Helfen kann schaden

Nachtrag zu meinen vorigen beiden Artikeln “Noch drei Gefallene” und “Ein General schafft sich Freunde”.

Um 19 Uhr hörte ich in den Nachrichten, die drei heute gefallenen Bundeswehrsoldaten seien offenkundig nicht von den angreifenden Aufständischen getötet worden sondern aufgrund eines missglückten Ausweichmanövers ums Leben gekommen.

Das hörte sich gerade so an, als wären sie einem tragischen Verkehrsunfall zum Opfer gefallen. Ekelhaft.

Ich will aber noch einen anderen Gesichtspunkt ins Spiel bringen.

Vorher hörte ich einen privaten Kommentar, in dem mein Gesprächspartner meinte, möglicherweise solle ich doch froh sein, dass der Generalinspekteur sich so benimmt, ihn also nicht noch warnen; dass es kontraproduktiv sein könne, der Bundeswehr indirekt vielleicht gar aufzuhelfen, dass sie beruhigt gen Afghanistan führe und der Politik in ihrer diesbezüglichen Strategie noch dazu.

Ich habe die Kritik ernstgenommen und werde in Zukunft genauer darüber nachdenken, ob ich diesem Wahnsinn am Hindukusch durch unbedachte Äußerungen nicht gar noch wider Willen Nachhilfe geben könnte, Leute wie Herrn Schneiderhan nicht lieber einfach laufen lassen sollte, vielleicht gar befeuern, damit sie so viel Unfug erzählen, dass die deutsche Kriegsbeteiligung dadurch ihrem Ende zügig nähergebracht wird.

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