Hitler, Hussein, Stalin: Die Totvögler

Wenn man dem “AIDS ist ein Massenmörder”-Video des Regenbogen e. V. glauben schenken mag, war Adolf Hitler ein also feuriger wie stoßkräftiger Liebhaber, der wusste, wie man eine Frau richtig durchnimmt.

Weitere Videos mit Josef Stalin und Saddam Hussein als mordsmäßig geile Aids-Verbreiter gibt es meines Wissens bislang nicht, aber immerhin dürfen die beiden auf Plakaten ihre genozidale Koitalkompetenz beweisen; einen Rap-Song mit einem glatzköpfigen Schwarzen gibt’s auch noch dazu (die Glatze war wohl ein Versehen, nobody is perfect …).

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Offizielle Plakate der Kampagne "AIDS ist ein Massenmörder"

Die Idee ist wirklich knuffig: Jede Frau, die sich von einem Mann mit Schnauzer möbeln lässt, ist sozusagen selbst schuld, wenn sie der Spaß im Bett schließlich das Leben kostet. Wer sich vor notgeilen Weibern schützen will, braucht sich künftig also nur ein Oberlippenbärtchen aufzupappen oder wachsen zu lassen (halte ich für sicherer, denn vielleicht zupft Madame ja mal zur Probe, selbst die willigsten Mädels sind nicht alle komplett doof).

Gut möglich, dass wir den alten Adi bald beim Durchlöchern einer Afghanistan-Landkarte gewahren werden, sozusagen als ein Supertaliban.

Oder aber er durchbohrt mit seinem Riesenschniedel unseren Friedensheiland Obama höchstselbst, vielleicht auch gleich noch Ben Bernanke, den Juden mit dem vielen Falschgeld.

Die Werbeagenturen können wirklich froh sein, dass es den Hitler tatsächlich gab, sonst hätten sie ihn erst mühselig erfinden müssen.

Doch hat Hitler offenkundig in dem Massenmörder Ha Ivau inzwischen seinen Meister gefunden, denn letzterer bringt es laut Rap auf überragende 25 Millionen Opfer, also gut sechsmal so viele, wie dem Reichskanzler in Auschwitz zugerechnet wurden (4 Millionen), bis man die neue Tafel angeschraubte (gut eine Million).

Wenn ich Chinese wäre, empfände ich die Aktion allerdings als höchst rassistisch: Mao-Tse-Tung kommt überhaupt nicht zum Zuge, wo er doch ob seiner unbestrittenen Verdienste als Mordrekordhalter des 20. Jahrhunderts die konkurrenzlose Hauptrolle hätte spielen müssen und viele Historiker der Ansicht sind, dass er die 25 Millionen locker knackte, während Stalin gerade mal etwa diesen Wert zu erzielen vermochte.

Ein klarer Fall für die Ausländer- und Integrationsbeauftragten.

Und die Kanzlerin sollte sich umgehend beim chinesischen Volk entschuldigen.

Als zwar nicht rassistisch, da Engländer im Gegensatz zu Chinesen unter die Indogermanen zu rechnen sind, aber trotzdem klar und unentschuldbar ausländerfeindlich, muss die Nichtberücksichtigung von Bomber Harris unmissverständlich öffentlich gebrandmarkt werden. Reparationszahlungen an die britische Krone sind zu erwägen. Ein klarer Fall für den Bundespräsidenten.

Auch als Araber oder amerikanischer Ureinwohner könnte man sich umgekehrt daran stoßen, dass nur Saddam gezeigt wird und kein böser Israelit, beziehungsweise kein US-Indianerschlächter…

Wir sehen also wiederum, wie selbst die lauterste Absicht zu größter Ungerechtigkeit, schändlichster Diskriminierung und peinlichsten Folgen führen kann.

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Eine Antwort zu “Hitler, Hussein, Stalin: Die Totvögler”

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