Der Steini von der SPD ist ein persönlich bescheidener, besonnener Mann, der sich in der Welt auskennt; aber jetzt verstehe ich ihn wirklich nicht mehr.
Wieso verspricht der Mann nur 4 – in Worten v i e r – Millionen Arbeitsplätze und sonst fast nichts? Hat man den mit dem Klammerbeutel gepudert?
Warum garantiert er keine Steuersenkungen von 50% für alle quer durch die Beete und schuldenfreie öffentliche Haushalte bis Weihnachten sowie einen Hartz-IV-Regelsatz von zweitausend Euro für Ledige plus fünfzehnhundert für jedes Kind? – Er muss es doch eh nicht mehr lange bezahlen!
Wer wählt denn heute noch eine heruntergekommene ehemalige Volkspartei, die bloß Arbeitsplätze verspricht?
Der sollte sich mal ein Beispiel an der FDP nehmen. Die senkt die Steuern auf null und die Schulden und die Arbeitslosigkeit damit automatisch auch. Das ist ein Wahlkampfkonzept!
Die Grünen haben auch gute Ideen: Sie gehen alle nach Afghanistan zur Aufbauhilfe und bezahlen das One-Way-Ticket aus der eigenen Tasche. Raten Sie mal, wen ich wählen werde.
Oder die CSU: Die hat einen Wirtschaftsminister mit einem so dubiosen Karrierehintergrund, dass er nur noch kantig grinsen muss! Der Mann weiß sogar schon, wie man statt von München von Berlin aus zum Rapport nach New York fliegt!
Und die CDU hat immerhin eine Familienministerin, die den Leuten fürs Kinderkriegen so viel Geld gibt, dass die erst recht keine mehr haben wollen. Und einen zackigen Innenminister. Und eine schneidige Kanzlerin, die den aufsässigen Schröder für die Amis nach Russland vertrieben hat.
Und die Linkspartei hat einen Oskar. Nicht nur einen für den besten Film, die beste Regie, den besten Hauptdarsteller oder den besten Auslandsfilm, nein, einen Daueroskar. Den Sozialoskar. Den nationalen Sozialoskar. Den die-Bosse-leg-ich-an-die-Kandare-Oskar. Den Oskar aller je entdeckten oder entwickelten Oskaren.
Also, wie kommt der Steini darauf, die Leute, die sowieso nicht arbeiten wollen, begehrten ausgerechnet Arbeitsplätze? Hat der sich im falschen Jahrhundert verirrt?
Diese Sozis sind mir einfach ein ewiges Rätsel. Mal könnte ich sie knuddeln ob ihrer treuhundsdoofen Bambeligkeit (wenn ich nicht gerade an den Krieg denke, den sie auch wollen), mal verfluche ich mich wegen meines Mitleidens gegenüber diesen ausgemerkelten Kriechsaurieren und denke, sie müssten endlich aussterben, einer jüngeren Generation bärbeißiger Korsaren Platz zu machen.
Dann schaue ich mir den Rest der Tragödie an, und ich bin mir schon wieder nicht so sicher.
Will ich mein letztes Bier mit Guido Westerwelle, Claudia Roth und Angela Merkel trinken?
Oder doch lieber mit Steinmeier, Müntefering und Lafontaine?
Wahrscheinlich wäre es spaßiger, sich mit den Sozen ans Ende zu saufen.
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