Seit Jahren geht mir der Journalisten-Spruch “Immer an den Leser denken” im Kopfe herum.
Der hat natürlich was, aber er ist oft auch nur ein verklausulierter Aufruf zur Korruption.
Die Textsorten Bericht und Reportage sollten dieser Maxime selbstverständlich weitestgehend folgen.
Wie aber sieht es bei Kommentaren, Essays, gar Satiren aus?
Natürlich sollte ein Autor auch beim Verfassen solcher Texte daran denken, dass er sein Publikum einigermaßen verständlich erreicht. Ansonsten aber verkehrt sich der Spruch doch häufig in ein “Immer gegen den Leser denken”.
Ich nehme die FAZ als Lehrbeispiel. Dieses nicht, weil ich sie besonders verachtete, sondern weil sie sich als Leitmedium besonders dafür eignet. (weiterlesen…)















