Archiv für den Monat Mai 2009

Lustiges Hessenhampeln

Donnerstag, 14. Mai 2009

Ich möchte alle Leser, die sich für das folgende Thema en Detail interessieren, nicht mit einer Reihe von Zitaten aus der FAZ heutigen Datums behelligen und verweise dazu auf den Artikel “Ein deutsches Trauerspiel” von Lorenz Jäger auf “faz.net”.

Ich fasse daher die postmoderne Komödie inhaltlich kurz zusammen und rezensiere sie nebenher.

Das Kuratorium, welches über die Verleihung des jährlichen “Hessischen Kulturpreises” entscheidet, kam auf die besonders originelle Idee, dafür einen Katholiken, einen Lutheraner, einen Juden und einen Moslem zu erwählen.

Alle wurden über ihre Mitpreisträger im vorhinein in Kenntnis gesetzt (!), damit auch ja keiner beleidigt sein könne.

Alles erschien geritzt, doch dann erregte sich der Moslem über die Kommentare des Juden zum Gaza-Krieg und erklärte, mit dem zusammen werde er den Preis nicht annehmen.

Unangenehm zwar, aber natürlich fand man einen Ersatzmoslem, gegen den zunächst keiner der anderen Einwände hatte.

Alles schien nun glücklich ausgekungelt. (weiterlesen…)

Morphische Felder

Mittwoch, 13. Mai 2009

Eventuell vorhandene negative morphische Felder werden durch den Humor noch am ehesten zerstäubt.

Rassistische Runkelrüben zum Reintreten mit Runen

Mittwoch, 13. Mai 2009

Im SPIEGEL dieser Woche las ich noch eine sehr merkwürdige Meldung davon, wie Humbug, Dummheit, Einäugigkeit und Gewaltverherrlichung also zusammenkommen können, dass ich mich als Weißer, der sich seiner Hautfarbe nicht schämt, frage, ob ich lachen, heulen, fluchen oder mitsamt meinen bösen weißen Kindern rechtzeitig auswandern sollte.

Auf Seite 22 berichtet das Blatt unter dem Titel “Rockbands – SS-Runen im Logo?” darüber, dass die Punkergruppe “SS-Kaliert” sich eine Anklage durch die Staatsanwaltschaft Duisburg eingehandelt hat, wegen der Verbreitung und Verwendung von Kennzeichen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation.

Das doppelte S in Runenschrift sei auf CDs wie T-Shirts, Postern und im Internetauftritt der Band zu sehen, und eine Erinnerung an die SS-Runen der Waffen-SS sei beabsichtigt. (weiterlesen…)

Klagauer

Dienstag, 12. Mai 2009

Laut FAZ-online soll Papst Benedikt Jerusalem bei seinem Besuch “Friedensstadt” genannt haben.

Den Witz erfindet so leicht kein Satiriker.

Für die Art Humor muss man Priester sein.

Kurzgoethe

Dienstag, 12. Mai 2009

Jedem, der wissen will, wie die Freimaurerei, in Goethes “Wilhelm Meister” als “Turmgesellschaft” bezeichnet, Gutgläubige zu gelenkten ganz Blöden zu machen angelegt ist, dem empfehle ich die Lektüre der Lehr- und Wanderjahre.

Darin wird selbst noch ein Spaß damit getrieben, zwei engste Freunde durch eingefädelte Machenschaften mit der je wechselseitig falschen Angebeteten quasi zwangszuvermählen, um dann ganz kurz vor knapp am Schnürchen zu ziehen und “höhö, war ja nur ein kleiner Spaß der Turmgesellschaft” zu rufen und dafür gar noch die Ergebenheit und Dankbarkeit der exemplarischen Goetheschen Jungdeppen zu ernten.

Widerlich.

Praktische Entenwelt

Dienstag, 12. Mai 2009

Mein älterer Sohn (10) ist vor einer Woche in “Entenhausen” eingezogen, in sein neues Haus, das er sich im virtuellen Kinderspiel des Ehapa-Verlages eingerichtet hat.

Für dieses musste er von seinem Startguthaben von hundert Talern fünfzig bezahlen, denn Landstreicher wollte er lobenswerterweise nicht werden sowie nicht im Knast landen (die zwei Lebenslagen gibt’s auch dort).

Rune vermerkte positiv, dass in Entenhausen keinerlei Steuern bezahlt werden müssen und man sein Geld einfach durch Spielen verdient. (weiterlesen…)

Gesinchen und ihre geläuterten Bänker

Montag, 11. Mai 2009

Im heutigen Spiegel-Gespräch antwortet die Bundspräsidentschaftskandidatin Gesine Schwan auf die Frage “Was würden Sie als Bundespräsidentin konkret gegen die Krise tun?” sie werde im Falle ihrer Wahl die 30, 40 wichtigen Bänker zu sich ins Schloss einladen, um mit ihnen konzentriert einige Fragen zu besprechen.

Sie meint darüber hinaus, die dürfe man nicht schmähen, denn sonst gingen sie in eine Ecke und schmollten.

Das wäre ja nun wirklich eine fürchterliche Dummheit, das Vaterland so fahrlässig seiner Höchststrafe zuzuführen, dass uns die armen Bänker endlich vollends niederschmollen… (weiterlesen…)

Traum und Offenbarung

Sonntag, 10. Mai 2009

Neulich träumte ich von einer Sitzung, genauer Liegung, bei einem berühmten Reinkarnationstherapeuten, den ich konsultierte, da mir der Wein nicht mehr schmecken wollte.

Ich war sozusagen auf einer bedenklichen Art von Goethe-Jammer-Trip (“nur noch der Würzburger will mir schmecken…”) und wusste mir, da ich sonst nichts Krankes an mir finden konnte, einfach nicht anders zu helfen.

Der Rückführungsspezialist war auch, wie bei seinen Stundensätzen (die ich mir im Traume locker leisten konnte) kaum anders zu erwarten, zunächst sehr freundlich und zuvorkommend.

Dann aber gab er mir die volle Kante. (weiterlesen…)

Yes we can: lie!

Sonntag, 10. Mai 2009

Yes, Mr Saviour Obama, we can lie.

Colossally lie, Bushally lie. (weiterlesen…)

Geheimabkommen

Sonntag, 10. Mai 2009

Laut den klassischen Hauptorganen wilder Verschwörungstheorien namens “Financial Times” und “Wall Street Journal” habe die amerikanische Heilandsregierung mit den US-Großbanken ein Geheimabkommen geschlossen, um deren Kapitalbedarf vor der Öffentlichkeit schönzureden beziehungsweise sie diesbezüglich massiv zu belügen.

Ich gehe wiederum davon aus, dass es sich hier um keine Verschwörung handeln kann, jedenfalls höchstens praktisch und keineswegs theoretisch. (weiterlesen…)

Kommentar-Re

Freitag, 08. Mai 2009

Lieber Herr von Sturzbach (siehe Kommentar zum vorigen Artikel “Totschlagwort”), ich möchte Ihnen kurz antworten.

Der Artikel war in keiner Weise “aufrührerisch”, es sei denn, dies gälte für jeden, der sich von Leuten wie diesem Dibelius (siehe auch “Bänkermagic”)  nicht jede sprachlich-logische und sachliche Frechheit unwidersprochen bieten lässt.

Des weiteren sprach ich im Zusammenhange mit “bekämpfen” nur davon, dass die Totschlagformel “Verschwörungstheorie”, die so wohlfeil und dabei zielgerichtet gegen manchen eingesetzt wird, in der Tat energisch bestritten werden sollte, wann immer gute Argumente vorliegen.

Zudem bin ich keineswegs dahingehend bereits verzweifelt, dies alles brächte ohnehin nichts, welches mir alleine schon Ihre engagierte Zuschrift zeigt. (weiterlesen…)

Das Totschlagwort

Donnerstag, 07. Mai 2009

Das Totschlagwort heißt heute “Verschwörungstheorie”.

Wenn z.B. ein Hank Paulson sich mit 500 Millionen Dollar von einer Wall-Street-Bank ins amerikanische Finanzministerium verabschiedet, um später dort einen der Hauptkonkurrenten in die Pleite gehen zu lassen, während seine alten Kumpels jedesmal – auch mit Staatsknete – gestärkt aus der Sause herauskommen, und einer einen naheliegenden Zusammenhang auch nur zu vermuten wagt, dann hängt er wohl einer “Verschwörungstheorie” an.

Bald ist es soweit, dass man 2+2=4 als Verschwörungstheorie bezeichnen wird und den allgemeinen gesunden Menschenverstand als ein Konstrukt, das nur solche hervorzubringen vermag. (weiterlesen…)

Bänkermagic

Mittwoch, 06. Mai 2009

Alexander Dibelius, der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, der amerikanischen Bank, die schon von der US-Vorgängerregierung auf Händen getragen wurde, erklärte diese Woche im SPIEGEL-Gespräch:

“Es kann nicht sein, dass Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert werden. Ich kann auch niemandem unterstellen, dass er so ein Modell verteidigt.

Mein lieber Herr Dibelius:

Erstens  k a n n  es nicht so sein, da haben sie auf perverse Art recht, denn es i s t so.

Zweitens können Sie wirklich niemandem etwas  u n t e r s t e l l e n, von dem  k l a r  ist, dass er es  t u t.

Doch nach diesen verbalen Finessen aus der Giftmüllküche der Bänkerscholastik, für Spiegel-Redakteure immerhin gut genug, wunderte mich anderes, Neueres.

Nach weiteren Pirouetten und einer logisch völlig deplazierten Hitler-Anspielung kommen Sie im letzten Satz (!) auf dies:

“Aber wenn in Deutschland etwas die politischen Kräfte verändern kann, dann ist es diese eine magische Zahl: fünf Millionen Arbeitslose.”

Wieso “magisch” plötzlich  f ü n f  und nicht  s e c h s ?

Googles Raubzug

Dienstag, 05. Mai 2009

Steinmeier ruft bei Obama an und fragt ihn, ob er ihm die Nutzungsrechte des Spruchs “Yes we can!” für seinen Wahlkampf überlassen wolle.

“Oh dear Frank, that’s Pech sozusagen, die Slogan bald wird gehören die Google.”

“Wie bitte?”

“Die smart people von die Google haben gefunden in eine alte Buch, that nicht mehr verkauft werden. Bald all Slogans gehören zu die Google. You see, Frank, how clever ist America.

Wir torturen not only better als die andere Nations und more elegant, wir stehlen better auch. Wir simply sagen sorry und behalten.”

Steinmeier legt, obwohl er den ersten Teil der Schlussaussage kenntisreicherweise gut verstanden hat, genervt auf und muss, nachdem er seinen Staatsekretär recherchieren ließ, ob der Obama denn inzwischen auch einen Sprung in der Schüssel habe, feststellen, dass der lediglich einen Informationsvorsprung besaß und Google wirklich kurz davor steht, die Nutzungsrechte am geistigen Kulturerbe der Menschheit exklusiv an sich zu reißen.

Aber plötzlich reibt er sich doch die Hände.

Er plant der Kanzlerin, die, wie er meint, von US-Brutalität weniger versteht als er, kein Sterbenswörtchen zu sagen, und will sie dann im September gnadenlos ins Wörtermesser laufen lassen.

Spiegel unter Quarantäne

Dienstag, 05. Mai 2009

Aktuelle Meldung:

Das SPIEGEL-Hochhaus an der Hamburger Außenalster wurde von der GSG 9 heute Nacht hermetisch abgeriegelt.

Keine Maus, keine Laus kann mehr rein oder raus.

Laut Innenministerium können von dort aus nicht einmal mehr Online-Viren verbreitet werden.

Alle Leitungen sind gekappt.

Deutschland ist gerettet!

Selektiv informiert

Montag, 04. Mai 2009

Eine kleine Meldung noch.

Der SPIEGEL bringt in seiner Titelgschichte dieser Woche plötzlich das Virus der wirklich tödlichen Spanischen Grippe beiläufig als laborexistent unter.

Und natürlich sei es dem Schweinebackengrippevirus nah verwandt.

Davon, dass es von amerikanischen Wissenschaftlern vorsätzlich rekonstruiert wurde, wie in “Science” am 7. Oktober 2005 stolz verkündet, immer noch kein Wort.

Auch nichts davon, dass das Pentagon Geld dazu gab.

Ich habe nicht nur den SPIEGEL darüber informiert.

Daran kann es nicht liegen.

Didaktik und Gift

Montag, 04. Mai 2009

Heute Nachmittag hatte ich zwei 14-jährige Schüler aus guten Elternhäusern, in denen zumindest die Väter studiert haben. Am Rande des Englischunterrichts kam ich auf die Kelten zu sprechen und stellte bald fest, dass keiner von beiden Realschülern einen blassen Schimmer davon hatte, was das überhaupt sein sollte.

Danach fragte ich sie, ob sie denn immerhin schon einmal von Slawen gehört hätten. Wiederum keine Ahnung.

Nun gut, es waren ja nur Jungs, könnte man sagen, und dass die heutzutage praktisch alle bildungsfern sind, egal welche Schulart versucht, sie zu betreuen, weiß inzwischen ja ein Jedes. (weiterlesen…)

Vorsorge

Sonntag, 03. Mai 2009

Wie angekündigt, heute ein paar Tipps zur Vorsorge.

Eine kleine Finanzkrise bringt natürlich keinen vernünftigen Menschen darauf, Grundgüter könnten knapp werden, genausowenig wie eine Vogel-,  Schweine- oder vielleicht dann irgendwann Hundegrippe.

Ich hielte es dennoch für klug, wenn jeder, der sich nicht für Conan den Barbaren hält, also im Zweifel alles, was er benötigt, kurzerhand mit der Faust beischafft, einmal Gedanken machte, wie er für solch eine Situation gerüstet wäre. (weiterlesen…)

No Mercy

Samstag, 02. Mai 2009

“Barack Obama is the greatest fraud in American History.”

I don’t know where I read this, but it must have been somewhere.

Oh, right, it was in a paper that hadn’t asked Henry Kissinger or even Zbginiev Brzezinski for editing, and it wasn’t published but for me. (weiterlesen…)

Feige?

Samstag, 02. Mai 2009

Ich habe gerade eben ein YouTube-Video mit dem von mir hochgeschätzten Paul Craig Roberts gesehen, in dem er die ersten 100 Tage der Obama-Administration nicht eben günstig beurteilt.

Unter anderem spricht er davon, dass unser Heiland Obama durch die Befehligung regelmäßiger Luftschläge auf Ziele in Pakistan einen dritten, nicht erklärten Krieg begonnen, wenigstens ausgeweitet habe und dass sich der neue Präsident vom alten in der Nichteinhaltung internationalen wie nationalen Rechts um kaum ein Gran unterscheide. (weiterlesen…)

Leser? – Schreiben!

Samstag, 02. Mai 2009

Seit Jahren geht mir der Journalisten-Spruch “Immer an den Leser denken”  im Kopfe herum.

Der hat natürlich was, aber er ist oft auch nur ein verklausulierter Aufruf zur Korruption.

Die Textsorten Bericht und Reportage sollten dieser Maxime selbstverständlich weitestgehend folgen.

Wie aber sieht es bei Kommentaren, Essays, gar Satiren aus?

Natürlich sollte ein Autor auch beim Verfassen solcher Texte daran denken, dass er sein Publikum einigermaßen verständlich erreicht. Ansonsten aber verkehrt sich der Spruch doch häufig in ein “Immer gegen den Leser denken”.

Ich nehme die FAZ als Lehrbeispiel. Dieses nicht, weil ich sie besonders verachtete, sondern weil sie sich als Leitmedium besonders dafür eignet. (weiterlesen…)

Kneipe und Offenbarung

Freitag, 01. Mai 2009

Sie sehen, die Kneipe gab mir rechtzeitig kein Bier mehr.

Der Zusammenhang ist unerheblich, denn er betraf nur meine Glückseligkeit, gleichzeitig trinken und rauchen zu dürfen, und das in einer bayerischen Gastwirtschaft.

Heute will ich lediglich auf den neuesten Artikel meiner Kollegin Friederike Beck hier in den ZeitGeist-Blogs hinweisen und ausnahmsweise vor Ehrfurcht ansonsten stille sein.

Wer den nicht liest, ist selbst schuld.

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