Cui Bono?

Nicht nur in der Nachbetrachtung empfinde ich die ganze Heuchelei zum Tode des Robert Enke, die grellbunte Roadshow der Medien, Dazugesellten und unreflektierten Mitläufer, der tumben Masse, als geschmacklos bis ekelhaft.

Der Mann war nunmal keine Frau, und so war sein Ende eben auch kein typisch weibliches.

Besser dadurch keineswegs.

Wie aber z. B. ein Theo Zwanziger seine spezielle Psychosuppe daraus kochte, sagt wenigstens über diesen besonders widerlichen Heuchler einiges aus.

P. S. : Schüfe ich mich, der vielleicht vergleichbare Schicksalsschläge erfuhr, morgen “sauber”, also ohne unschuldigen Lokführer, den ich ungefragt zum Ausführenden hingezwungen hätte, aus der Welt, so krähte nicht nur deshalb kein Hahn danach, weil ich sicher nicht der beste deutsche Fußballtorhüter bin, und vielleicht noch nicht einmal der beste deutsche “Blogger”; man mäße mich, da schlecht vermarktbar, nur daran, dass ich zwei Kinder schändlich zurückgelassen hätte, und man verscharrte mich so schnell als möglich als einen peinlichen Unfall glücklicherweise seltener menschlicher Entgleisung.

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