Volksgesundheit

Auf Zigattenschachteln sollen demnächst schockiernde Bilder aus dem Tumorhorrorkabinett aufgedruckt werden, um noch wirksamer abschrecken zu können.

Die Bundesärztekammer findet das klasse, weil negative Emotionen hilfreich seien.

Die müssen ja wirklich wissen, was gesund ist.

Die Idee ist natürlich super, aber wie immer mangelt es unseren Lebensvergällern deutlich an Konsquenz.

Auf jedes Auto müsste man nämlich ein gut erkennbares, sterbendes Eisbärenbaby auflackieren, wegen der Klimakillerei.

An den Zapfsäulen deutscher Tankstellen sollten metergroße Plakate vorgeschrieben werden, die Überschwemmungsopfer aus Asien und Dürreopfer aus Afrika zeigen.

Auf jeder Schokoladen- und jeder Zuckerpackung sollten wir einen röchelnden Superfetten gewahren genauso wie auf Brauereischildern, Bier- und Weinflaschen rotgesichtige Penner im Endstadium des Delirium tremens.

Jede Fernsehsendung nicht nur im Kinderkanal sollte erst nach einem Vorspann “Fernsehen macht übergewichtig, faul und dumm” zu sehen sein.

Jedes Mobiltelefon sollte nur nach einer Vormelodie “Wer mobil telefoniert, kann stolpern oder gegen eine Wand fahren” benutzbar sein (außer natürlich für wichtige Personen, Polizei und Sicherheitsleute).

Alle Werbung müsste mit dem Hinweis versehen werden: “Vorsicht! Diese Reklame will nur Ihr Geld!”

Und alle Politikerreden sollten vorschriftsmäßig so beginnen müssen: “Sehr geehrte Damen und Herren, überlegen Sie sich gut, ob Sie mir zuhören oder gar glauben wollen, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich Sie anlügen…”.

So sollten auch alle Wahlplakate der Parteien, die den Afghanistan-Krieg unterstützen, Uranmunition-missgebildete Kinder zeigen müssen, niedergemetzelte Hochzeitsgesellschaften und dergleichen mehr, mit dem roten Warnhinweis “Das ist, was Sie wählen!”.

Allerdings sollten diese Parteien die Plakate und ihre Werbung nur in Räumen oder Filmen vorführen dürfen, die erst ab 18 freigegeben sind, wegen des Jugendschutzes.

Die in diesen Fällen entstehenden negativen Emotionen wirkten sich bestimmt hilfreich auf das Wählerverhalten und damit die Volksgesundheit aus.

L.m.a.A.

P. S.: Gegen die Vergiftung hunderttausender unschuldiger Kinder mit Methylphenidat hat die Ärztekammer natürlich nichts einzuwenden, im Gegenteil. Das passt zu diesen Helden. Die Amphetaminpillen können sie nämlich selber verschreiben, als dass sie der Kiosk verkaufte. Und die fetten Kongresse mit jeder Menge Wildlachs, Schampus und Bordeaux und anderlei diskrete Gefälligkeiten der Pharmariesen bekommen den Ärzten wohl auch nicht schlecht. Schließlich wachsen die dummen Kinder ja nach.

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