Schanzenviertel

Ich habe mir soeben ein paar Videos und Nachrichten zu den Krawallen im Hamburger Schanzenviertel angeschaut.

Die Rede ist von ungefähr tausend jugendlichen “linksautonomen” Gewalttätern, die die Polizei mit Steinen, Flaschen sowie wenigstens einem Molotow-Cocktail bewarfen sowie brennende Barrikaden errichteten und einen Streifenwagen in Brand setzten. 30 verletzte Beamte sind zu beklagen. Tote gab es zum Glück nicht.

Aber jede Menge begeisterte, johlende Zuschauer, die eifrig mit ihren Fotohandys und Digitalkameras filmten.

Man stelle sich vor, das wären “rechte” Gewalttäter und deren lachende Sympathisanten gewesen.

Wahrscheinlich gäbe es in den Medien vier Wochen lang kein anderes Thema mehr, und was der Zentralrat der Juden in Deutschland dazu sagte, kann man sich in etwa denken.

Offensichtlich wollen unsere Politiker, sollten sie die Finanzkrise nicht in den Griff bekommen, lieber von sogenannten Linken totgeschlagen werden als von sogenannten Rechten.

Das sei ihnen gegönnt, wenn sie dies so wünschen.

Zumal die sogenannte Antifa-Szene teilweise mit Staatsgeld aufgefüttert wird.

Ob ein Polizist sich allerdings lieber einen linken Pflasterstein an den Kopf werfen lässt als einen rechten, darf immerhin bezweifelt werden.

Zumal der Polizist weiß, dass der linke Steinewerfer-Hartzi wahrscheinlich ziemlich ungeschoren davonkommt, während sein rechter Kollege mittels einer Verurteilung wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung, schwerer Brandstiftung und Mordversuchs selbst als Ersttäter für mehrere Jahre aus dem Verkehr gezogen würde.

So gesehen ließe ich mir als Ordnungshüter immer noch lieber einen rechten Stein – bitte nur an den Helm – werfen als einen linken.

Indes, die Gewalt soll sich im Großen und Ganzen im jährlich zu erwartenden Rahmen bewegt haben, also ist alles gewissermaßen in kaufmännisch-hanseatischer Ordnung.

Ich werde jedenfalls nicht auf die Gasse gehen, wenn diese brennt, meinen Kindern nicht einmal das Zugucken erlauben, den ersten ernsthaften Hausarrest je verhängen.

Ob die Politiker diese Straßenschlachten als Übungsprogramm ansehen, damit die deutsche Polizei nicht verweichlicht, trainiert und fit ist für kommende Aufgaben?

Ich weiß es nicht.

Man sollte mal Joschka Fischer fragen, der kennt sich auf beiden Seiten des Szenarios bestens aus und ist darüber deutscher Außenminister und amerikanischer Professor Honoris Causae geworden.

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