Nachtrag Selbstmord Enke

Ich komme doch noch einmal auf die Halbselbsttötung – denn ein unwissender Zugführer war unfreiwillig der Ausführende – des Robert Enke zurück: auf deren Aufbereitung zurück.

Während die einen noch davon faseln, so einer dürfe nicht in geweihter Erde begraben werden, hat der Rest indirekt eine Tat glorifiziert, jemanden als Helden und Beispiel gefeiert, der am verzweifelten Schlusse völlig rücksichtslos die große Szene suchte, nicht mehr die Größe hatte, sich still und alleine ein Ende zu setzen.

Das ist in der Tat unerträglich, heuchlerisch und verderblich hüben wie drüben.

Hätte Enke gerade diese beiden Seiten entlarven wollen, es wäre ihm trefflich gelungen.

Trotzdem hat er, dem es noch am ehesten nachzusehen ist, um wieviel mehr haben seine Stadionbegräbnisjubler, wenn auch unbewusst, sodann die Medienschlampen, vielleicht etwas bewusster, dabei den Zugführer und dessen Angehörige lebenslang verhöhnt – ! – ?

O tempora…

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