“Kant kommt nicht bis Kunduz”

Heute will ich ausdrücklich wenigstens zur teilweisen Lektüre des SPIEGEL dieser Woche aufrufen.

Nicht nur dass das Magazin unter dem Titel “Das Geschäft mit der Spritze” den zuwenigst grob fahrlässigen Schweinegrippe-Impfwahn kritisch beleuchtet, es erscheint zudem ein Interview mit dem “Inglourious Basterds”-Regisseur (der Film, der sich ums fröhliche Nazischlachten dreht) Tarantino, welches ich in einem weiteren Artikel hier noch gesondert analysieren werde.

Und noch darüber hinaus finden wir den Essay “Feigheit vor dem Volk” aus der Feder von Richard David Precht, der sich des Wahnwitzes und der Verlogenheit des Afghanistan-Krieges und der deutschen Beteiligung daran in einer Weise widmet, dass ich meinen Hut ziehe.

Der gesamte Aufsatz birgt nur einen schwachen Teil, nämlich den der “Befreiung” Deutschlands durch Amerikaner und Briten, aber soviel Opportunismus ist wohl immer noch der Preis, den ein deutscher “Philosoph” zahlen muss oder meint, zahlen zu müssen, wenn er in einem Massenmedium wie dem SPIEGEL ansonsten kritisch auftreten will.

Ich wiederum will hier nicht mit diversen Zitaten weiter anlocken, sondern begrüße, abgesehen vom erwähnten Wermutstropfen, uneingeschränkt, dass hier jemand auf eine Art Klartext spricht, im SPIEGEL sprechen darf, die Mut schöpfen lässt, wir könnten uns doch aus der Kriegsspirale befreien.

Unbedingt lesen!

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2 Antworten zu ““Kant kommt nicht bis Kunduz””

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    Sehr geehrter Herr Zion,

    ich habe mir Ihren “Offenen Brief” an Herrn Precht angschaut und finde es begrüßenswert, dass Sie sich seinem Appell anschließen. Weshalb allerdings zum Beispiel ein Martin Walser in seinem Protest gegen den Afghanistan-Krieg ausgebootet werden müsse, erschließt sich mir aus Ihrem Briefe heraus nicht logisch.

    Mit freundlichen Grüßen

    Magnus Wolf Göller

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