Krieg ohne SPD?

Man darf gespannt sein, ob es wirklich spannend wird.

Die SPD, volksnah wie immer, hat bereits drei Monate nach der Bundestagswahl erkannt, was außer ihr jeder wusste: Die Deutschen wollen diesen Krieg in Afghanistan nicht.

Die Mitte will ihn nicht, die Rechte (außer ein paar besonders schrägen Vögeln) will ihn auch nicht, und die Linke (außer entsprechend schrägen Vögeln) will ihn erst recht nicht.

Und kein einziger, ja ich behaupte k e i n Patriot, der halbwegs bei Verstand ist, will diesen Krieg.

Dieser Krieg ist nicht nur sinnlos und grausam: er geht g e g e n Deutschland!

Ob es einem nun um das andere, das geheime, weltoffene, heilige, liberale, soziale, christliche oder auch nur Hartzdeutschland geht, WURSCHT! – dieser Krieg wird auch gegen unser Land geführt!

In der Tat nicht nur, und auch nicht unbedingt an erster Stelle, geostrategisch aber sehr wohl!

Das interessiert so eine alte Logengroßtante wie die SPD nun naturgemäß wenig, aber wenn die Leute sie nicht mehr wählen, das interessiert sie schon.

Daher sehr intelligent von den Wählern, den Sozis eine solche Klatsche mitgegeben zu haben.

Jetzt nämlich hat der neue Parteichef erklärt, dass man als Sozi wieder kritisch denken und sprechen dürfe, sogar kriegshalber.

Man munkelt deshalb, dass die Sonnenkanzlerin bereits weiche Knie bekomme bei dem Gedanken, die geplante deutsche Truppenaufstockung zur zusätzlichen hilfsweisen Ausweitung des Krieges durch den Friedensnobelpreisträger ohne die Stimmen der Linken u n d der SPD, damit sehr wahrscheinlich auch vieler Grüner, also sage und schreibe gegen eine Opposition (!), beschließen zu müssen.

Damit nämlich könnte dieser Krieg, zwar weiland von SPD und Grünen in Regierungsverantwortung mit voller Unterstützung der jetzigen Koalitionsparteien begonnen, schrittweise zu einem unpopulären Krieg allein der Regierung mutieren…

Eine weder in Washington noch im nachgeordneten Berlin geplante Eigendynamik könnte entstehen, so dass zu Guttenberg als Kriegsminister (gefällt ihm ja bisher…) der Kriegskanzlerin dasteht, Westerwelle als der Kriegsaußenminister.

Ich glaube, dass diesen feinen Herrschaften jetzt erst schwant, was das bedeutet, wenn ein noch halbwegs freies Volk dagegen ist.

Man wird gezwungen, Kriegspropaganda aus allen Rohren zu feuern; irgendwie immer und überall; egal, ob man gerade den Christopher Street Day bewundert, oder in Hinterfranken im Wahlkreis unterwegs, oder bei den CDU-Arbeitnehmervertretern.

Was hilft es dann zu wissen, dass Cem Özdemir in demselben Kissinger-Atlantik-Brücke-Sandkasten gelernt hat und dessen Förmchen hält gleich zu Guttenberg?

Da die SPD ihre Seele schon lange verkauft hat (Balkankrieg, Heuschreckenbegünstigung), die Union noch nie eine hatte, welches ihr immer wieder entscheidende Vorteile verschaffte, könnte erstere jetzt versucht sein, ihre Seele, sei es nur zum schönen Scheine, wiederfinden zu wollen, mit allem Indiebrustwerfen, Pomp und Getöse, welches ein über hundertjähriger Sozenstadel auf die Waage bringt.

Sozen mögen nicht so viel vom professionellen und souveränen Lügen verstehen wie Christdemokraten und Liberale; wenn es aber ums Heucheln geht, dann gebe ich sie vergleichsweise nicht so einfach verloren.

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