allem keine Illusionen.

Er wusste zu lachen, selbst und gerade erst recht da, wo ihn alle für verrückt hielten.

Er sagte: “Jedes Recht ist ein Vorrecht”.

Der Nichts

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Es gibt Einen, der befahl, er sei als der einzig wichtige Nichts zu fürchten.

Mein Einsatz

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Da ich politisch korrektermaßen auf Deutsche nicht setzen darf, setze ich auf Russen, Japaner, Inder und Chinesen.

Mensch

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Und noch etwas: Der Mensch hat sich vom Tier durch die Kunst abgesetzt, nicht durch die Wissenschaft.

Jeder Affe versucht alles, um an noch eine Banane zu kommen und überlegt darumb, so gut er kann: aber er malt noch nicht einmal Bananenbilder einfach so.

Erst dort, wo man nicht mehr dem Zwecke folgt, wird man Mensch.

Intelligenz

Dienstag, 15. Dezember 2009

Die Verblödung ist ein mehrwertsteuerfrei gefördertes Allgemeingut.

Sie wird zwar nicht beim Aldi offen mit englischem Design made in China um 49 Cent mit zwei Jahren Herstellergarantie verkauft, aber sie ist allwohlfeil.

Man kann nämlich seinen Rechner aufmachen und zu jedem Thema erstmal Wikipedia aufrufen; das ist an sich nicht schlecht; wenn ich wissen will, ob alle Insekten sechs Beine haben, wird mir das dort korrekt bestätigt; wenn es auch nur um irgendein fragwürdigeres Thema geht, dann bin ich dort sofort verratzt.

Ab da ist man nicht einmal mehr ein Laufkäfer, denn der hat normalerweise tatsächlich sechs Beine, sondern ein Drümps, der sich fragen darf, wenn er sich überhaupt noch selbst als Entität erkennt, ob er auch nur ein Hinkebein mit sich herumschleppt.

Wir sind seit zweitausendfünfhundert Jahren, also etwa seit Konfuzius und dem Auftauchen der Runen, nicht eigentlich gescheiter geworden.

Und ich behaupte, wir sind seit 1914 sogar noch dümmer geworden.

In diesen Spiegel gilt es zu schauen.

Warum?

Dienstag, 15. Dezember 2009

Man rennt wie ein Idiot, bis man vollends verblödet.

Jeder glaubt, er habe keine Zeit.

Vor einigen Tagen hatte ich demgegenüber ein Erstgespräch mit einem sehr beschäftigten Manne, der meinte, man habe immer Zeit, nämlich 24 Stunden am Tage, “keine Zeit” sei stets nur eine wohlfeile Ausrede.

Das stimmt; aber eben auch nicht; man hat nämlich irgendwann einmal keine Kraft, keine Lust, hiemit keine Zeit mehr.

Und man sollte es sich leisten, noch viel öfter keine Zeit zu haben.

Keine Zeit zu haben, bedeutet Zeit zu haben.

Sich abzugrenzen, bedeutet Freiheit.

Wieso haben wir bei zehnfacher Weltbevölkerung nur noch ein Zehntel an nennenswerten Philosophen wie vor zweihundert oder zweitausend Jahren, sehr großzügig ausgelegt, und seit bald hundert Jahren keinen großen Komponisten mehr?

Optimismus

Dienstag, 15. Dezember 2009

“Not macht erfinderisch!” – sagte die Hausfrau, als sie einen schweinsledernen Buchdeckel nahm, um eine Kalbsbrühe daraus zu kochen.

Also lautet mein deutsches Lieblingssprichwort.

Es hört sich etwa so an wie “Wer stets daneben schifft, muss sich um den Hafen nicht kümmern” oder “Wer einen Kapselriss hat, muss immerhin noch eine Kapsel haben”.

Ein anderes, welches meinem Freunde R. zu Salamanca, dort an einem kleinen, schönen, alten Platze mit Brunnen in Stein gemeißelt, als besonders kastilische Wesensart ausdrückend sehr gefiel, lautet: “Los que dan consejos ciertos / a los vivos / son los muertos”.

Da mir eine gute, reimende Übersetzung nie gelang, versuche ich jetzt nochmal spontan mein Glück damit: “Die sicheren Rat Gebenden / den Lebenden / sind die Verblichenen”.

Gibt’s bald was in die Ohren?

Dienstag, 15. Dezember 2009

Da ich zum anständigen, systemischen Philosophen mindestens so wenig tauge wie jener Thüringer, habe ich mir jetzt bei Feinkost-Lidl um vierzig Euro ein Diktiergerät als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk an mich selbst geleistet.

Seit bald dreizehn Jahren kaspere ich nunmehr vor meinen Schülern herum und werde mäßig dafür bezahlt; da sollte sich mehr draus machen lassen.

Nach ersten kleinen Tests (meine Söhne sind von dem Gerät sehr begeistert) habe ich festgestellt, was nicht weiter verwunderlich ist: Schwäbisch kann ich immer noch am besten.

Danach ist auch mein Englisch nicht ganz schlecht, wenn auch vielleicht nicht glockenrein; Hochdeutsch kann ich nicht ganz akzentfrei, sogar schlechter; Unterfränkisch ist nicht übel und Spanisch passabel.

Italienisch und Französisch habe ich noch nicht probiert.

Insgesamt ist meine Stimme aber sehr sonor; vielleicht noch schlimmer als meine Schreibe: also sollte da was zu machen sein.

Ich werde die Welt deromaßen mit Unfug und Unsinn überziehen, wie das nur mittels des gesprochenen Wortes möglich ist, Versuch macht kluch.

Jedenfalls bin ich frohen Mutes, auf noch einem weiteren Gebiete zu dilettieren: schließlich habe ich in meinem Leben nur Schwäbisch und geschriebenes Deutsch einigermaßen gut gelernt.

Ich will daher noch nichts versprechen, denn dabei verspricht man sich allzuleicht; aber wenn die Technik mitmacht bzw. mein diesbezügliches Dilettantentum, dann wird es hier bald erste Tondokumente zu vernehmen geben, damit man mal nicht immer nur lesen muss, sondern auch hören kann, was dieser verkrachte Typ mit dem schrägen Grinsen, dieser radikalfundamentalistische Neokleistianer, so loslässt.

Kunst ist, wenn man wenigstens selber ertragen kann, womit man sich gerne Mühe gemacht hat.

Von den Drei Guten

Dienstag, 15. Dezember 2009

Nachdem man mir inzwischen klargemacht hat, dass Friedrich Nietzsche mangels Systematik kein echter Philosoph gewesen sei, also lediglich ein mehr oder weniger unterhaltsamer prosaischer Schwätzer, muss ich selbst umso weniger mit meiner noch weitaus bescheidneren Untauglichkeit hinterm Berge halten.

Bitte lesen Sie also den folgenden Text nur wenn Sie volljährig sind und bei bester Gesundheit.

“Die Drei Guten”, hiemit Judentum, Christentum und Islam, sind zweifelsohne saugut; (weiterlesen…)

Aphorismen 61

Dienstag, 15. Dezember 2009

Ärzte sind so etwas Ähnliches wie die Polizei.

Google (Sprüche)

Montag, 14. Dezember 2009

“Don’t be evil”: Das ist der Google-Spruch.

“Sei Mensch” hält Magnus Wolf Göller ab heute dagegen.

Google II

Montag, 14. Dezember 2009

Fünfundachtzig Prozent weltweit für eine Firma sind zuviel.

Google

Montag, 14. Dezember 2009

Die Macht von Google gehört gebrochen.

Ich fange heute damit an.

Aphorismen 60

Sonntag, 13. Dezember 2009

Lahm geschlagen, mit Amen geschlagen.

Aphorismen 59

Sonntag, 13. Dezember 2009

Disziplin ist eine Sonderform von Schwäche.

Aphorismen 58

Sonntag, 13. Dezember 2009

Im Namen meines unaussprechlichen Namens sollt ihr euch die Welt unterwerfen.

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