Israel kann auf mich bauen

In der FAZ von gestern steht zum Siedlungsbaustopp der Israelis im Westjordanland unter der Regierung Netanjahu: “In der vergangenen Woche hatte seine Regierung 450 neue Bauprojekte genehmigt - 2500 weitere Wohneinheiten will sie auch während eines möglichen Baustopps fertigstellen, der zudem nicht für Ostjerusalem gelten soll”.

Ein Baustopp, wofern er denn verkündet würde, hieße also, dass man 2500 Wohneinheiten fertigbaut.

Ich werde demnächst vielleicht auch einen Baustopp verfügen, wenn Obama und der Rest mir zusagt, mich dafür höchlich zu loben und reich belohnt; dabei bin ich bereit, sogar tatsächlich nicht zu bauen; damit sollte ich dann mehr Logik, Vernunft und Anstand gezeigt haben als die israelische Regierung und die FAZ zusammengenommen.

Wenn Tel Aviv mir für meinen Echtbaustopp-Baustopp 5 Millionen Mossad-Barmillionen zukommen lässt (zahlt eh der Bundeshaushalt: aber Euro, nicht Schekel bitte!), mit Verfassungsschutzgarantie auf Diskretion und Steuerfreiheit, sage ich jetzt sonst fast nichts mehr.

Allerdings will ich noch das Bundesverdienstkreuz dafür, dass ich dem grenzenlos lieben Verbündeten so selbstlos aus dieser potentiell peinlichen Patsche geholfen habe; und die FAZ möchte mich bitte für die in den nächsten Jahren anstehenden Toleranz- und Medienpreise nominieren, denn ein bisschen Ruhm sähe ich dann schon ganz gern auch noch als Brosamen von der Großen Tafel der wahrheitsliebenden Guten und Gerechten für mich abfallen.

Denn Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich.




Finanzkrise na und?

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