GNAU?

Der alte wie neue Bundespräsident wird seit einiger Zeit mit einem schwerwiegenden Verdacht konfrontiert: Er gehe inzwischen derart in seiner Rolle als “Bürgerkönig” auf, dass er bloß noch populär sein wolle.

Und von populär bis Populismus ist der Weg nicht weit, selbst bei einem ehemaligen IWF-Chef.

Und Populisten, das sind ja die potentiell Gefährlichen.

Tatsächlich hat der Mann z.B. gewagt, die Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk zu fordern, also mehr direkte Demokratie. Dabei kann er selber nicht mehr davon profitieren, weil er ohnehin zum zweiten Mal gewählt ist, wodurch er sich in den Augen anderer Politiker wohl besonders verdächtig macht.

Außerdem kommt Horst Köhler als Flüchtlingskind von etwa ebensoweit unten wie Gerhard Schröder und musste auf schwerstem Wege etwas lernen, und da könnte er ja gerade im Alter nochmal anfangen, an die Schwächsten der Gesellschaft zu denken und sich womöglich gar gleich jenem gegen grauenhafte Vasallenkriege für die Amerikaner zu wenden.

Das wäre dann ein mittlerer GNAU, ein Größter Nicht Anzunehmender Unfall,  für die Sachwalter der Atlantik-Brücke und den Rest unserer sonstigen Politkaste, die den Afghanistan-Krieg gegen den trotz des Propagandafeuerwerks der Medien standhaften Volkswillen gnadenlos weiter mit deutschen Kontingenten unterstützt.

Gut, der Bundespräsident darf nicht ins politische Tagesgeschäft eingreifen, hat nur im Zusammenhang mit der Unterzeichnung von Gesetzen sehr begrenzte Macht.

Wenn er aber beim Volk beliebt sein sollte und äußerte irgendwie seine Zweifel an so etwas Fragwürdigem wie einer deutschen Kriegsbeteiligung an der chinesischen Grenze, weil er als guter Christdemokrat in halber Umnachtung anfängt alle zu lieben, könnten alle geläufigen antidemokatischen Sicherungen des Feldzuges durchbrennen.

Das Bundesverfassungsgericht müsste die besten Psychiater bestellen und ihn schleunigst als nicht mehr ganz hiesig erklären lassen, zackzack.

Unliebsame Staatsoberhäupter auf legalistischem Wege abzusetzen ist aber erfahrungsgemäß gar nicht so einfach, weshalb man sie beispielsweise in den USA in der Regel von Attentätern erschießen lässt.

Gesine Schwan wird einen solchen Auftrag selbstredend nicht erfüllen (können/wollen).

Da ich es auch nicht mache und der Verfassungsschutz noch nicht einmal weiß, wieviel er selbst NPD ist, gebe ich dem Bundespräsidenten gute Überlebenschancen, zumal er wahrscheinlich sowieso nichts sagen wird, wofür seine Demission wegen Demenz oder seine Verunfallung oder eine Absetzung amerikanischer Art als nötig erachtet würde.

Ein bisschen darf er seine Politikerkollegen schon nerven.

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