Schafsmedien

In meinem vorletzten Artikel “Gaunerwahl” habe ich anlässlich der undemokratischen Europawahl den Begriff  ”Schafsmedien” eingeführt.

Ich verwies dabei bewusst beispielhaft auf die Bildzeitung u n d die Frankfurter Allgemeine, um nicht missverstanden zu werden.

In der angelsächsischen Welt nennt man solche Medien “Mainstream Media” oder auch abgekürzt “MSM”.

Nun hatte ich diesen eingeführten Begriff schon lange einmal ins Deutsche übertragen wollen, doch die wörtliche Übersetzung “Hauptströmungsmedien” oder auch kürzer “Hauptstrommedien” erschien mir mir irgendwie ungelenk; erstere mag sich zwar einbürgern, wer weiß, aber ich habe damit noch ein anderes, grundsätzliches Problem.

Denn die Bezeichnung ist absolut irreführend.

Bevor nämlich der Begriff MSM aufkam, wurden die gemeinten Medien als “Media of the Establishment” bezeichnet, also wesentlich treffender als diejenigen, die praktisch bedingungslos den Vorgaben und Aufträgen der Reichen und Mächtigen folgen.

Denn “Hauptströmungsmedien” oder “MSM” suggeriert ja fälschlich, jene verträten das, was in entscheidenden gesellschaftlichen Fragen die jeweilige reale Hauptströmung sei, welches aber in sehr vielen Fällen trotz all ihrer unredlichen Bemühungen gar nicht zutrifft.

Als ein ganz banales Beispiel wäre da einmal das Thema Zuwanderung zu nennen, welches die Bevölkerungsmehrheit erheblich kritischer sieht als die “MSM”.

Auch dass Kinder so schnell wie möglich von ihren Müttern getrennt und in Horte verbracht werden sollten, wird nur von wenigen Bürgern mit Begeisterung aufgenommen.

Dass wir Deutsche zu Themen wie der Euroeinführung oder dem Europäischem Verfassungsvertrag nie gefragt wurden, stößt ebenfalls nicht auf verbreitetes Wohlwollen.

Auch nicht, dass in dieser tollen europäischen Demokratie, die gerade heute am Pseudowahltag von den “MSM” unisono bejubelt wird, eine deutsche Stimme einen winzigen Bruchteil einer luxemburgischen oder maltesischen zählt, beklatscht kein vernünftiger Mensch.

Die fast bedingungslose Gefolgschaft, die Politik und “MSM” den amerikanischen Aggressoren entegegenbringen, findet auch nur eine Minderheit in Ordnung.

Die Bevorzugung Israels, die kostenlose oder fast geschenkte Belieferung dieses Landes mit modernstem deutschem Kriegsgerät, damit es seine Massaker in Gaza und im Südlibanon durchführen und womöglich gar noch Iran angreifen kann und nebenher die besten U-Boote der Welt nach Training durch deutsche Seestreitkräfte mit atomwaffenbestückten Marschflugkörpern ausstatten, wird, um es vornehm auszudrücken, nicht eben begrüßt.

Die Zahlmeisterei Deutschlands in der EU, obwohl andere Länder inzwischen reicher sind als wir, treibt den Otto Normalverbraucher nicht zu ausgedehnten Lobeshymnen.

Und das zwanghafte “Gender Mainstreaming” wird von den meisten Bürgern schlicht für krankhaft gehalten.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Zumal um den Faktor deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan, die von der weit überwiegenden Bevölkerungsmehrheit abgelehnt wird, und dies o b w o h l die sogenannten MSM uns seit Jahren gebetsmühlenhaft einzutrichtern versuchen, wie unabdingbar notwendig diese sei.

Ich wähle für diese Gegendasvolkschreiber und -sender deshalb den Begriff  “Schafsmedien”.

Denn sie versuchen, die Menschen zu Schafen zu degradieren, indem sie sich selbst wie eine Schafsherde verhalten, immer das herausblökend, was von kleinen Machtzirkeln beschlossen wurde, von ihnen an die große Masse verlautbart zu werden, um diese auf Kurs zu bringen oder wenigstens den vielen keinen nennenswerten öffentlichen Raum zu geben, die nicht wollen, was sie sollen.

Desinformation, Einseitigkeit, Angstmacherei, Entmutigung und Entmündigung sind die Zauberwörter der Schafsmedien.

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Eine Antwort zu “Schafsmedien”

  1. [...] habe in diesem Blog vor ein paar Wochen den Begriff  “Schafsmedien” eingeführt und im entsprechenden Artikel auch im Wesentlichen [...]

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