FAZ: eben doch ein Schmierblatt

Ich habe in meinem gestrigen Artikel “9/12 für Ja- und Neinsager” die FAZ im Zusammenhang mit dem größten Weltfinanzbetrug aller Zeiten als “Schmierblatt” bezeichnet und möchte mich hiermit gegenüber einigen FAZ-Journalisten erklären, die ich damit nicht beleidigen wollte, z.B. Michael Hanfeld, der unter dem Titel “Falsche Freunde” noch vor ein paar Tagen einen ausgezeichneten Artikel zum deutsch-amerikanischen Verhältnis schrieb.

Auch sonst finden sich, zumal im Feuilleton oder im Reiseblatt (weil es da für die Wirtschafts- und Realweltkriegspropaganda egal ist), immer wieder sehr gute Beiträge.

Und selbst den für Wirtschaft zuständigen Herausgeber Holger Steltzner will ich ob einiger seiner Artikel der jüngeren Zeit erwähnen, in denen er die Bonusritter (er nennt sie auch Söldner) und andere unverantwortliche Irre der Finanzmärkte angeprangerte.

Nur tat er dies stets, ohne konkrete Maßnahmen zu fordern, die die Ausplünderung der Menschen durch wenige Verbrecher wirksam beenden könnten.

Zumal durch die wirklich großen, für deren Raubzüge an den Völkern die genannten Söldner im Vergleich lediglich Peanuts aufsammeln.

Ich gehe davon aus, dass er genau weiß, wie dies zu bewerkstelligen wäre.

Andere im Wirtschaftsteil wiederum sind so skrupellos (siehe z.B. “Die Unrättin” hier vorgestern), die ersatzweise zu verteufeln, mit denen man zwar nicht einer Meinung sein mag, welche aber mit den kapitalistischen Weltverbrechen der Finanzmarktakteure nichts zu tun haben.

Damit, wie auch durch ihre praktisch bedingungslose Unterstützung der US-Weltkriegspolitik, bleibt die FAZ im wesentlichen Wohl und Wehe eben doch ein einseitiges, sprachlich und intellektuell einigermaßen gut aufgemotztes Schmierblatt.

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