Also doch: Banken sind Gotteshäuser

In der lesenswerten Titelgeschichte des Spiegels dieser Woche (“DIE BILLIONEN BOMBE” – Warum nach der Jahrhundertkrise schon die nächste droht – Wahnsinn 2.0) wird abermals der Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein aus einem Interview mit der Sunday Times zitiert: “Ich bin bloß ein Banker, der Gottes Werk verrichtet”.

Diese göttliche Sendung gilt für ihn dabei besonders für sein Haus, letztlich aber für alle Banken, denn diese dienten allesamt einem hehren sozialen Zwecke (social purpose) und schüfen einen tugendhaften Zyklus (virtuous cycle).

Welchen Gott der König der Bonusritter wohl gemeint hat?

Etwa den Papa jenes Jesus Christus, der laut Überlieferung als in diesem Sinne reichlich missratener Sohn die Geldwechsler im Tempel so gar nicht leiden mochte?

— Anzeigen —


Tags: , , , , , ,

Eine Antwort hinterlassen