Schafsmedien: “Qualitätsmedien”?

Seit einiger Zeit vernehme ich in verschiedenen Publikationen im Netz, die den Medien gegenüber, welche im angelsächsischen Raum in der Regel “mainstream media” (MSM) genannt werden, kritisch eingestellt sind, als Begriff für jene das Wort “Qualitätsmedien”.

Dieser Wahl vermag ich, wie angewandt, nicht zu folgen, denn die Bezeichnung, die oft spöttisch bis durchaus verächtlich gemeint sein soll, erscheint jetzt nur hier bei mir in den dann wenigstens gebotenen Anführungszeichen: sonst aber soll sich das despektierlich Gemeinte irgendwie selbst erklären.

Ich rate daher denjenigen, die, wie ich oft auch, Spiegel, FAZ, Welt, taz etc. unter anderem bezüglich ihrer Kriegsberichterstattung oder deren Behandlung der Schweinegrippe oder der Klimasause nicht recht grün sein mögen, dieses Appellativum noch einmal zu überdenken.

Wer meinen Begriff “Schafsmedien” für die angesprochenen Organe nicht übernehmen möchte, dem lege ich doch unerfragt nahe, sich logischer zu positionieren oder wenigstens sinnreicherweise Gänsefüßchen zu verwenden.

“Wallachsmedien”,  “Ochsenmedien”, “Eunuchenmedien” brächte natürlich auch ohne Hervorhebungszeichen immerhin Einschneidendes.

Der es jedoch weder nietzscheanisch ovinköttelig riechend mag noch auch das rustikale Bild der Kastriertheit goutiert, dem entbiete ich etwas zarter die “Mediven”.

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